Lars Stindl traf gegen Chile zum 1:1. Lars Stindl traf gegen Chile zum 1:1. © imago
Lars Stindl traf gegen Chile zum 1:1.

Härtetest dank Stindl geglückt: Deutschland mit 1:1 gegen Chile

Den Härtetest gegen den Südamerikameister Chile haben die Probanden von Joachim Löw nur bedingt bestanden. Phasenweise gerät die deutsche Mannschaft arg unter Druck, doch Stindl rettet dem Weltmeister einen Punkt und eine gute Ausgangsposition im Kampf um das Halbfinale.

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Sieh mal einer an: Den Confed Cup in Russland gibt es auch mit Stimmung! Zu spüren war die gestern in Kasan – während des zweiten Gruppenspiels der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Chile, der ersten dicken Bewährungsprobe für das unerfahrene Team von Bundestrainer Joachim Löw. Gut, deutsche Fans hatten sich auch hierher nur in mauer Stückzahl verirrt. Dafür legten die Anhänger aus Südamerika richtig los. 8000 davon sind in Russland on Tour – und machten das Stadion in der Millionenstadt zur Heimspielzone für „La Roja“ (Die Roten).

Chile-Party in Kasan – aber die junge Mannschaft von Löw hielt dagegen und wurde belohnt: Sie erkämpfte sich ein 1:1 durch das Tor des Mönchengladbachers Lars Stindl (41. Minute), der die frühe chilenische Führung egalisierte. Der Bundestrainer hatte „ein Spiel auf höchstem Niveau“ gesehen.

Es war das Duell um den vorzeitigen Einzug in das Halbfinale des Acht-Nationen-Turniers – zuvor hatten Kamerun und Australien in der Gruppe B nur 1:1 gespielt. Damit war klar: Der Sieger von Kasan ist durch. Aber: Entscheidung vertagt, weil es keinen Sieger gab.

Deutschland gegen Chile in der Einzelkritik  beim Confed Cup

Löw startet ohne echten Stürmer - und ist zufrieden

Kein Grund zur Klage für Löw: „Ich bin insgesamt schon auch sehr zufrieden. Wir waren über das ganze Spiel konzentriert in unseren Aktionen“, lobte er sein Team. Hintergrund der Zufriedenheit mit dem einen Punkt: Chile spielt hart, unberechenbar und ist im Gegensatz zu Deutschland mit seinen Stars nach Russland gekommen. Für Chile ist der Confed Cup eine große Nummer. Arturo Vidal (FC Bayern): „Wir sind jetzt gut genug, die wichtigen Dinge zu gewinnen – hier den Confed Cup und dann auch die WM.“

Mit Vidal, Alexis Sanchez vom FC Arsenal und dem „Pitbull“ Gary Medel (Inter Mailand) zählt „La Roja“ für Löw „zu den zwei, drei besten Nationen der Welt“. Und für die bastelte der Bundestrainer seine Mannschaft im Vergleich zum ersten Spiel gegen Australien (3:2) um – vier Neue in der Startelf: Marc-André ter Stegen im Tor, Matthias Ginter und Niklas Süle in der Abwehr, davor Emre Can. Nicht in der Anfangsformation: ein echter Stürmer, dafür der offensive Mittelfeldmann Stindl in vorderster Front.

Deutschland hat in Anfangsphase Glück

Die Chile-Fans konnten schon in der sechsten Spielminute feiern. Fehlpass von Shkodran Mustafi zu Vidal, der Sanchez bediente – 0:1. „Chi-chi-chi! Le-le-le!“ Löw stand mit den Händen in der Tasche da.

Am Nachmittag hatte der Bundestrainer sein Team Basketball spielen lassen – für die Lockerheit. Die schlug auf dem Platz dann in Stress um. Nächste Chance: Lattenkracher von Eduardo Vargas (20.).

Es drohte schwierig zu werden für die DFB-Elf. Aber: Hier und da ein bisschen Glück – und sie blieben cool. „Wir wussten, dass die Chilenen mit viel Power kommen würden“, sagte Torschütze Stindl.

Bestes Beispiel für Coolness: Can, der als England-Profi das körperbetonte Spiel der Chilenen mitmachte, Pressing mit Pressing konterte und den Ausgleich einleitete. Aus dem Mittelfeld heraus fand er Jonas Hector und dessen Flanke Stindl. 1:1! Zweites Tor im zweiten Confed-Cup-Spiel für den Gladbacher (41.). Nicht unverdient, weil zuvor die Ruhe bewahrt. Und das 1:1 hielt bis zum Abpfiff. Zwei Spiele, vier Punkte. Eine gute Bilanz für diese junge deutsche Mannschaft.

Heute verlässt der DFB-Tross Kasan, wo Boss Reinhard Grindel vor dem Spiel in Gedenken an russische Kriegsopfer einen Kranz niedergelegt hatte, wieder Richtung Sotschi. Dort geht es am Sonntag (17 Uhr) im dritten und letzten Gruppenspiel gegen Kamerun – dann hat Löw wieder die Chance, seinen gestern verpassten 100. Sieg als Bundestrainer zu holen und damit auch das Halbfinale einzutüten. Mit seinem 27. Unentschieden gestern wird er auch gut leben können.

Deutschland (Herren) Chile (Herren) Fussball Confederations Cup Deutschland-Chile (22/06/2017 20:00)

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