05. August 2018 / 12:42 Uhr

BVB-Star Mario Götze: Darum war das WM-Aus für mich nicht überraschend

BVB-Star Mario Götze: Darum war das WM-Aus für mich nicht überraschend

Redaktion Sportbuzzer
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Die Nichtnominierung von Mario Götze bei der WM 2018 überraschte viele Fußballfans – im Gegensatz zu dem WM-Helden von vor vier Jahren.
Die Nichtnominierung von Mario Götze bei der WM 2018 überraschte viele Fußballfans – im Gegensatz zu dem WM-Helden von vor vier Jahren. © Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
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Vor dem Start in die neue Bundesliga-Saison zieht Dortmunds Mario Götze in einem Interview sein persönliches WM-Fazit und spricht über den neuen BVB-Trainer Lucien Favre.

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Er war der große WM-Held vor vier Jahren, ohne Mario Götze wäre Deutschland 2014 (vielleicht) nicht Weltmeister geworden. Umso größer war die Überraschung bei manchen Fans, dass ausgerechnet er von Joachim Löw nicht für das – wie wir heute wissen, gescheiterte – Projekt „Titelverteidigung“ auserkoren worden war. Den Spieler selbst traf die Entscheidung des Bundestrainers allerdings nicht vollkommen unvorbereitet, wie er im Interview mit der Welt am Sonntag verriet.

Einen Tag vor der Öffentlichkeit erfuhr Mario Götze von seiner Nichtnominierung. Während der eine oder andere Außenstehende beim Blick auf den finalen DFB-Kader seinen Augen kaum trauen wollte, hatte sich der BVB-Star bereits Wochen zuvor insgeheim darauf einstellen können. „Ich hatte auch schon vorher ein bestimmtes Gefühl. Als ich Ende März nicht für die Länderspiele gegen Spanien und Brasilien nominiert wurde, habe ich mir gedacht: Es könnte so kommen. Von daher war es für mich nicht komplett überraschend“, sagte Götze.

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„Hart war es trotzdem“

Dennoch macht der Torschütze des WM-Finales von 2014 keinen Hehl daraus, dass er die Nachricht erst einmal verdauen musste. „Hart war es trotzdem“, erklärt der 26-Jährige. Zumal diese Erfahrung für ihn komplett neu war, da „ich – seit ich 18 Jahre bin – immer bei der Nationalmannschaft war und dort sehr viele positive Erlebnisse hatte“. Einen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, sah Götze jedoch nicht: „Nun gab es eine neue Situation. Aber ich musste mich damit abfinden, so etwas gehört leider dazu. Daran muss ich wachsen. Ich muss es als ein Erlebnis akzeptieren, das mir dabei helfen kann, die Zukunft anzugehen und die nächste Stufe zu erreichen.“

Götze spricht aber nicht nur über sein persönliches WM-Aus, sondern auch über das seiner Nationalmannschaftskollegen. Im Gegensatz zu seiner Nichtnominierung war das Scheitern der DFB-Elf in der Vorrunde für ihn schon eine faustdicke Überraschung: „Ich bin fest davon ausgegangen, dass wir sehr weit kommen. Denn die Jahre zuvor hatten wir es ja auch immer geschafft. Nach dem Sieg über Schweden habe ich gedacht: Ja, jetzt sind sie in der Spur.“

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Die Mechanismen des Fußballs können Götze nicht mehr schocken

Heute wissen wir: Es sollte alles ganz anders kommen. Die Mannschaft von Löw blamierte sich in Russland bis auf die Knochen. Medien und Fans ließen ihrem Unmut in der Folge freien Lauf – von Enttäuschung bis hin zu Hohn und Spott war alles mit dabei. Auch diese harte Kritik am Auftreten der Nationalelf traf Götze nicht aus dem Nichts: „Ich bin jetzt schon ein paar Jahre dabei, kann das ganz gut einordnen. Fußball ist ein Ergebnissport. Wenn du ins Halbfinale oder Finale kommst, ist alles gut. Dann wird nicht mehr daran gedacht, dass wir beispielsweise 2014 auch unsere Probleme in der Vorrunde hatten. Aber wenn wir trotz unserer Qualität in der Vorrunde ausscheiden, dann heißt es: Es ist alles schlecht, wirklich alles. Das sind die gewohnten Mechanismen, das schockt mich nicht.“

Mario Götze scheint sich sowohl mit seinem als auch mit dem WM-Aus der DFB-Elf abgefunden zu haben. Der Dortmunder richtet seinen Blick nach vorn – auf die neue Saison unter dem neuen Trainer Lucien Favre. Auch wenn das Team noch nicht lange mit dem Schweizer zusammenarbeitet, konnte Götze bereits einen (durchaus positiven) Eindruck gewinnen: „Er ist sehr detailversessen, und er tut uns gut. Seine Trainingseinheiten sind sehr intensiv, seine Analysen sehr genau. Er spricht alles an und erklärt uns seine Vorstellungen von Defensivarbeit und Offensivverhalten, von Ballbesitz- und Konterspiel.“

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