30. August 2018 / 08:03 Uhr

Carlo Ancelotti erklärt: Deshalb wurde ich beim FC Bayern entlassen

Carlo Ancelotti erklärt: Deshalb wurde ich beim FC Bayern entlassen

Redaktion Sportbuzzer
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Trainer Carlo Ancelotti wurde nach etwas mehr als einem Jahr beim FC Bayern München wieder entlassen. Jetzt äußert sich der Coach über die Gründe.
Trainer Carlo Ancelotti wurde nach etwas mehr als einem Jahr beim FC Bayern München wieder entlassen. Jetzt äußert sich der Coach über die Gründe. © imago/Team 2
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Jetzt spricht der Ex-Trainer des FC Bayern München. In einem Interview hat sich Carlo Ancelotti, aktuell Trainer des SSC Neapel in Italien, über die Umstände seiner Entlassung beim FCB geäußert. Der Konflikt mit den Bayern-Bossen sei unüberbrückbar gewesen.

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War er eines der größten Trainer-Missverständnisse in der Geschichte des FC Bayern München? Carlo Ancelotti gewann mit dem FCB im Jahr 2017 zwar souverän die Deutsche Meisterschaft - international blieb der heute 59-Jährige angesichts seiner Vita (dreifacher Champions-League-Sieger als Coach) deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nach einem 2:2 in der Liga gegen den VfL Wolfsburg und einer deftigen 0:3-Niederlage gegen Paris St.-Germain musste der Italiener nach 16 Monaten den FC Bayern wieder verlassen. Jetzt spricht der Coach über seine Bayern-Entlassung.

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So groß waren die Differenzen mit den Bayern-Bossen

Gegenüber dem Streaming-Sender DAZN schildert der heutige Trainer des SSC Neapel, dass die Differenzen zwischen ihm und den Bayern-Verantwortlichen um Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic zu groß gewesen seien. Er habe einen Umbruch einleiten wollen - den die Chefs nicht mitgehen wollten: "Ich denke, es gab ein Philosophie-Problem. Sie wollten die Dinge nicht verändern, aber ich habe es getan", sagte Ancelotti. Unter anderem ließ er beim wichtigen Spiel in Paris überraschend Mats Hummels, Jerome Boateng, Franck Ribery und Arjen Robben nicht von Beginn an spielen.

Wohl auch aufgrund des Drucks der Spieler entließ der FC Bayern Ancelotti kurz darauf und holte Triple-Sieger Jupp Heynckes im Alter von 72 Jahren aus dem Ruhestand. Hoeneß bezeichnete die Leistung der Bayern in Paris später im Kicker als "katastrophal und überhaupt nicht unseren Ansprüchen angemessen, also war es dringend notwendig, einen Trainer zu finden, der die Sache stabilisieren und zu einem guten Ende bringen würde". Heynckes gewann den Bundesliga-Titel, verpasste aber den Einzug ins Champions-League-Finale und verlor im Pokal-Endspiel gegen Eintracht Frankfurt.

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Ancelotti sah die Lage nicht als dramatisch an

Ancelotti sah dagegen die Bayern gar nicht so schlecht wie die Bosse: "Die Dinge sind nicht schlecht gelaufen, wir haben die meisten Spiele im September gewonnen", so seine Verteidigung. Außerdem sei es seine Art gewesen, nicht auf die Namen der Spieler zu achten, sondern auf ihre Fähigkeiten: "Natürlich hat jeder Trainer seine eigenen Ideen. Das Wichtigste ist es, die Charakteristiken der Spieler einzubeziehen und daraus das Spielmodell zu erarbeiten, nicht andersherum." Die Bayern haben es offenbar anders gesehen.


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