11. Februar 2019 / 14:10 Uhr

Chemnitzer FC meldete Gespräche mit Vermarkter bei Staatsanwaltschaft

Chemnitzer FC meldete Gespräche mit Vermarkter bei Staatsanwaltschaft

Redaktion Sportbuzzer
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC © firo Sportphoto/ Jürgen Fromme / FIRO/SID
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Seit Anfang Dezember gibt es den Verdacht, dass bei der Regionalliga-Partie zwischen dem SV Babelsberg und der VfB Germania Halberstadt Ende November 2018 versucht wurde, den Ausgang zu manipulieren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Chemnitz/Neuruppin (marxj). Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat bestätigt, dass sie vom Chemnitzer FC im Nachhinein über dessen Gespräche mit einem chinesischen Sportvermarkter informiert worden ist. Der sächsische Regionalligist habe diese Gespräche auch sofort abgebrochen und zusätzlich den Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) in Kenntnis gesetzt. Zuerst hatte die „Magdeburger Volksstimme“ darüber berichtet. „Das Ermittlungsverfahren wurde an die Staatsanwaltschaft Neuruppin abgegeben, da diese Staatsanwaltschaft bereits wegen des Manipulationsverdachts beim Spiel Babelsberg gegen Halberstadt ermittelt und auch eine Schwerpunktzuständigkeit bei Korruptionsanzeigen vorliegt“, sagte Oberstaatsanwältin Ingrid Burghart am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

In Bildern: SV Babelsberg 03 gewinnt am 18. Spieltag der Regionalliga Nordost mit 3:1 gegen Germania Halberstadt.

Ahmet Sagat im Duell mit Halberstadts Philipp Blume (r.). Zur Galerie
Ahmet Sagat im Duell mit Halberstadts Philipp Blume (r.). © Jan Kuppert
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Über die Inhalte der Gespräche zwischen dem CFC und dem Sportvermarkter und daraus möglicherweise entstehende Vorwürfe machte die Chemnitzer Staatsanwaltschaft keine Angaben. Sie verwies für weitere Anfragen auf die Staatsanwaltschaft Neuruppin. Diese bestätigte am Montag, dass sie ein Verfahren wegen des Verdachts auf Manipulation berufssportlicher Wettbewerbe führt. Gegen wen sich der Verdacht konkret richtet, wollte Oberstaatsanwalt Frank Winter unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht sagen.

Weitere Meldungen zu eventuellen Manipulationen in der Regionalliga

Seit Anfang Dezember gibt es den Verdacht, dass bei der Regionalliga-Partie zwischen dem SV Babelsberg und des VfB Germania Halberstadt Ende November 2018 versucht wurde, den Ausgang zu manipulieren. Der Verdacht richtet sich gegen Vertreter des sachsen-anhaltischen Clubs, von dessen Seite die Vorwürfe zurückgewiesen werden. Gegen den Sportlichen Leiter des Clubs, Andreas Petersen, gab es bereits am 1. Februar eine Verhandlung vor dem Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), wie nun bekannt wurde. Dabei wurden umfangreiche Beweise aufgenommen. Das bestätigte der NOFV am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Beweisaufnahme und die Verhandlung sollen fortgesetzt werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

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