12. September 2018 / 22:32 Uhr

Darum dürfen die neuen B-Juniorinnen von Hannover 96 in der Niedersachsenliga starten

Darum dürfen die neuen B-Juniorinnen von Hannover 96 in der Niedersachsenliga starten

Redaktion Sportbuzzer
Nach erfolgreicher Klage starten die B-Juniorinnen von Hannover 96 in der Niedersachsenliga.
Nach erfolgreicher Klage starten die B-Juniorinnen von Hannover 96 in der Niedersachsenliga.
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In ihrer ersten Saison starten die neu gegründeten B-Juniorinnen von Hannover 96 direkt in der Niedersachsenliga - nach erfolgreichem Klageweg und sehr zum Unmut der regionalen Konkurrenz. Das Verbandssportgericht begründete sein Urteil am Mittwochabend.

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Hannover 96 will seine Jugendarbeit künftig auch im Mädchenfußball ausbauen. Zur laufenden Spielzeit meldete der Klub daher eine neue weibliche C- und B-Jugend. Nachdem der Antrag der B-Juniorinnen für die Niedersachsenliga zunächst abgelehnt wurde, rief 96 das Verbandssportgericht an, um doch einen Platz in der zweithöchsten Spielklasse zu bekommen - und bekam nun Recht.

Am Samstag (13 Uhr) startet die Mannschaft von Sebastian Baar mit Verspätung in die Saison, das erste Ligaspiel steigt bei MF Göttingen. Eine ausführliche Begründung für die umstrittene Zulassung von 96 für das Spieljahr 2018/19 in der Niedersachsenliga gab das Verbandssportgericht am Mittwochabend bekannt. Der SPORTBUZZER fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

​"Gleichheitsgrundsatz": Auch Krusenbusch mit neuer B-Jugend

Ein Grund für die vorläufige Ablehnung des Antrags war, dass 96 zuvor keine Mädchenmannschaft im Spielbetrieb gemeldet hatte, was in der Ausschreibung für das Spieljahr 2018/19 aber eine Bedingung für eine Zulassung zur Niedersachsenliga darstellte. Da aber der Krusenbuscher SV ebenfalls zu diesem Spieljahr ein neues B-Juniorinnen-Team für die Niedersachsenliga gemeldet hat und vom Verband zugelassen wurde, wertete das Gericht den Ablehnungsgrund "auf Grundlage des Gleichheitsgrundsatzes" als unzureichend.

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​Neue Regelungen greifen noch nicht

Zudem könne das vom Verband angeführte Argument, neu gegründete Mannschaften hätten zunächst den Spielbetrieb im Kreis aufzunehmen, nicht gestützt werden. Dies gelte nur für neu aufgenommene Vereine. Nicht vorgeschrieben sei hingegen, "dass neu gegründete Mannschaften bestehender Vereine zunächst den Spielbetrieb auf Kreisebene aufzunehmen haben".

Die in der Ausschreibung für das Spieljahr 2018/19 neu verankerte Regelung, dass lediglich Teams teilnahmeberechtigt sind, die in der Vorsaison eine eigene Juniorinnenmannschaft gemeldet hatten, greife ebenfalls nicht. Denn diese Neuerung wurde erst nach der Meldung von 96 sowie nach Meldeschluss für die Liga in die Ausschreibung aufgenommen und habe demnach erst zum folgenden Spieljahr Gültigkeit. Gleiches gilt für die Verkürzung der Teilnehmer-Sollzahl von zwölf Teams auf zehn Teams, nach der 96 als elfte Mannschaft nicht mehr hätte zugelassen werden dürfen. Auch diese Regelung greift erst ab dem nächsten Spieljahr, wie das Gericht mitteilte.

​96 als wettbewerbsfähig eingeschätzt

Auch die vom Verband gestellte Forderung, eine neu gegründete Mannschaft müsse erst seine Wettbewerbsfähigkeit auf Kreisebene unter Beweis stellen, ehe sie in der höchsten Leistungsklasse Niedersachsens teilnehmen kann, schmetterte das Gericht ab. Eine "negative Prognose der Wettbewerbsfähigkeit" sei nicht belegt. Vielmehr spreche "die breite Aufstellung des Vereins insgesamt und die Aufstellung der B-Juniorinnenmannschaft für uneingeschränkte Wettbewerbsfähigkeit."

Bei den übrigen Vereinen aus der Region Hannover sorgt das Vorpreschen von Hannover 96 nicht für Begeisterung. Die C-Mädchen der SG Hannover 74 kündigten in einem offenen Brief bereits an, gegen die ebenfalls neu in der Bezirksliga gemeldeten C-Juniorinnen von 96 nicht anzutreten. Auch andere Vereine, die auf die neue C- und B-Jugend der Roten treffen, unterstützten diese Meinung nach Angabe von 74.

tk

Ein ausführlicher Hintergrundbericht zum Wirbel um die neu gegründeten B-Juniorinnen von Hannover 96 erscheint in den nächsten Tagen beim SPORTBUZZER.

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