12. März 2018 / 09:55 Uhr

„Dabei sein ist alles“ : Funkelnde Augen beim Punkt-Um-Cup in Dresden

„Dabei sein ist alles“ : Funkelnde Augen beim Punkt-Um-Cup in Dresden

DNN
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Michael Amthor und der Altleubener Lucas Haase im Duell.
Michael Amthor und der Altleubener Lucas Haase im Duell. © Steffen Manig
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In der Sachsenwerk-Arena trafen bei einem der größten sächsischen Fußballturniere für Menschen mit Behinderung 16 Teams aufeinander.

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Dresden. Ihre Augen funkelten, ihr Lächeln zeugte von großer Zufriedenheit – die Fußballer und Fußballerinnen des Christlichen Sozialwerks Dresden (CSW) hatten soeben den 14. Platz beim Punkt-Um-Cup 2018, einem der größten Fußballturniere in Sachsen für Menschen mit Behinderung, belegt. Stolz nahmen sie ihre Teilnahmemedaillen von Ex-Dynamo-Profi René Beuchel in Empfang. „Dabei sein ist alles. Freude am Fußball haben und sich bewegen ist das Wichtigste“, erklärte Beuchel, wie auch ein vermeintlich hinterer Rang noch gefeiert werden kann. Nur ein Turnierspiel konnte die Mannschaft von Trainer Thomas Bieckenhain gewinnen, doch traurig war keiner seiner Spieler. „Sie freuen sich auch über so einen Platz. Für sie zählt mehr als nur die reine Platzierung. Sie respektieren die Leistung der Gegner“, sagte der 44-Jährige.

Insgesamt nahmen 16 Mannschaften aus ganz Ostdeutschland am Sonnabend am Turnier in der Sachsenwerk-Arena teil. Bereits zum 18. Mal wurde dieser besondere Wettkampf von der Lebenshilfe Dresden organisiert. Die Spieler fiebern der Veranstaltung jedes Mal entgegen: „Für sie ist es das Highlight des Jahres“, erzählt Bieckenhain. Der Sportkoordinator der Lebenshilfe Dresden, Ingo Noderer, pflichtet ihm bei: „Die Aufregung ist riesig, aber die Freude nach dem Turnier umso größer.“ Die beiden Mannschaften der Lebenshilfe kamen auf Ende auf Platz neun und 15 ein.

Mehrere Dresdner Teams dabei

Der Turniersieg ging derweil in die Hauptstadt. Die Mannschaft der Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung holte sich zum drittem Mal hintereinander den Titel. Für den Trainer der Berliner, Michael Kürten, zählt aber nicht nur der sportliche Erfolg: „Wenn wir zu solchen Turnieren fahren, machen wir auch immer etwas Kulturelles. So waren wir bereits am Freitag in der Sächsischen Schweiz wandern. So etwas schweißt das Team zusammen.“ Insgesamt waren die Berliner auch spielerisch das beste Team. Mit Samed Ayar hatten sie auch einen ehemaligen deutschen Spieler der Nationalmannschaft für Menschen mit Behinderung in ihren Reihen. Das Finale gewannen die Berliner gegen eine Mannschaft der Lebensbrücke Niederlungwitz.

Neben den beiden Mannschaften der Lebenshilfe und des CSW nahm auch ein Team des Cultus Altleuben, einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung, am Turnier teil. Und mit Platz drei waren die Altleubener erfolgreichsten Dresdner. Sie gewannen das kleine Finale gegen die Mannschaft der Stralsunder Werkstätten. Die Hanseaten waren wie die Berliner einen Tag eher angereist und hatten sich am Freitagabend den 3:2-Erfolg von Dynamo Dresden angeschaut.

Timotheus Eimert

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