26. Juli 2018 / 23:25 Uhr

Cacau: Özil hat das mit dem Erdogan-Foto anscheinend bewusst getan

Cacau: Özil hat das mit dem Erdogan-Foto anscheinend bewusst getan

Redaktion Sportbuzzer
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Mesut Özil spielte schon gemeinsam mit Cacau (r.) für die deutsche Nationalmannschaft. 
Mesut Özil spielte schon gemeinsam mit Cacau (r.) für die deutsche Nationalmannschaft.  © imago sportfotodienst
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Der Brasilianer Cacau war selbst deutscher Nationalspieler und arbeitet inzwischen für den DFB als Integrationsbeauftragter. In einem Interview kritisiert er die Äußerungen von Mesut Özil. 

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Fußballstar Mesut Özil spielt nicht länger für die deutsche Nationalmannschaft. Ausschlaggebend dafür war die Affäre um sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Am Sonntag verkündete Özil seinen Rücktritt per Twitter und teilte zudem ordentlich aus.

"Ehrlich gesagt, war ich schockiert über Mesuts Aussagen zum Abschied. Das war sehr hart und brutal", sagt Cacau im Interview mit der Bild. Der Brasilianer ist seit November 2016 der Integrationsbeauftragte des DFB.

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Er könne den Rassissmus-Vorwurf Özils nicht verstehen, so der 23-malige Nationalspieler: "Kritik ist nicht gleich Diskriminierung oder Rassismus. Wenn ich kritisiert werden und sage dann, das passiert nur, weil ich Brasilianer und dunkelhäutig bin, dann ist das nicht korrekt und erwachsen."

Cacau weiter: "Das Erdogan-Foto hatte eine politische Aussage, auch wenn das Mesut anders beurteilt. Als es dann im Anschluss rassistische Aussagen aus der Bevölkerung gab, muss man natürlich massiv zusammen dagegen vorgehen. Aber auf jeden Fall ist der Rassismus-Vorwurf gegen den DFB einfach falsch.“

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Besonders brisant ist aber eine andere Aussagen aus dem Interview. Cacau verteidigte Özil lange, doch er informierte sich nun auch über die Hintergründe.

Cacau: "Ich habe damals auch gesagt, dass man einen Spieler nicht wegen eines Fehlers komplett infrage stellen kann. Allerdings habe ich jetzt mehr Hintergrundwissen und muss sagen, dass er das mit dem Foto anscheinend bewusst getan hat."

Alles in allem sieht der Deutsch-Brasilianer die Integrationsarbeit im Fußball durch die Affäre aber nicht gefährdet: "Ein Spieler, der in Deutschland geboren ist und 92 Länderspiele gemacht hat, muss nicht mehr von mir integriert werden. Für mich geht es darum, dass Integrationsarbeit an der Basis gut läuft. Und das tut sie."

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