21. April 2018 / 17:23 Uhr

Champions League ade? : Derbe Klatsche für RB Leipzig im Verfolgerduell

Champions League ade? : Derbe Klatsche für RB Leipzig im Verfolgerduell

Anne Grimm
RB Trainer Ralph Hasenhüttl ist in Anbetracht der Leistung seines Teams gegen die TSG 1899 Hoffenheim der Verzweiflung nahe. 
RB Trainer Ralph Hasenhüttl ist in Anbetracht der Leistung seines Teams gegen die TSG 1899 Hoffenheim der Verzweiflung nahe.  © Christian Modla
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RB Leipzig wird im Heimspiel von Hoffenheim vorgeführt: Drei Gegentore in den ersten 45 Minuten, die zweite Halbzeit nach Roter Karte an Emil Forsberg in Unterzahl. Das Hasenhüttl-Team hat die Chance auf die Königsklasse nun so gut wie verspielt.

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Leipzig. Das Ziel Champions League ist für RB Leipzig nach einer blamablen Vorstellung in ganz weite Ferne gerückt: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl geht am Samstagnachmittag im Verfolgerduell mit 2:5 (0:3) gegen die TSG Hoffenheim unter und rutscht auf den sechsten Tabellenplatz ab. Nach der 0:4-Klatsche im Hinspiel folgt im eigenen Stadion vor 41.780 Zuschauern mit 2:5 erneut eine empfindliche Pleite.

Das Debakel nimmt früh seinen Lauf: Zwei individuelle Leipziger Fehler führen zu den ersten beiden Gegentreffern. Hoffenheims Mark Uth nutzt einen Patzer von RB-Keeper Gulacsi und staubt zum 1:0 ab (14.). Serge Gnabry trifft nach einem verloren Zweikampf von Willi Orban zum 2:0 (35.). Noch vor der Pause erhöhen die Gäste mit einem Hammer von Pavel Kaderabek auf 3:0 (45.).

Im zweiten Durchgang sieht Emil Forsberg wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte (47.). In Unterzahl lässt Naby Keita beim 1:3 (59.) Hoffnung aufkeimen. Die erstickt Hoffenheims Stürmer Uth nur Sekunden später beim 1:4 (59.). Der eingewechselte Lukas Rupp netzt zum 1:5 ein. Dayot Upamecano erzielt kurz vor Schluss das 2:5.

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Ralph Hasenhüttl resümierte im Anschluss: „Der Knackpunkt war, dass wir in der Anfangsphase kein Tor machen. Vielleicht wäre es dann in die andere Richtung gelaufen. Wir wussten natürlich, dass Fehler hinten sofort bestraft werden auf dem Niveau. Es waren zu viele eigene Fehler, die dafür gesorgt haben, dass wir mit 0:3 in die Halbzeit sind. In der zweiten Halbzeit war das Spiel mit einem Mann weniger schnell gelaufen.“ Sein Gegenüber Julian Nagelsmann meinte: „Es war ein ziemlich kurioses Spiel. Schwer zu greifen. Wir haben die ersten 30 Minuten Probleme gehabt, weil Leipzig sehr gut war. Zwei entscheidende Ballgewinne haben wir zu den ersten beiden Toren genutzt. In der zweiten Halbzeit hat mir unser Auftritt besser gefallen, aber es wurde aufgrund der Überzahl auch leichter. Trotzdem musst du erstmal fünf Tore schießen.“

Lookman in der Startelf

Ralph Hasenhüttl wechselt im Vergleich zum Spiel in Bremen in der Startelf auf drei Positionen. Lukas Klostermann, Bruma und Ademola Lookman, der gegen Werder das Tor zum 1:1 erzielte, beginnen für Dominik Kaiser, Kevin Kampl und Yussuf Poulsen. Naby Keita und Dayot Upamecano sitzen nach ihren Verletzungen immerhin auf der Bank.

