SVB-Trainer Cem Efe. SVB-Trainer Cem Efe. © Mirko Jablonowski
SVB-Trainer Cem Efe.

Cem Efe: "Ein Teil meines Herzens wird immer hier bleiben" - Abschiedsinterview im Video

Regionalliga Nordost: Der Trainer bestreitet bei Babelsberg sein letztes Spiel an der Seitenlinie und blickt zurück.

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Der Abschied fällt ihm schwer. Wehmut kommt auf. Beim Blick in das Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion kommen bei Cem Efe viele Erinnerungen an die letzten fünf Jahre, in denen er an der Seitenlinie des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03 stand, hoch. Samstagnachmittag (13.30 Uhr) endet die Zeit des 38-Jährigen beim SVB mit dem Heimspiel gegen den VfB Auerbach. Im Vorfeld der Abschiedsvorstellung lässt der A-Lizenz-Inhaber, mit dem der dienstälteste Coach der Regionalliga Nordost aufhört, die Highlights der vergangenen Jahre Revue passieren und wirft zudem einen Blick in die Zukunft.

Sein Abschied: „Es ist schon nicht so einfach, wenn man hier fünf Jahre tagtäglich auf dem Platz stand. Das Stadion ist mittlerweile mein Wohnzimmer. Ich habe hier sehr gute Erinnerungen gesammelt und ganz tolle Menschen kennengelernt.Von daher ist dieser Abschied ein schwieriger. Aber ich gehe in Wirklichkeit gar nicht – ein Teil meines Herzens wird immer hier bleiben.“

Das Besondere am SVB: „Die familiäre Atmosphäre. Die Leute können aufeinander zugehen und gehen sehr, sehr ehrlich miteinander um.“

Der schönste Sieg: „Wir hatten viele tolle Geschichten, gerade erst vor zwei Wochen gegen Cottbus. Das war für den Verein, die Region ein tolles Ergebnis. Aber ich glaube, dass Highlight war das Pokalfinale gegen Luckenwalde, wodurch wir die Qualifikation für den DFB-Pokal geschafft haben. Wir haben im Derby ganz souverän gewonnen.“

Cem Efe: Die Nulldrei-Bilanz

Die bitterste Niederlage: „Eigentlich tut jede Niederlage weh. Man muss damit umgehen. Im ersten Regionalligajahr die Niederlage in Meuselwitz am letzten Spieltag hat aber unheimlich runtergezogen.“

Der beste Spieler: „Da muss ich ganz klar Süleyman Koc nennen. Er war mit Abstand der Stärkste von allen. Wegen seiner Willensstärke, seiner Mentalität, seiner Physis – aber auch der Menschlichkeit innerhalb des Teams.“

Die Brandrede gegen Rassismus: „Im Spiel gegen Cottbus hat man ja gesehen, dass sich nichts geändert hat. Ich glaube, dass die Botschaft zwar angekommen ist, aber keiner hat das verinnerlicht. Ich habe versucht, klar zu benennen, dass wir in der goldenen Generation, in der wir leben, füreinander da sein, Werte aufrecht erhalten und ein gutes Miteinander haben sollten. Aber ich sehe immer wieder, dass gewisse Leute nichts davon gelernt haben.“

Die Zukunft des Vereins: „Wir haben die Messlatte schon ein bisschen hochgeschraubt. Ich wünsche mir, dass das in der Zukunft weiter aufrecht erhalten wird. Dass wir weiter attraktiven Fußball spielen. Dass die Leute, die hier her kommen, für das Geld, das sie bezahlen, etwas geboten bekommen. Ich habe immer gesagt, dass ich dem Verein die 3. Liga wünsche. Das muss das Ziel sein. Wie schnell das kommt, kann ich nicht beurteilen. Mit Blick auf die nächste Saison wünsche ich Almedin Civa und der Mannschaft – die eine sehr junge Mannschaft ist – alles, alles Gute.“

Sein weiterer Werdegang: „Es gibt schon ein paar Ideen, aber man sollte die Sachen immer beim Namen nennen können und das kann ich im Moment noch nicht. Von daher ist es für mich sehr wichtig, dass ich erstmal nach Hause gehe, abschalte, im Garten sitze, mich mit den Kindern beschäftige und etwas für die Familie tun kann – um dann mit der nächsten Aufgabe Vollgas geben zu können.“

Region/Brandenburg SV Babelsberg 03 SV Babelsberg 03 (Herren) Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) SV Babelsberg 03-VfB Auerbach (20/05/2017 15:30) Kreis Havelland

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