13. Juni 2018 / 15:00 Uhr

Burak Bahar: "Wir wollen das Optimum herausholen"

Burak Bahar: "Wir wollen das Optimum herausholen"

CHRISTIAN MARKWORT
BSV-SCB-040
SC Borgfeld U17-Trainer Burak Bahar geht optimistisch in die neue Saison. © Mario Nagel
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Borgfelds U17-Trainer geht voller Zuversicht in die erste Saison in der B-Junioren-Bundesliga

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Herr Bahar, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die B-Junioren-Bundesliga – haben Sie den größten Erfolg des SC Borgfeld überhaupt schon realisieren können?

Burak Bahar: Ich schätze, das wird noch etwas dauern, schließlich hatte uns als Aufsteiger in die Regionalliga niemand so richtig zugetraut, dort überhaupt die Klasse halten zu können, geschweige denn, den direkten Durchmarsch zu schaffen. Nicht nur ich, sondern alle im und um den Verein herum müssen diese großartige Leistung erst noch etwas sacken lassen.

Sie haben in der Saison nicht nur die B-Junioren, sondern auch die A-Junioren des Vereins trainiert – werden Sie diese Herkules-Aufgabe auch im kommenden Jahr ausfüllen?

Nein, das wäre nicht wirklich zu bewältigen. Bei den A-Junioren wird mir ein neues Trainerteam zur Seite gestellt. Neben Torwarttrainer Janik Brüggemann kommen Co-Trainer Murat Özbek und Athletiktrainer Massimo Neumann hinzu, bei den B-Junioren verlässt uns leider Dominic Volkmer, der einen Vertrag beim SSV Jahn Regensburg unterschrieben hat. Dafür bleibt Sven Duschner als Co-Trainer dabei. Ich persönlich werde den A-Junioren allerdings in beratender Funktion weiterhin zur Seite stehen.

Mit welchen Zielen gehen Sie das Abenteuer Bundesliga an?

Das ist doch klar, bei uns kann es nur darum gehen, die Klasse zu halten und sich in jedem Spiel so teuer wie möglich zu verkaufen. Wir üben keinerlei Erfolgsdruck aus, die Jungs sollen Spaß haben und sich nicht gleich von ersten Negativergebnissen ins Bockshorn jagen lassen. Die werden ganz sicher kommen, das steht fest, dürfen uns aber nicht aus der Ruhe bringen. Wir wollen in jedem Spiel alles geben, stets an und über unsere Leistungsgrenzen gehen und immer das Optimum herausholen.

Für die neue Saison steht Ihnen unter anderem Torjäger Eren Sami Dinkci altersbedingt nicht mehr zur Verfügung. Können Sie bereits Auskünfte über weitere Abgänge oder Neuzugänge geben?

Es laufen selbstverständlich schon länger intensive Gespräche in allen Bereichen. Aber aus Respekt vor den Spielern und besonders den anderen Vereinen möchte ich noch keine Wasserstandsmeldungen abgeben, weil dadurch enorme Unruhe bei den anderen Klubs verursacht wird, was wir in jedem Fall vermeiden wollen. Wir werden uns aber in jedem Fall verstärken, das steht natürlich fest und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Nach dem 2:1-Erfolg gegen den Niendorfer TSV hat die U17 des SC Borgfeld den Aufstieg in die Bundesliga geschafft.

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Woher schöpfen Sie die Kraft für die viele Arbeit, wer unterstützt Sie – und vor allen Dingen: Was sagen Ihre Familie und Ihre Freundin dazu, dass sie quasi täglich auf dem Fußballplatz zu finden sind und in Zukunft noch öfter zu finden sein werden?

Meine Freundin lebt und arbeitet in Hamburg, sie kennt das also mit einer Fernbeziehung und steht zu 100 Prozent hinter mir. Meine Familie ist für mich sehr wichtig, dort tanke ich auf und weiß, dass sie alles tun werden, um mich zu unterstützen. Generell weiß aber eigentlich jeder, der mich etwas besser kennt, dass ich für diesen geilen Sport lebe und sehr glücklich darüber bin, ihn täglich ausüben zu dürfen.

Was treibt Sie an, was motiviert Sie?

Wissen Sie, das mag jetzt vielleicht etwas abgedroschen klingen, aber wenn ich dieses glückliche Glitzern in den Augen der Spieler nach einem Sieg sehe, weiß ich, warum ich mir diesen ganzen Stress antue. So etwas erleben zu dürfen, ist der pure Wahnsinn, das pusht mich enorm. Außerdem bin ich selbst auch immer sehr ehrgeizig und möchte immer auf höchstem Niveau arbeiten, das treibt mich an.

Erst kürzlich haben Sie Ihren Vertrag beim SC Borgfeld verlängert, allerdings nur um ein Jahr. Was planen Sie für Ihre persönliche Zukunft?

Die Vertragsverlängerung war eine Ehrensache für mich, aber ich habe auch immer gesagt, dass ich mich kontinuierlich verbessern und immer so hoch wie möglich arbeiten möchte. Mit den B-Junioren habe ich einen ersten Schritt auf der Karriereleiter gemacht, nun folgen die nächsten. Aber das ist noch Zukunftsmusik, bis zum Vertragsende werde ich alles für den SC Borgfeld geben. Was danach kommt, werden wir dann sehen.

Für den SC Borgfeld ist es ein Abenteuer, das es so in dem Verein noch nie gegeben hat. Glauben Sie, die Qualität im Kader reicht für die Bundesliga aus? Und was muss im Umfeld noch verändert werden?

Also in Sachen Kaderplanung sind wir alle, vom Vorstand über den Jugendleiter bis zu mir, bereits seit einiger Zeit dabei, die richtigen Spieler mit der richtigen Einstellung zu bekommen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir eine schlagkräftige Truppe auf den Platz bekommen werden, die sicher noch nicht um den Titel, dafür aber erfolgreich um den Klassenerhalt mitspielen kann. Im Umfeld wird mittelfristig die gesamte Infrastruktur verbessert, aber natürlich müssen wir alle auch außerhalb des Platzes Ideen entwickeln, damit der Traum von der Bundesliga nicht zum Albtraum für alle Beteiligten wird. Der gesamte Verein muss noch professioneller aufgestellt werden, damit wir nicht immer als kleiner Dorfverein angesehen werden, sondern eine gewisse Strahlkraft ausüben, die es talentierten Fußballern leichter macht, sich für den SC zu entscheiden.

Woher bekommen Sie diese Spieler?

Wir versuchen in erster Linie, Talente aus Bremen und der näheren Umgebung zu sichten und zu verpflichten. Mein Telefon steht bereits seit längerer Zeit kaum noch still, ich schätze, nach dem Aufstieg der Mannschaft in die Bundesliga wird es noch mehr Anrufe geben.

Mehr zur SC Borgfeld U17

Die U17 des SC Borgfeld e.V. steigt in die B-Junioren Bundesliga auf! Herzlichen Glückwunsch! Am letzten Spieltag schlägt die Bahar-Elf den Niendorfer TSV mit 2:1, Konkurrent Osnabrück unterliegt zeitgleich beim JFv Nordwest.

Gepostet von Sportbuzzer WESER-KURIER am Sonntag, 10. Juni 2018
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