12. August 2018 / 18:53 Uhr

Chemie Leipzig holt sich die Oberliga-Tabellenführung

Chemie Leipzig holt sich die Oberliga-Tabellenführung

Frank Müller
Manuel Wajer im Zweikampf: Er machte auch das 1:0 für die BSG Chemie.
Daniel Heinze im Zweikampf. Schließlich hatte Chemie das bessere Ende für sich. © Christian Modla
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Die Leutzscher sichern sich auf der Zielgeraden einen 2:1-Erfolg gegen Einheit Rudolstadt und stehen nach dem zweiten Spieltag an der Spitze der Oberliga Süd.

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Leipzig. Ein Gleichnis machte am Sonntag im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark die Runde – das von der „schweren Geburt“. 2691 Zuschauer wurden sozusagen Zeugen eines  Kaiserschnitts, ehe das 2:1 von Fußball-Oberligist Chemie Leipzig über Einheit Rudolstadt in der Wiege lag. Um im Bild zu bleiben: In der 58. Minute schien die entscheidende Wehe noch eine normale Niederkunft einzuleiten. Linksverteidiger Manuel Wajer eroberte den Ball gekonnt, startete damit den Angriff, den er schließlich höchstselbst mit schönem und überlegtem Linksheber ins Eck abschloss. Dazwischen beteiligten sich Kai Druschky und Daniel Heinze mit präzisen Zuspielen quasi als Kombinations- und Geburtshelfer.

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Doch damit war die Sache keineswegs erledigt. „Wir haben den Gegner wieder aufgebaut, statt nun die sich bietenden Räume zu nutzen“, beklagte Chemie-Trainer Dietmar Demuth. Dennoch fiel der Ausgleich für die wahrlich biederen Thüringer völlig unnötig. Torwart Julien Latendresse-Levesque lief bei einem lang gezogenen Freistoß der Gäste aus seinem Kasten, erwischte den Ball aber nicht. Die so erst mögliche Eingabe nutzte Patrik Schlegel zum 1:1 (71.). Zwischen diesen beiden Toren hatte es Leipziger Chancen fast im Minutentakt gegeben, doch weder Heinze, Druschky noch Alexander Bury verwerteten sie. Letzterer sollte seine entscheidende Rolle aber noch bekommen, genauer gesagt sich nehmen.

Ehe es soweit war, hatte noch einmal Druschky mit tollem Volleyschuss ebenso wie ein Mitspieler, den er im Gewühl traf, schmerzhaft Pech (74.). Im Gegenzug hätte eine bei Andy Wendschuch beginnende Fehlerkette der Chemie-Defensive beinahe gar zum 1:2 geführt. Was allerdings purer Hohn gewesen wäre.

Erleichterung nach dem goldenen Tor

Gut zehn Minuten später folgte Burys besagter Auftritt: Er eroberte auf der linken Angriffsseite mit viel Einsatz sowie etwas Glück den Ball und zog ab (85.). Möglicherweise wäre das Leder auch ohne Mithilfe des Rudolstädters Tim Rühling im Gästenetz gelandet, doch der Unglücksrabe machte das Ding aus Leipziger Sicht sicher. Er wurde praktisch angeschossen, so dass man den Treffer durchaus Bury zugute schreiben kann.

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Gepostet von BSG Chemie Leipzig am Sonntag, 12. August 2018

Die Erleichterung im „AKS“ war greifbar. Wajer, der beste Mann auf dem Platz, sagte nach dem für die Grün-Weißen ja doch noch freudigen Ereignis: „Wir haben es uns selbst schwer gemacht. Die Chancenverwertung war wieder ein Thema. Das zweite 2:1 im zweiten Spiel war dennoch verdient.“ Demuth ist indes klar: „Wir müssen in der Offensive zulegen und mehr Kreativität entwickeln.“

Chemie: Latendresse-Levesque – Wajer, Karau, B. Schmidt, Wendt (75. Böttger) – Wendschuch (75. Böttger) – Keßler (66. F. Schmidt), Heinze, Druschky – Berger (61. Stelmak), Bury. Tore: 1:0 Wajer (58.), 1:1 Schlegel (71.), 2:1 Bury (85.). Z.: 2691.

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