Der RB-Coach wählt ein 4-3-3, wie in der zweiten Halbzeit vergangenen Sonntag gegen Bremen. Die Stimmung im fast ausverkauften Leipziger Stadion bei sommerlichen Temperaturen ist prächtig – auch der zuletzt beim Montagsspiel zerstrittene Fanblock präsentiert sich wieder als Einheit.

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Nach zehn Minuten ist Klostermann auf der rechten Seite durch – doch er traut sich trotz guter Position nicht selbst abzuschließen. Sein Ableger verfehlt Werner. Nun ist Tempo im Spiel, Demme scheitert an Hoffenheims Keeper Baumann.

0:1 nach Gulacsi-Patzer

Doch die Führung erzielt Hoffenheim – Gulacsi rutscht ein Schuss von Schulz durch die Arme, der Ball landet vor den Füßen von Uth, der schneller als Bernardo reagiert und den Ball über die Linie schiebt.

Die Hausherren sind unbeeindruckt. Bruma trifft nach 24 Minuten das Außennetz. Lookman scheitert nach Traumpass von Konate im Eins zu Eins an TSG-Keeper Baumann. Der Ausgleich liegt in der Luft. Lookman ist als stetiger Unruheherd in der gegnerischen Hälfte unterwegs.

0:2 nach Fehler von Orban

Doch die Gäste erhöhen wie aus dem Nichts auf 2:0. Das Tor geht auf die Kappe von Orban. Leipzig spielt hinten raus, der RB-Kapitän lässt sich von Uth den Ball abnehmen, der Hoffenheimer steckt durch auf Amiri, der auf Gnabry weiter leitet. Der Torschütze hat viel Platz, behält gegen Gulacsi die Nerven und legt den Ball am Schlussmann vorbei.

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Noch vor der Pause bauen die Gäste ihre Führung weiter aus. In Ballbesitz schalten sie schnell um. Uth wird auf der linken Seite freigespielt, geht ein paar Meter und bringt den Ball vors Tor. Kaderabek ist eingelaufen und hämmert den Ball aus fünf Metern in die Maschen.

Rote Karte für Forsberg

Hasenhüttl muss reagieren, bringt im zweiten Durchgang mit Augustin und Keita zwei frische Offensivkräfte. Doch der nächste Rückschlag folgt sofort: Emil Forsberg sieht in der 47. Minute die Rote Karte. Nach einem taktischen Foul von Grillitsch verliert Forsberg, der vom Gegenspieler gehalten wird, die Nerven und schlägt mit seinem Arm nach hinten. Dafür geht er vom Platz.

Keita lässt mit seinem Treffer in Unterzahl zum 1:3 Hoffnung aufkeimen – die wird nur Sekunden später im Keim erstickt. Kramaric flankt von rechts rein, Gulacsi und Klostermann segeln unter dem Ball durch, am langen Pfosten muss Uth nur noch den Kopf hinhalten.

Der eingewechselte Rupp erhöht für die Gäste auf 5:1. Einige Zuschauer singen trotzdem weiter, andere verlassen bereits 20 Minuten vor Schluss das Stadion. Dayot Upamecano erzielt kurz vor Schluss das 2:5.

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Statistik

RBL: Gulacsi - Klostermann, Konate, Orban (61. Upamecano), Bernardo – Ilsanker (46. Keita), Demme, Bruma (46. Augustin) – Forsberg (Rot, 47.) , Werner,  Lookman

TSG: Baumann - Akpoguma, Vogt (C), Hübner (46. Nordtveit) - Kaderabek, Amiri, Grillitsch (55. Demirbay), Schulz - Kramaric, Uth, Gnabry (54. Rupp)

Tore: 0:1 Uth (14.), 0:2 Gnabry (35.); Kaderabek 0:3 (45.), Keita 1:3 (59.), 1:4 Uth (59.), 1:5 Rupp (64.), 2:5 Upamecano (88.)  

Zuschauer: 41.780

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