11. September 2018 / 14:32 Uhr

Chancenwucher kostet KSV Hicretspor zwei Punkte

Chancenwucher kostet KSV Hicretspor zwei Punkte

Ralf Kilian
Harun Yildiz (am Ball) flog gegen Hude mit Gelb-Rot vom Platz.
Harun Yildiz (am Ball) flog gegen Hude mit Gelb-Rot vom Platz. © INGO MOELLERS
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1. Kreisklasse: Delmenhorster kommen gegen den FC Hude II nicht über ein 1:1 hinaus

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Erneut hat es für den KSV Hicretspor Delmenhorst in der 1. Fußball-Kreisklasse nur zu einem 1:1 gereicht. Eine Woche nach dem vermeidbaren Punktverlust bei den SF Wüsting teilte sich der Titelanwärter auch mit der Reserve des FC Hude die Punkte. „Wir treffen das Tor einfach nicht“, schüttelte Trainer Timur Cakmak den Kopf über viele vergebene Möglichkeiten. Ebenso wenig erfreut war Cakmak über die Flut an Gelben Karten, die Schiedsrichter Michael Koch gegen seine Mannschaft verhängte. „Vor dem Spiel hatten wir nur sechs Gelbe Karten in fünf Spielen. Und heute plötzlich sieben Karten in einem Spiel. Da stimmt doch was nicht.“ Zwei der Verwarnungen gingen an Kapitän Harun Yildiz, der sich nach dem Abpfiff in Ironie versuchte, Koch „danke“ sagte und dafür die Ampelkarte bekam.

Auch Hude sah in Halbzeit eins in einem zwar umkämpften, aber nicht unfairen Spiel drei Gelbe Kartons. Der Fußball geriet dadurch zunehmend in den Hintergrund. Dabei hatte die Partie toll begonnen. Hicretspor hatte erstmals alle Mann an Bord. „Wir sind 18 Mann beim Training, heute musste ich sogar ein paar Spieler aus dem Kader streichen“, beklagte Cakmak zunächst nur Luxusprobleme. Fast hätte er jedoch schon nach zwei Minuten den ersten Dämpfer hinnehmen müssen, als Hudes Roberto Elia nach einem Ballverlust im Aufbau aus 30 Metern das leere Tor verfehlte.

Hicretspor antwortete so kurios wie schön: Ein Eckball von Izzet Saglam war zunächst abgewehrt worden, doch Saglam bekam noch eine zweite Chance. Emre Hitaloglu nahm die Hereingabe volley, schoss damit aber nur seinen Mitspieler Germain Martens ab. Der Abpraller kam erneut zu Hitaloglu und Hicrets Innenverteidiger legte sich quer in die Luft, um den Ball per Seitfallzieher in den linken Winkel zu jagen (6.). Der Jubel hielt jedoch nur eine Minute, dann wurde Hudes Christian Nordbruch geschickt. Seine Hereingabe brauchte der völlig vereinsamte Elia aus fünf Metern nur noch zum 1:1 einzuschieben.

Weitere zwei Minuten später wurde Martens von seinem Gegenspieler Tjark Eggers an der Strafraumkante abgegrätscht, doch Kochs Pfeife blieb stumm. Die aufkommenden Diskussionen waren vermutlich der Auslöser für eine völlig zerfahrene Fortsetzung in der ersten Halbzeit. Hudes Dominic Brumund hatte noch eine gute Einschusschance (12.), danach regnete es nur noch Karten. Insgesamt sieben (4:3 für Hicretspor) bis zum Halbzeitpfiff, davon hätte der Schiedsrichter auf einige durchaus verzichten können. Erst ab der 35. Minute gab es auch wieder Torszenen zu bestaunen. Saglam legte dreimal gut für seinen Sturmpartner Martens auf, doch entweder strich der Ball knapp vorbei oder Torwart Patrick Ruge war zur Stelle.

„In der zweiten Halbzeit war Hicretspor dann klar feldüberlegen“, gestand Hudes Coach Bengin Barispek. Es wurde jetzt wieder Fußball gespielt, doch der Ball wollte nicht über die Linie. „Schon gegen Wüsting haben wir viele Chancen vergeben, das war heute ähnlich“, klagte Cakmak. Hude hätte durch Roberto Elia den Lucky Punch setzen können, in letzter Sekunde beklagte Barispek noch einen aus seiner Sicht zu Unrecht wegen Abseits abgepfiffenen Angriff. Ein Auswärtssieg wäre zu diesem Zeitpunkt aber sehr glücklich gewesen. Denn besonders Martens verpasste mehrfach den Siegtreffer. „Das waren fünf Tausendprozentige. Aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles versucht“, sagte Cakmak abschließend. Gespielt wurde übrigens wegen des überfüllten Stadions an der Schanzenstraße, an gleicher Stelle trifft Hicretspor am kommenden Sonntag auf den Delmenhorster BV.

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