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Claudia Pechsteins erste Gegnerin: Wer ist Ivanie Blondin? 

Bereits im Viertelfinale muss Claudia Pechstein gegen eine Mitfavoritin antreten. Ivanie Blondin wollte 2010 eigentlich mit dem Sport aufhören: Nach vier Jahren im kanadischen Shorttrack-Team war die damals 20-Jährige psychisch am Boden.

Claudia Pechstein muss im Auftaktrennen der olympischen Eisschnelllauf-Wettbewerbe über 3000 Meter gegen die Kanadierin Ivanie Blondin antreten. Das ergab die Auslosung. Beide laufen am Samstag (Beginn 12 Uhr MEZ) im drittletzten Paar gegeneinander.

Kein leichtes Los: Die 27-Jährige gilt als Mitfavoritin. Dabei kam Blondin erst mit 20 Jahren zum Eisschnelllauf, vorher war sie im Shorttrack aktiv. Entsprechend stark ist sie im Massenstart: Vizeweltmeisterin 2015 und Weltmeisterin 2016. Aber auch über 3000 Meter gehört Blondin zu den besten der Welt: Siege bei den kanadischen Kurzstrecken-Meisterschaften und Mitte Januar beim Weltcup in Erfurt stehen zu Buche. Beim Weltcuprennen im Salt Lake City lief die Athletin aus Ottawa sogar erstmals unter vier Minuten (3:59.47). Das sind satte 18 Sekunden weniger als bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme vor vier Jahren in Sotschi.

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Olympische Winterspiele 2018: Die Favoriten beim Eisschnelllauf

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Von Außen sieht die Eishalle in Gangneung aus wie aus einem Traum. Ob drinnen auch Träume wahr werden? Die Eisschnellläufer wollen in dieser Halle jedenfalls das Eis zum Schmelzen bringen. Aber welche Rolle spielen die Deutschen? Und auf welche Stars muss man achten? © dpa
Die 45-jährige Claudia Pechstein will es noch einmal wissen. Die Deutsche qualifizierte sich mit einem Sieg über die 5000 Meter zu Saisonbeginn für die Olympischen Spiele und ist somit auch Goldkandidatin über diese Strecke in Pyeongchang. Auch über 3000 Meter hat sie Medaillenchancen. © dpa
Verhindern will das die Tschechin Martina Sablikova. Die 30-Jährige gilt als die stärkste Läuferin über die langen Distanzen. Bei den letzten beiden Olympischen Spielen gewann sie drei Mal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. © dpa
Über die langen Distanzen immer eine Bank bei Großereignissen ist die Niederländerin Ireen Wüst. Die aktuelle Saison verlief etwas schleppend. Aber die Konkurrenz im eigenen Land dürfte sie wieder zu Höchstleistungen bringen. Immerhin holte sie schon vier Mal Olympia-Gold. © dpa
Über die kurzen Distanzen (500 Meter und 1000 Meter) sind die Japanerinnen kaum zu schlagen. Vor allem Nao Kodaira läuft eine herausragende Saison. Die Goldmedaillen sind ihr Ziel - aber schafft sie es auch? © dpa
Die Konkurrenz im eigenen Land ist nämlich groß. Auch Miho Takagi lief bisher eine bestechende Saison und will ihre Form bei den Olympischen Spielen halten. Eine Medaille über die Sprintdistanzen ist das Minimalziel. Über die 1500 Meter ist sie sogar noch stärker einzuschätzen. © dpa
Ganz stark über die 500 Meter ist auch die Südkoreanerin Sang-Hwa Lee. Sie hat den vielleicht entscheidenen Heimvorteil, wenn sie die Zuschauer nach vorn peitschen. © dpa
Die Phalanx der Asiatinnen will die US-Amerikanerin Heather Bergsma durchbrechen. Im Weltcup gelang das schon ganz gut. Bei den Olympischen Spielen will die zweifache Weltmeisterin eine Medaille. © dpa
Bei den Männern im Eisschnelllauf der absolute Start ist der Niederländer Sven Kramer. Über die langen Distanzen (5000 Meter und 10.000 Meter) ist der 31 eigentlich kaum zu schlagen. Als dreimaliger Olympiasieger will er auch in Südkorea wieder nach ganz oben aufs Treppchen. © dpa
Kramers größter Widersacher ist der Kanadier Ted-Jan Bloemen. In dieser Saison konnte er den Niederländer noch nicht schlagen - vielleicht bei den Olympischen Spielen? © dpa
Über die kürzeren Distanzen ging in dieser Saison der Sieg oft nur über den Russen Denis Yuskov. Über 1500 Meter ist er der Topfavorit. © pa
Immer zu beachten ist auch der Niederländer Thomas Krol. Der Niederlände ist über die mittleren Distanzen stark einzuschätzen. © dpa
Einer der stärksten Sprinter ist der Russe Pavel Kulizhnikov. In den vergangenen Jahren wurde er mehrfach Weltmeister über die 500 Meter und die 1000 Meter. © dpa
Über die Sprintdistanzen rechnet sich auch der Deutsche Nico Ihle etwas aus. Bei der Einzelstrecken-WM sicherte er sich auf der Olympiabahn eine Silbermedaille. Bei der Sprint-WM in Heerenveen 2017 holte er Brone. Eine Medaille ist sicherlich drin - dafür muss aber alles passen. © dpa
Auf den kurzen Distanzen sicherlich zu beachten - über die 1000 Meter der Topfavorit. Der Niederländer Kai Verbij will bei den Olympischen Spielen in Südkorea groß auftrumpfen. © dpa
Sprintstark ist auch der Kanadier Laurent Dubreuil, der 2015 bei der WM immerhin schon einmal Bronze geholt hat. In dieser Saison präsentiert er sich stark und dürfte auch in Südkorea ein Medaillenkandidat sein. © dpa
Stark auf den Sprintdistanzen ist auch der Norweger Håvard Holmefjord Lorentzen. Vor allem über die 1000 Meter könnte er seinen Konkurrenten schocken und auf die Medaillenränge laufen. © dpa

2010 war Blondin am Boden

Dass Blondin heute zur Weltspitze gehört, ist keinesfalls selbstverständlich. 2010 hatte die damals 20-Jährige ihre Karriere eigentlich schon beendet. Vier Jahre im kanadischen Shorttrack-Team in Montreal hatten dem Mädchen aus Ottawa psychisch zugesetzt, sie fühlte sich isoliert und entwickelte eine Essstörung. "Vier Jahre in einer Stadt, die ich nicht mag. Das war hart für mich", sagte sie dem Sender CBC. Wieder daheim in Ottwa, begeisterte ihr Trainer Mike Rivet sie für den Eisschnelllauf. "Ich habe heute ein dickeres Fell", sagt Blondin. "Es ist nicht so wichtig, was andere von mir denken. Mit den Jahren habe ich das gelernt."

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