USER-BEITRAG Zukunft im Kunze-Sportpark: Die Meisterelf wird künftig wieder von der BSG Chemie Leipzig gepflegt. © Archivfoto Armin Kühne

Chemie Leipzig wird alleiniger Nutzer im Kunze-Sportpark – Zwangsabstieg der SG Sachsen

Der Vertrag mit Chemie Leipzig sei vorerst auf ein Jahr begrenzt. Unterdessen ist gegen den bisherigen Stadion-Pächterein Insolvenzverfahren eröffnet worden.

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Leipzig. Chemie Leipzig wird in der kommenden Saison eigenverantwortlich den heimischen Alfred-Kunze-Sportpark betreiben. Das bestätigte Frank Dannhauer, Sachgebietsleiter im Amt für Sport, am Montag gegenüber LVZ-Online. „Wir wollen mit der BSG zum 14. Juli einen Nutzungsvertrag unterschreiben“, so Dannhauer. In der Zwischenzeit werde die Stadtverwaltung für die Versorgung des Stadions aufkommen, damit der Trainingsbetrieb reibungslos fortgeführt werden kann.

Der Vertrag mit Chemie Leipzig sei vorerst auf ein Jahr begrenzt. „Wir probieren diese Lösung aus, können danach natürlich auch verlängern“, so der Sportamtssprecher weiter. Chemie werde neben Spiel- und Trainingsbetrieb auch bestimmte Aufgaben im Stadion übernehmen, so beispielsweise die Pflege der Anlage. „Dafür steuern wir dann einen gewissen Zuschuss zu den Betriebskosten bei“, sagte Dannhauer und ergänzte: „Wir wollen niemanden mit dem Betrieb einer Sportanlage überfordern, wir erhoffen uns aber langfristig ruhige und geordnete Verhältnisse.“

300.000 Euro Schulden bei der SG Sachsen – Suche nach neuen Partnern

Unterdessen ist gegen den bisherigen Stadion-Pächter SG Sachsen Leipzig ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Am Montag folgte das Amtsgericht einer entsprechenden Empfehlung der Rechtsanwaltskanzlei Flöther & Wissing. Beim bisherigen Pächter des Kunze-Sportparks fand laut der Insolvenzprüfer drei Jahre lang keine buchhalterische Auswertung statt. „Es gibt nun Verbindlichkeiten in Höhe von 300.000 Euro“, so ein Kanzlei-Sprecher am Montag.

Mit der Eröffnung des Verfahrens verliert die SG Sachsen nun auch ihren Startplatz in der Landesliga, muss trotz sportlichem Nichtabstieg den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten. Ob es hier weitergeht, ist bisher allerdings noch unklar. Ein Teil der Spieler und Trainer Dirk Havel haben den insolventen Grün-Weißen den Rücken gekehrt. „Es gibt aber weiterhin Bemühungen mit anderen Vereinen, vielleicht weiterspielen zu können“, so der Kanzlei-Sprecher gegenüber LVZ-Online. Genaue Angaben zu den Gesprächspartnern ließ er allerdings offen.

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