Ungewohnter Anblick: Die leere Südtribüne im Signal-Iduna-Park. Ungewohnter Anblick: Die leere Südtribüne im Signal-Iduna-Park. © imago
Ungewohnter Anblick: Die leere Südtribüne im Signal-Iduna-Park.

BVB akzeptiert Strafantrag: Keine Fans auf der Südtribüne!

Gegen Wolfsburg werden die BVB-Spieler nicht wie gewohnt mit einer gelben Wand im Rücken auflaufen.

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Die unschönen Vorfälle aus dem Heimspiel gegen RB Leipzig (1:0) haben für die Fans von Borussia Dortmund unmittelbare Folgen. Der Bundesligist akzeptierte am Montagmittag einen Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses, wonach bei der nächsten Partie im Signal Iduna Park gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag (15.30 Uhr) die Südtribüne für Fans komplett gesperrt bleibt. Auf der "gelben Wand", der mit rund 25 000 Zuschauern wohl größten Stehplatztribüne der Welt, waren gegen Leipzig unzählige diffamierende und beleidigende Banner gegen RB gezeigt worden. Der Fall wurde in Fußball-Deutschland heftig diskutiert, Dortmund entschuldigte sich öffentlich. Denn: Es war nicht der einzige Zwischenfall rund um das Topspiel. Vor dem Spiel waren Leipziger Fans von Vermummten angegriffen worden.

"Borussia Dortmund hat sich nach dem Abwägen aller Argumente entschieden, dem Strafantrag des DFB-Kontrollausschusses zuzustimmen und das einschneidende Strafmaß einer Sperrung der gesamten Südtribüne für das Wolfsburg-Spiel zu akzeptieren."

Die BVB-Spitze hatte anschließend bereits versucht, unter anderem in gemeinsamen Gesprächen mit der RB-Führung, die Wogen zu glätten. Der Imageschaden war enorm. Es sei elementar wichtig, erklärte der Verein in einer Pressemitteilung, "noch einmal deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass wir insbesondere die Geschehnisse rund um das Spiel gegen Rasenballsport Leipzig am 4. Februar 2017 in keinster Weise relativieren wollen!" Noch in dieser Woche sollen Ergebnisse zu Maßnahmen und Sanktionen gegen Täter bekanntgegeben werden.

Dortmund akzeptiert Sperrung der Südtribüne nach Leipzig-Spiel

Allerdings schränkte der Bundesligist auch ein. In der "emotional noch immer aufgeladenen Atmosphäre" sei es "weder möglich noch sinnvoll", eine inhaltliche Debatte über ein im juristischen Sinne „angemessenes“, „erforderliches“, „verhältnismäßiges“ oder „weitsichtiges" Strafmaß zu führen". Eine Ablehnung des Strafantrags könnte als mangelnde Einsicht ausgelegt werden. Eine Kollektivstrafe gegen 25 000 Zuschauer sei aus BVB-Sicht "unverhältnismäßig".

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