11. Juli 2018 / 19:15 Uhr

"Charakterschwach, den Verein zu verlassen": FC Springe vor schwieriger Saison

"Charakterschwach, den Verein zu verlassen": FC Springe vor schwieriger Saison

Alexander Flohr
Ricardo Diaz Garcia sieht schwierige Zeiten auf sich und sein Team zukommen.
Ricardo Diaz Garcia sieht schwierige Zeiten auf sich und sein Team zukommen. © Rico Person (Archiv)
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Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga gab es den großen Aderlass beim FC Springe: Elf Spieler haben den Verein verlassen, im Gegenzug kamen sechs Neuzugänge. Daher stapelt Trainer Díaz García nicht ganz zu Unrecht tief, wenn er den Klassenerhalt als Saisonziel ausgibt.

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„Unser Ziel ist nur der Klassenerhalt“, sagt Springes Trainer Ricardo Díaz García etwas überraschend nach dem Abstieg seines Teams aus der Bezirksliga. Während der TSV Kirchdorf, der ebenfalls aus dem Bezirk abgestiegen ist, unter die Top fünf der Kreisliga kommen will, stapelt man beim FC Springe ganz tief. Zu Unrecht? Nicht ganz.

Elf Spieler haben den Verein verlassen. Mark Jeske, Luca Könecke (beide FC Eldagsen), Devien Niemeyer (TSV Nettelrede), Semih Candir, Tolgar Candir (FC Preußen Hameln), Lukas Rüter (VfB Eimbeckhausen), Vincent Blume (ein Jahr Auslandsaufenthalt), Igor Jurveciv, Serge Ntakpe, Pedro Diaz und Novak Sogan (Ziel unbekannt) werden nicht mehr für den FC auflaufen. 

Dem gegenüber haben die Springer mit Sebastian Weber (OSV Hannover), Ugur Özdemir (SV Ahlem), Ousmane Tembely (Victoria Braunschweig), Tom Alt, Jan Buchholz (A-Jugend) und Keanu Hasio (2. Herren) zwar immerhin sechs Neuzugänge vermelden können. Doch wirklich zufrieden ist Diaz García damit nicht: „Wir haben Qualität verloren und konnten diese nicht mit Personal ausgleichen. Es wird ein harter Prozess. Jeder ist nun gefordert, Verantwortung zu übernehmen.“

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Springe vor Findungsjahr

Gegen jene Spieler, die den Verein verlassen haben, richtete der Coach noch ein paar Abschiedsworte: „Meiner Auffassung nach ist jeder in der Pflicht, das Team zurück in die Bezirksliga zu führen“, sagt er. „Es ist charakterschwach, den Verein in so einer Situation den Rücken zu kehren.“

Wirklich Zeit für den Blick zurück bleibt ihm indes nicht. Den 15-Mann-Kader, der durch A-Jugendliche ergänzt werden soll, muss er in den kommenden Wochen auf die anstehende Kreisliga-Saison vorbereitet werden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. „Einerseits wollen wir unsere jungen Spieler an das Körperliche und Taktische gewöhnen“, sagt er. „Andererseits müssen wir das nun als Findungs-Jahr sehen, um eine neue Gemeinschaft zu schaffen.“

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Kurz- und langfristige Ziele

Neben der sportlichen Entwicklung sei also auch die Ausrichtung neben dem Platz wichtig. Als kurzfristige Ziele haben die Verantwortlichen einheitliche Trainingskleidung und ein Trainingslager im Februar visiert. Daneben setze sich die Mannschaft für eine eigene Kabine, einen Bus für Auswärtsfahrten und einen Kunstrasenplatz ein. „Das sind langfristige Ziele. Wir wollen Ideen anschubsen und Chancen zur Veränderung bieten“, sagt Díaz García. Im Idealfall würde er dann im Juni 2019 vielleicht sogar schon den Klassenerhalt mit seiner Truppe in der neuen, eigenen Kabine feiern. Doch der Springer Übungsleiter weiß: „Es wird eine ganz harte Saison. Wer denkt, eine Klasse tiefer wird kein Fußball gespielt, der hat keine Ahnung.“

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