06. August 2016 / 19:12 Uhr

Da ging wenig: Frust bei Eutin, Strand, Todesfelde und Hartenholm!

Da ging wenig: Frust bei Eutin, Strand, Todesfelde und Hartenholm!

"Volker A. Giering"
Der TuS Hartenholm erlebte gegen Lägerdorf eine klare Niederlage. USER-BEITRAG
Der TuS Hartenholm erlebte gegen Lägerdorf eine klare Niederlage. © Thomas Sobczak
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Die Truppen aus Ostholstein und Segeberg holten in der SH-Liga nicht die gewünschte Ausbeute.

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PSV Union Neumünster - Eutin 08 0:0

Eutins Trainer „Mecki“ Brunner musste sich nach der torlosen Nullnummer vor 275 Zuschauern erstmal sammeln. „Ich bin emotional geladen. Das Spiel ist vom Verlauf sehr aufreibend gewesen. Total bitter, wie es insgesamt gelaufen ist“, sagte der 56-Jährige. Die Gäste waren die dominante Mannschaft, schafften es aber nicht in Führung zu gehen. „Eutin hatte in der ersten Halbzeit nur eine Chance, war außer vielen Standards harmlos“, meinte PSV-Trainer Danilo Blank im Duell der befreundeten Übungsleiter. Das Auftreten seines Teams sei mutlos gewesen. Bis dieses in der 45. und 46. Minuten plötzlich in Führung hätte gehen können. In der Folge wurde es hektisch. Gleich zwei Eutiner Leistungsträger sahen die Rote Karte: Der gerade eingewechselte Ex-Profi Kevin Wölk (73.) wegen angeblicher Tätlichkeit an Fürst und Kapitän Sönke Meyer (80.) wegen Notbremse an Fürst. „Das war wie schon gegen Strand 08 spektakulär“, meinte Brunner. Trotz doppelter Unterzahl hätten die Rosenstädter gewinnen können. Doch der Ex-Oldenburger Rico Bork vergab eine klare Möglichkeit nach Fust-Vorlage (83.). Bei Neumünster sah Christophersen (90.+1) noch die Gelb-Rote Karte wegen Rudelbildung.

Flensburg 08 - SV Todesfelde 3:1 (1:0)

Der SV Todesfelde wartet weiter auf den ersten Saisonsieg. Die Blau-Gelben von Trainer Sascha Bodo Sievers unterlagen bei Flensburg 08 mit 1:3 (0:1). Sievers war nach dem Spiel sichtlich angefressen: „Ist es nicht möglich, dass die südlichste Mannschaft gegen die nördlichste Mannschaft nicht an einem Sonnabend zur Ferienzeit spielt? Wir hatten Flensburg um eine spätere Anstoßzeit gebeten. Die Anfrage wurde abgelehnt. Dazu sind wir mit einem Schulbus angereist und haben auch wie eine Schulmannschaft gespielt.“ Die Todesfelder versäumten es bereits in der Anfangsphase die Offensive der Flensburger in den Griff zu bekommen. „Obwohl wir in einigen Situationen sogar in Überzahl sind, packen wir nicht zu. Leider hatte dann auch noch der Schiedsrichter einen ähnlich schlechten Tag wie wir“, so Sievers und sprach damit die Szene zum 0:1 an. Der Unparteiische entschied nach 20 Minuten auf Strafstoß für die „08er“ nachdem Sebastian Kiesbye am Strafraumrand zu Boden ging. Den Elfmeter verwandelte Nicholas Holtze zum 1:0 (21.). Nach dem Seitenwechsel luden die Gäste die Heimmannschaft zum Tore schießen ein. „Beide Tore haben wir Flensburg auf dem Silbertablett serviert“, schimpfte Sievers. Ein Passfehler im Spielaufbau nutzten die Gastgeber in Form von Marcel Hill zum 2:0 (72.). Zwar gelang kurz darauf SVT-Stürmer Morten Liebert der Anschlusstreffer (74.), doch der Ausgleich blieb verwehrt. Gleich zwei weitere Tore (Zebold und Liebert) wurden wegen vermeintlicher Abseitspositionen nicht gegeben. Kurz vor Ultimo machte wieder Hill mit dem 3:1 dann alles klar (86.). „So versaut man sich den Tag und fährt mit leeren Händen nach Hause. Wir haben uns den Saisonstart sicher anders vorgestellt, müssen uns als Mannschaft da jetzt aber herausarbeiten“, sagt Sievers.

