19. November 2018 / 14:12 Uhr

BVB-Profi Mo Dahoud: „Reus ist einer der Besten der Welt“

BVB-Profi Mo Dahoud: „Reus ist einer der Besten der Welt“

Robert Hiersemann und Heiko Ostendorp
Von Dortmunder zu Dortmunder: Mo Dahoud (l.) schaut zu Marco Reus auf. 
Von Dortmunder zu Dortmunder: Mo Dahoud (l.) schaut zu Marco Reus auf.  © Verwendung weltweit
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Mo Dahoud spricht über Titelträume mit dem DFB und BVB, Lucien Favre und die besondere Rolle von Marco Reus. 

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Herr Dahoud, Ihren ersten Titel haben Sie im Sommer 2017 geholt, als Sie mit der U 21 Europameister wurden. Holen Sie in dieser Saison mit dem BVB den nächsten?

Jeder Titel ist schön. Natürlich erinnere ich mich noch gerne an die EM 2017. Wir hatten ein überragendes Team mit tollen Spielern und Menschen. Ein weiterer Titel, nun mit dem Verein, fehlt mir noch. Es wäre super, wenn im Sommer sowohl mit dem BVB als auch mit der U 21 welche dazukommen.

Inzwischen sind Sie Führungsspieler bei der U 21. Wann folgt der Sprung zu Joachim Löw?

Ich bin nun erstmal froh, nach einem halben Jahr wieder bei der U 21 dabei zu sein. Hier haben wir im kommenden Jahr wieder eine EM, bei der ich gerne dabei wäre. In jeder Mannschaft, ob beim BVB, der U 21 oder der A-Nationalmannschaft ist die Konkurrenz auf meiner Position hart. Wenn ich im Verein kontinuierlich spiele und meine Leistung – auch international – zeige, werde ich irgendwann meine Chance bekommen, und dann liegt es an mir.

Auf ihre Position spielt im A-Team Toni Kroos. Müssen Sie warten, bis er in Rente geht?

Das hoffe ich nicht, denn ich würde mir gerne etwas von ihm abschauen und von ihm lernen. Beim BVB und der U 21 haben wir auch ganz unterschiedliche Spielertypen. Wenn die Qualität, die Einstellung und die Leistung stimmen, kann man mit jedem Spieler zusammenspielen.

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Wie wichtig ist die U21 als Sprungbrett? Glauben Sie, dass es ein Vorteil ist, wenn man die Jugendteams des DFB durchlaufen hat?

Natürlich. Hier kann man bereits als jugendlicher Spieler mit den Besten aus ganz Deutschland zusammenspielen und internationale Erfahrungen sammeln. Und man lernt die DFB-Spielphilosophie kennen. Wenn man so will ist das jeweilige U-Team ja nichts anderes als die A-Nationalmannschaft. Die Besten der Besten spielen hier zusammen.

Seit ihrem Wechsel zum BVB sitzen Sie häufig auf der Bank. Haben Sie sich Ihre Entwicklung anders vorgestellt?

Nein, ich wusste, dass ich mit dem Schritt nach Dortmund Geduld mitbringen muss. Insofern bin ich mit der Entwicklung zufrieden. Ich würde mich auch nicht als Bankdrücker bezeichnen. Auf meiner Position gibt es viele gute Spieler, da muss jeder einmal draußen sitzen.

Beim Sieg gegen Bayern kamen Sie für Julian Weigl und waren beteiligt an der Wende. Sehen Sie sich im Kampf um einen Stammplatz nun vor ihm?

Es geht dabei nicht um eine interne Rangliste. Ich bin froh, dem Team in diesem Spiel geholfen zu haben. Julian wird das hoffentlich in einem der nächsten Spiele auch können. Wenn wir alle so denken, werden wir das Beste als Team erreichen.

Sie kennen Lucien Favre bereits aus Gladbach. Hat sich seine Arbeitsweise seitdem verändert?

Natürlich verändert man sich auch ein bisschen durch Erfahrungen, die man im Leben macht. Das wird bei mir ähnlich sein. Aber vom Typ her ist er immer noch der gleiche Mensch und Trainer wie vorher.

Alle schwärmen von Favre. Doch es heißt auch immer, dass er ein schwieriger Typ sei.

Das kann ich so nicht bestätigen. Sein Ziel ist es, jeden Spieler besser zu machen. Wenn man das verstanden hat, weiß man, was er von einem möchte.

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"Er behandelt erst einmal alle Spieler gleich"

Geht er mit Ihnen und Marco Reus anders um als mit Spielern, die er noch nicht kannte?

Nein. Er behandelt erst einmal alle Spieler gleich. Dass er sich mit Marco als Kapitän anders und intensiver austauscht, ist aber auch klar.

Wie wichtig ist Reus für den BVB und kann er diese Anführerrolle irgendwann auch beim DFB ausfüllen?

Marco ist für mich, vor allem in der aktuellen Form, einer der besten Spieler der Welt. Schade, dass er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, sonst hätte er die gleiche Rolle längst beim DFB. Wenn er in den kommenden Jahren und Monaten gesund bleibt, wird er sie aber zukünftig einnehmen.

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