14. April 2018 / 06:00 Uhr

Dante: "Der FC Bayern wäre zu einfach für Favre gewesen"

Dante: "Der FC Bayern wäre zu einfach für Favre gewesen"

Robert Hiersemann
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Dante Bonfim absolvierte in seiner Bundesliga-Karriere insgesamt 202 Spiele.
Dante Bonfim absolvierte in seiner Bundesliga-Karriere insgesamt 202 Spiele. © imago/PanoramiC
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Der frühere Bundesliga-Star und heutige Nizza-Profi Dante spricht im SPORTBUZZER-Interview über seine Ex-Klubs FC Bayern, Borussia Mönchengladbach und VfL Wolfsburg. Zudem analysiert er, wohin der Weg seines derzeitigen Trainers Lucien Favre führen könnte und warum der Coach zu Borussia Dortmund passen würde.

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SPORTBUZZER: Dante, Sie haben für Borussia Mönchengladbach, den FC Bayern München und den VfL Wolfsburg gespielt. Aktuell stehen Sie in Nizza unter Vertrag. Wie geht es Ihnen in Frankreich?

Ich lebe hier in einer der schönsten Ecken Europas. Meine Zeit in Deutschland war toll. Aber hier ist es wärmer, das gefällt mir als Brasilianer sehr gut (lacht).

Am Sonnabend empfängt der FC Bayern – mit dem Sie vier deutsche Meisterschaften und den Champions-League-Titel gewannen – Gladbach. Für welchen ihrer beiden Ex-Klubs schlägt da Ihr Herz?

Wenn meine Gladbacher gegen meine Bayern spielen, wird es ganz schwer für mich. Diese beiden Vereine trage ich auch in Frankreich noch im Herzen und informiere mich, wie es bei ihnen läuft. Aber ich habe mit Bayern so große Erfolge feiern dürfen. Das war die schönste Zeit meiner Karriere.

Gladbach steht nur auf Platz acht in der Bundesliga. Es läuft nicht gut. Leiden Sie mit Ihrem Ex-Klub?

Ja klar, ich leide mit Gladbach, verfolge alles. Es läuft aktuell nicht rund, aber ich drücke ganz stark die Daumen, dass es besser wird. Ich habe Kontakt zu Raffael und habe Freunde in einigen Restaurants dort. Ich bin mir sicher, dass bei Borussia auch wieder bessere Zeiten kommen.

Beim VfL Wolfsburg läuft es noch schlechter. Der Klub kämpft um den Klassenerhalt. Steigt der VfL ab?

Wolfsburg schafft den Klassenerhalt. Die Spieler sind zu gut, um abzusteigen. Die Qualität ist einfach zu hoch. Der VfL braucht Positiverlebnisse. Ich kenne Trainer Bruno Labbadia ein wenig und halte viel von ihm. Er wird die Jungs in der Bundesliga halten. Das Team und der Trainer – dieses Paket ist einfach zu gut für den Abstieg.

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Für Sie spielt ein anderer Trainer eine ganz besondere Rolle: Lucien Favre. Ihr aktueller Coach, der Sie auch schon in Gladbach trainierte. Was ist das Besondere an ihm?

Zwei Dinge zeichnen ihn aus: seine spezielle, sehr taktisch geprägte Spielphilosophie und die Ruhe, die er automatisch in ein Team bringt. Das braucht eine Mannschaft. Wenn man als Spieler Fragen hat, gibt er einem die Lösung, immer. Man fühlt sich sicher dadurch.

Ist er der beste Trainer, den Sie je hatten?

Jeder Trainer ist anders. Aber Favre ist auf dem Trainerlevel von Jupp Heynckes und Pep Guardiola, unter denen ich auch schon trainierte. Das sind die drei Besten für mich. Favre ist ein wirklich großer Trainer. Er ist ein Mann, der bald einen Spitzenverein trainieren sollte. Er kann das. Und ich glaube, er ist heiß darauf, einen Topverein zu trainieren.

Die Karriere von Lucien Favre in Bildern.

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Gehört Favre wieder zurück in die Bundesliga?

Klar kann er das. Und er hat es doch schon bewiesen. Favre wäre ein guter Trainer für viele Vereine in der Bundesliga.

Zu welchem Verein würde er passen?

Favre ist ein Trainer, der junge Spieler entwickeln will. Er will mit hungrigen, talentierten Fußballern arbeiten. Dortmund hat viele von diesen Spielern. Das würde passen. Der FC Bayern wäre zu einfach für ihn gewesen (lacht).

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Wie meinen Sie das?

Der FC Bayern hat viele sehr gute Spieler mit viel Erfahrung. Sie sind im Schnitt schon etwas älter. Das wäre zu leicht für Favre gewesen, er will seine Philosophie einbringen.

Hat er Ihnen schon verraten, was er zukünftig macht?

Nein. Ich denke, er fühlt sich in Nizza sehr wohl und konzentriert sich erst mal auf das Saisonfinale.

Sie selbst sind 34 Jahre alt. Wie lange wollen Sie noch Fußball spielen?

Ich kann sicher noch drei Jahre spielen. Das ist zumindest mein Ziel. Ich bin fit und fühle mich gut. Nach meiner aktiven Karriere möchte ich gern Trainer werden, doch dazu muss ich erst mal den Trainerschein machen. Und wer weiß, vielleicht komme ich dann ja auch noch mal zurück in die Bundesliga (lacht).

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