Thomas Tuchel trifft vor Gericht auf seine Ex-Spieler Marcel Schmelzer und Nuri Sahin. Thomas Tuchel trifft vor Gericht auf seine Ex-Spieler Marcel Schmelzer und Nuri Sahin. © Getty/imago
Thomas Tuchel trifft vor Gericht auf seine Ex-Spieler Marcel Schmelzer und Nuri Sahin.

Bus-Anschlag: Thomas Tuchel und BVB-Stars - Wiedersehen vor Gericht

Genau wie Nuri Sahin, Roman Weidenfeller und Marcel Schmelzer ist auch der Ex-Trainer von Borussia Dortmund am Montag vor Gericht geladen. Es geht um den Mannschaftsbus-Bomber Sergej W.

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Im Prozess gegen den Attentäter auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund wird es ernst: Am Montag werden sowohl die BVB-Spieler Nuri Sahin, Marcel Schmelzer und Roman Weidenfeller vor dem Dortmunder Schwurgericht als Zeugen verhört-  als auch Ex-Trainer Thomas Tuchel.

Die Borussia hatte die Zusammenarbeit mit Tuchel nach der vergangenen Saison eingestellt, die nun folgende Spielzeit ist komplett verkorkst. Das Gericht verhandelt die Sache seit einigen Monaten, die Dortmunder Spieler und Trainer sind der Reihe nach als Zeugen geladen.

Mehr zum Anschlag

Sowohl Tuchel als auch seine Ex-Schützlinge sollen im Prozess um Sergej W. ihre Einschätzung zum Anschlag abgehen. Wie haben Sie den Bombenanschlag erlebt? Sergej W. hatte vor dem Champions-League-Spiel gegen die AS Monaco einen Anschlag am Mannschaftshotel der Dortmunder inszeniert, bei dem Abwehrspieler Marc Bartra sich schwer verletzt hatte. Der Spanier ist mittlerweile in seine Heimat zurückgekehrt, versucht bei Real Betis Sevilla einen sportlichen Neuanfang.

Verletzter Bartra hatte "Todesangst"

Der Spanier gestand, Todesangst gehabt zu haben. „Wenn ich mich daran erinnere, geht es mir nicht gut“, sagte der Spanier kürzlich als Zeuge vor dem Schwurgericht. Zuvor hatte Rechtsanwalt Alfons Becker eine im Namen Bartras verfasste Erklärung verlesen. Darin heißt es: „Ich hatte Todesangst. Ich fürchtete, meine Familie nie wieder zu sehen.“

Das war Thomas Tuchels Zeit beim BVB

In vielerlei Hinsicht wurde der Anschlag zum Wendepunkt beim BVB. Wegen der sofortigen Neuansetzung nur einen Tag später war es zum Zerwürfnis zwischen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Trainer Tuchel gekommen, so dass Tuchel am Ende der Saison gehen musste. Dortmund gewann den DFB-Pokal und spielte attraktiven Fußball. Was für ein Kontrast zu dieser Saison. Nachfolger Peter Bosz wurde schon nach wenigen Monaten wieder gefeuert und auch Peter Stöger konnte das schlingernde Schiff noch nicht wieder auf Kurs bringen. Vom Spielwitz der Ära Tuchel ist nichts mehr zu spüren.

Schmelzer kritisierte Tuchel scharf

Ausgerechnet Sahin und Schmelzer sollen maßgeblichen Anteil an der Ablösung des erfolgreichen Trainers gehabt haben. Vor dem Pokalfinale gegen Frankfurt hatte Tuchel Sahin aus dem Kader gestrichen. Schmelzer, wie Sahin ein BVB-Urgestein, hatte den Trainer daraufhin ungewöhnlich heftig kritisiert.

"Mich hat es sehr geschockt. Ich verstehe es einfach nicht", sagte Schmelzer. Und weiter: "Wenn ein Spieler wie Julian Weigl ausfällt, dann ist der Einzige, der das mindestens genauso gut kann, Nuri Sahin. Deshalb war ich überrascht. Wir alle wissen, welche Qualität er besitzt. Die Erklärung dafür muss der Trainer geben. Wir stehen komplett hinter Nuri. Ein toller Mensch."

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