Gemeinsam ins Halbfinale: Die junge deutsche Nationalmannschaft überzeugt auch gegen Kamerun. Gemeinsam ins Halbfinale: Die junge deutsche Nationalmannschaft überzeugt auch gegen Kamerun. © imago
Gemeinsam ins Halbfinale: Die junge deutsche Nationalmannschaft überzeugt auch gegen Kamerun.

Confed Cup: Deutschland nach Sieg über Kamerun im Halbfinale

Als Gruppensieger im Halbfinale: Deutschland hat beim Confederations Cup in Russland die Runde der letzten vier Mannschaften erreicht. Jetzt erwartet die Mannschaft von Nationaltrainer Joachim Löw Nordamerikameister Mexiko als letzte Hürde vor dem Finale.

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Nach der Energieleistung am Donnerstag in Kasan gegen Chile (1:1) und vor dem schwülen Hitze-Spiel gegen Kamerun gestern in Sotschi hüpften die deutschen Fußballnationalspieler auch mal in den Pool ihrer Unterkunft am Schwarzen Meer. Abkühlung im Confed-Cup-Stress – und die scheint gutgetan zu haben. Gegen den Afrikameister biss sich die junge Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw durch, gewann mit 3:1 und sorgte damit dafür, dass eine löwsche Serie hält: In jedem Turnier unter seinen Fittichen hat die deutsche Auswahl mindestens das Halbfinale erreicht – so auch jetzt als Erster der Gruppe B des WM-Vorturniers in Russland.

Vor dem Spiel gegen Kamerun bot sich wieder dieses Bild in Sotschi-Adler: Schon am Vormittag fuhren kolonnenweise Sicherheitskräfte gen Stadion, in den Straßen patrouillierte die Polizei und auf dem Meer schipperten Militärboote umher. Volle Sicherheit für den Confed Cup.

Deutschland gegen Kamerun in der Einzelkritik

Stindl, Goretzka und Hector nur auf der Bank

Gegen die Afrikaner hatte Löw das „läuferisch anspruchsvollste und körperlich anstrengendste Spiel“ im bisherigen Turnierverlauf erwartet. Und weil die Partie auch die dritte innerhalb von sieben Tagen war, stellte der Bundestrainer um, schonte Verteidiger Shkodran Mustafi, der beim Gegentor gegen Chile gepatzt hatte („Das Tor nehme ich klar auf meine Kappe“), den zuletzt herausstechenden Lars Stindl (zwei Turniertore), Dauer-Brenner Jonas Hector (seit November 2014 erst zum dritten Mal ein komplettes Spiel auf der Bank) und Youngster Leon Goretzka. Dafür neu dabei und mit ihren Turnier-Einsatz: Herthas Marvin Plattenhardt und Hoffenheims Kerem Demirbay (damit beim DFB festgespielt, er hätte auch für die Türkei auflaufen können). Antonio Rüdiger rückte in die Dreierkette mit Niklas Süle und Matthias Ginter, vorne stürmte Leipzigs Timo Werner. Und im Tor? Hat sich Löw in Abwesenheit von DFB-Stammkeeper Manuel Neuer erstmal auf Marc-André ter Stegen festgelegt – als Confed-Cup-Stammtorwart.

Hier lesen: So kurios patzte der Schiedsrichter in der Partie gegen Deutschland!

Hälfte eins – und die DFB-Elf mit großen Problemen. Kamerun stand hoch, suchte die Zweikämpfe und machte dazu etwas Schlaues: Einer von ihnen rannte immer dahin, wo die Deutschen einen Pass hätten hin spielen können, ließen so keinen Platz für einen Spielaufbau zu. Das sorgte für Hektik in der Mannschaft von Löw, die Glück hatte, dass Kamerun eine Sache nicht gut kann: Abschlüsse. Anstatt zu schießen, verloren sie Ball um Ball. Und, siehe da, Deutschland, wachte auf. Emre Can knapp am Tor vorbei (21. Spielminute), Joshua Kimmich verpasste eine Hereingabe völlig frei vor dem Kasten knapp. Kein eigener Treffer – aber Deutschland plötzlich Gruppenerster, weil im Parallelspiel Australien überraschend gegen Chile in Führung gegangen war. Mit ein wenig Dusel lief also erstmal alles nach Plan für den DFB-Tross auf Russland-Tour.

Donnerstag im Halbfinale gegen Mexiko

Denn Platz eins war insgeheim auch das Ziel von Löws Team, weil der ein Halbfinalspiel in Sotschi bringt – am Donnerstag (20 Uhr) gegen Mexiko. Platz zwei hätte eine Reise nach Kasan bedeutet – und ein Spiel gegen Portugal.

Aber es blieb dabei: Das DFB-Team bleibt in Sotschi wohnen – auch nach einer irren zweiten Halbzeit, in der Deutschlands Kapitän Julian Draxler endlich wieder zaubern konnte. Mit der Hacke legte er auf Demirbay, der aus 18 Metern einschweißte (48.). 1:0 Deutschland, Kurs Halbfinale. Dann: Rote Karte für Ernest Mabouka nach Foul an Emre Can (64., überzogen, aber vom Videoschiedsrichter bestätigt), 2:0 durch Werner nur zwei Minuten später, Anschlusstreffer durch Vincent Aboubakar nach kleinem Stellungsfehler von ter Stegen (78.) und Tor zwei von Werner (81.) – und der 100. Sieg von Joachim Löw als Bundestrainer war perfekt. Feiern kann er den jetzt ohne Umzugsstresse im warmen Sotschi – Chile spielte am Ende nur 1:1.

Deutschland (Herren) Kamerun (Herren) Fussball Confederations Cup Deutschland-Kamerun (25/06/2017 17:00)

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