Vor dem Dortmunder Stadion traf Lucas Prill (l.) gestern auch Fans des AS Monaco. Vor dem Dortmunder Stadion traf Lucas Prill (l.) gestern auch Fans des AS Monaco. © Privat
Vor dem Dortmunder Stadion traf Lucas Prill (l.) gestern auch Fans des AS Monaco.

BVB-Fan aus Brandenburg berichtet aus Dortmund: "Die Polizeipräsenz ist der Wahnsinn"

Er wollte das Spiel sehen: Der 17-jährige Lucas Prill aus Bernau erlebte den Abend des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus in Dortmund. Heute will er wieder ins Stadion gehen.

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Dass etwas passiert sein musste, merkte Lucas Prill am ständigen Vibrieren seines Handys. Ab 19.15 Uhr am Dienstagabend stand es nicht mehr still. „Diverse Leute haben mich angeschrieben und angerufen und gefragt, ob alles in Ordnung ist. Ich habe dann erstmal bei Facebook gepostet, dass es uns gut geht“, erzählt der 17-Jährige, der sich am Dienstagabend mit seinem Vater Ronny eigentlich das Champions-League-Viertelfinale seiner Borussia in Dortmund anschauen wollte. Das Spiel gegen den AS Monaco wurde allerdings nach dem Anschlag auf den BVB-Bus abgesagt und auf Mittwoch verlegt.

Lucas Prill: "Wir hatten Sorge um die Spieler und die gesamte Mannschaft"

Der Bernauer (Barnim) und sein Vater waren zum Zeitpunkt des Anschlags in der Kneipe einer Kleingartensiedlung ganz in der Nähe des Dortmund-Stadions. „In der Kneipe wurde dann das Radio lauter gedreht. Wir waren schon alle ziemlich beunruhigt, hatten Sorge um die Spieler und die gesamte Mannschaft. Als es dann auch noch hieß, dass Marc Bartra verletzt wurde, war uns klar, dass das Spiel abgesagt werden würde“, berichtet Prill über die Stimmung in der Kneipe. Offiziell war das allerdings noch nicht der Fall, deshalb machte er sich mit seinem Vater gegen 19.45 Uhr auf den Weg zum Stadion. Kurze Zeit später kam die Absage. „Erst dann wurden die Leute wieder aus dem Stadion gelassen. Eine Zeit lang hieß es, dass keiner raus- oder reinkommt, deshalb standen wir bei der Fanwelt vor dem Stadion. Alle hatten vollstes Verständnis, dass das Spiel abgesagt wurde“, erzählt der Schüler, der vor seinen Abiturprüfungen steht.

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Anschließend machten sich Sohn und Vater auf den Weg nach Gevelsberg, einer Kleinstadt eine halbe Stunde Autofahrt südlich vom Dortmunder Stadion. „Wir haben bei meiner Tante übernachtet, das war aber so oder so geplant. Die Fahrt hat aber sehr viel länger gedauert, weil alles durch die Polizei gesperrt war“, berichtet Prill, der seit einem Stadionbesuch 2010 Dortmund-Fan ist und mit seinem Vater mehr als die Hälfte der Heimspiele seines BVB pro Saison besucht. Bei den Pokalspielen gegen Union Berlin und Hertha BSC war er ebenfalls im Stadion.

Ronny Prill: "Das Spiel wird noch viel, viel emotionaler"

Auch am Mittwoch prägte die Polizei das Dortmunder Stadtbild. „Die Polizeipräsenz ist der Wahnsinn. An jedem Parkplatz stehen zwei Polizisten mit Maschinengewehren. Man ist ein bisschen beunruhigt, aber Angst hat man keine“, erzählt Prill. Auch von den zahlreichen Monaco-Fans waren noch einige in der Stadt. „Wenn eine größere Gruppe vorbeiläuft, dann wird von den Dortmund-Fans gehupt“, sagt Prüll, der heute noch nach dem Spiel mit seinem Vater wieder zurück nach Brandenburg fahren wird.

Der Partie sehen die beiden positiv entgegen. "Auf das Spiel freue ich mich exterm. Das wird noch viel, viel emotionaler als die BVB-Spiele sonst schon sind. Die Stimmung mit den Monaco-Fans wird, denke ich, super sein", sagt Lucas Prills Vater Ronny.

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