NTSV Strand 08 - VfR Neumünster 2:2 (2:0)

Die erste Halbzeit der „Strandpiraten“ bezeichnete Trainer und Manager Frank Salomon als top. Nach Toren von Tomislav Blazhevski (5.) und dem Ex-Lübecker Arnold Suew (7.) lagen sie vor 200 Zuschauern in Niendorf schnell 2:0 vorne. Auch danach waren die Ostholsteiner spielbestimmend, versäumten es jedoch über Mamane (37.), Pajonk (40.) und Suew (44.) vorzeitig alles klar zu machen. „Zur Halbzeit müssen wir 4:0 zurückliegen“, gestand VfR-Trainer Thomas Möller. „Auch nach dem Seitenwechsel war soweit alles in Ordnung. Bis auf die einzigen beiden Situationen der Gäste“, meinte Salomon. Zwei individuelle Fehler brachten seine Elf um den Lohn. Nachdem sich Owusu festgedribbelt hatte, konnte Thiel seinen Gegenspieler Hathat nur per Foulspiel stoppen. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Tidim (47.). „Den Ausgleich haben wir dann ganz geschenkt“, ärgerte sich der NTSV-Trainer. Statt einen Befreiungsschlag zu machen, spielte Verteidiger Ibragimov zu Blazhevski. Mit dem Rücken zum Gegner spielte dieser den Ball genau in die Füße von Khemiri (87.), der zum 2:2-Endstand traf. Während Möller nachher von einem „leistungsgerechten Unentschieden“ sprach, sagte Salomon: „Vom Spielverlauf fühlt sich das wie eine Niederlage an.“

TuS Hartenholm - TSV Lägerdorf 0:3 (0:1)

Nach dem 3:1-Auftaktsieg vor Wochenfrist gegen Kilia Kiel musste Hartenholm nun binnen vier Tagen die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen. Am Mittwoch war Regionalliga-Absteiger Schilksee zu stark (1:3), jetzt der Aufsteiger. „Wir haben heute nicht gegen Lägerdorf, sondern gegen deren Keeper verloren. Wir hatten sieben bis acht klare Torchancen, die wir entweder selber vergeben haben oder vom TSV-Schlussmann entschärft wurden.“ Lägerdorf habe kämpferisch überzeugt, „der Sieg ist daher auch verdient", sagte Pries.  Die Hartenholmer gingen stark ersatzgeschwächt in die Partie, hatten in der Anfangsphase aber trotzdem ein Chancenplus. „Nach den ersten Minuten hatte ich gedacht, dass wir 3:0 oder höher gewinnen können. Leider konnten wir dann die Ausfälle aber nicht mehr kompensieren. Die Jungs aus der zweiten Reihe haben es nicht geschafft sich aufzudrängen“, befand der TuS-Trainer. Nach 29 Minuten gingen die Gäste durch Kapitän Bastian Peters in Führung. „Wir waren in Überzahl, und doch schafft es Peters, den Ball aus dem Gewühl ins Tor zu schießen“, ärgerte sich Pries. Nach dem Seitenwechsel baute Björn Strüven per verwandeltem Foulelfmeter die Gäste-Führung aus (72.). „Wir haben dann total aufgemacht und kassieren aus einer Kontersituation das 0:3“, so Pries. Der eingewechselte Dennis Mälk traf zum Endstand (86.).

(mit Martin Rehberg und Jörns Zerbe)

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