07. Januar 2018 / 17:47 Uhr

Can Blümel schießt Tur Abdin zum Turniersieg

Can Blümel schießt Tur Abdin zum Turniersieg

Ralf Kilian
SV Baris
Mert Caki und der SV Baris konnten sich beim eigenen Turnier nicht durchsetzen und schieden als Gruppenletzter aus. © Ingo Möllers
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32. Friedens- und Freundschaftsturnier: Gastgeber Baris schon früh ausgeschieden

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Das 32. Friedens-und Freundschaftsturnier des SV Baris ist am Ende zu einer One-Man-Show geworden: Mit vier Finaltreffern schoss Spielmacher Can Blümel den SV Tur Abdin Delmenhorst zum 5:1-Endspielsieg gegen die zweite Mannschaft des VfB Oldenburg und holte sich zudem den Torjägerpokal. Blümels teilweise sehenswerte Treffer waren ein guter Abschluss eines Hallenturnieres, das allein schon aufgrund der Bemühungen des SV Baris Delmenhorst mehr Resonanz verdient gehabt hätte.

Es waren wohl kaum 100 Zuschauer, die sich an diesem Sonnabend in der Stadionhalle verloren. Vermutlich deshalb, weil der Veranstalter mit Rot-Weiß Hürriyet und Abdin nur zwei Delmenhorster Vereine für sein Turnier begeistern konnte. „Wir haben noch einige andere Delmenhorster Klubs angefragt, doch leider haben sie aus verschiedenen Gründen abgesagt. Jahn und DTB zum Beispiel aufgrund ihrer vielen Verletzten. Wir hätten gerne mehr Zuschauer gehabt“, bedauerte Baris-Trainer Önder Caki. Im nächsten Jahr will Baris versuchen, sich weiter auf Bezirksebene zu öffnen. „Die Cloppenburger haben zum Beispiel signalisiert, auch 2019 gerne wieder dabei zu sein“, blickte Caki voraus.

Die anwesenden Zuschauer konnten immerhin 61 Treffer (ohne Neunmeter) in den 15 Partien bejubeln. Allerdings oft zum Nachteil der Delmenhorster, denn Baris war nach zwei 1:4-Pleiten gegen die SV Hemelingen und den TSV Grolland schon früh aus dem Rennen. „Uns sind viele Hallenspezialisten verletzungsbedingt ausgefallen“, erklärte Önder Caki, dessen Mannschaft immerhin von den Kontrahenten mit dem Fairnesspokal ausgezeichnet wurde. Auch Hürriyet war nach zwei Niederlagen (0:1 gegen ATS Buntentor, 1:5 gegen Abdin) schon ausgeschieden, bevor ein achtbares 1:1 gegen die Zweite des VfB Oldenburg gelang. „Trotzdem hat es Spaß gemacht. Wir haben etwas rotiert, weil wir am Sonntag noch ein Turnier absolvieren. Aber ich freue mich, dass wir heute unsere beiden Neuzugänge Hilmi Yavuzcan (von KSV Hicretspor, Anm. d. Red.) und Yusa Baltaci (von TV Jahn, Anm. d. Red.) dabei hatten“, freute sich RWH-Coach Mete Döner.Den schwachen Delmenhorster Einstieg ins Turnier komplettierte Tur Abdin mit einem 1:2 gegen den späteren Finalgegner aus Oldenburg. Doch dann kam die Kombinationsmaschine des Bezirksligisten so langsam in Gang. Mit 5:1 gegen Hürriyet und 4:1 gegen Buntentor machte die von Christian Stark gecoachte Mannschaft den Gruppensieg perfekt. Im Halbfinale gegen die U23 des TV Cloppenburg machten es die Aramäer nach zwei Treffern von Josef Kaya und Christopher Demir beim 2:1 unnötig spannend, im Tor musste Altmeister Yüksel Aslan mit zwei Glanzparaden den Finaleinzug retten, als er Schüsse der Cloppenburger noch an Pfosten und Latte lenkte. Das zweite Semifinale entschied der VfB II gegen Hemelingen nach 2:0-Führung und 2:2-Endstand mit 3:1 im Neunmeterschießen für sich.

Im Finale musste Abdin zunächst einen Rückstand hinnehmen, bis Can Blümel aufdrehte: Zum 1:1 schlenzte der 25-Jährige den Ball in den linken Winkel, das 3:1 gelang dem Linksfuß per 20-Meter-Schuss in die rechte untere Ecke und das 4:1 war ein Solo aus der eigenen Hälfte. Zwischenzeitlich hatte Josef Kaya das 2:1 besorgt. Für diese vier Treffer benötigten Blümel und Co. nur etwas mehr als zwei Minuten. Durch sein insgesamt fünftes Turniertor sicherte Blümel seiner Mannschaft nicht nur den Turniersieg, sondern holte sich auch noch die Torjägerkanone.

„Für uns war das eher ein Spaßturnier, die Mannschaft hat die Aufstellung weitestgehend selbst gemacht. Im Finale haben wir unser bestes Spiel gezeigt“, lobte Abdin-Betreuer Christian Stark seine Mannschaft. Fast hätte man mit Yüksel noch den besten Torwart gestellt, doch in einer knappen Abstimmung setzte sich letztlich VfB-Keeper Nicolai Schöneich durch. Besonders geehrt wurden abschließend die Schiedsrichter Öztan Tan und Frank Dobroschke, die die Partien problemlos leiteten.

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Das Friedensturnier in der Stadionhalle eröffneten die Aktiven mit dem Begrüßungs-Halay, dem Nationaltanz der Türkei. Dabei haltzen sich die Akteure an den Händen und bilden einen Kreis. © Ingo Möllers
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Ergebnisse:​

Gruppe A: SV Baris – SV Hemelingen    1:4, TSV Grolland – BV Cloppenburg U23    3:4,  SV Baris – TSV Grolland    1:4,  SV Hemelingen – BV Cloppenburg U23    3:1, SV Hemelingen – TSV Grolland    2:2, BV Cloppenburg U23 – SV Baris    2:2

Tabelle

1. SV Hemelingen             9:4/ 7

2. BV Cloppenburg U23   7:8/ 4

3. TSV Grolland                9:7/ 4

4. SV Baris                       4:10/1

(Cloppenburg weiter aufgrund des direkten Vergleichs gegen Grolland)

Gruppe B: VfB Oldenburg II – SV Tur Abdin    2:1, ATS Buntentor – RW Hürriyet    1:0, VfB Oldenburg II – ATS Buntentor    1:1, SV Tur Abdin – RW Hürriyet    5:1, SV Tur Abdin – ATS Buntentor    4:1, RW Hürriyet – VfB Oldenburg II    1:1

Tabelle

1. SV Tur Abdin         10:4/6

2. VfB Oldenburg II    4:3/5

3. ATS Buntentor       3:5/4

4. RW Hürriyet           2:7/1

Halbfinale

SV Hemelingen – VfB Oldenburg II    3:5 (2:2) n.N.

BV Cloppenburg U23 – SV Tur Abdin    1:2

Neunmeterschießen um Platz 3

SV Hemelingen – BV Cloppenburg U23    4:3

Finale

VfB Oldenburg II – SV Tur Abdin    1:5

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