20. April 2017 / 17:08 Uhr

"Mehr ist mit dem TSV Havelse nicht möglich": Darum geht Trainer Alexander Kiene

"Mehr ist mit dem TSV Havelse nicht möglich": Darum geht Trainer Alexander Kiene

Mark Bode
Trainer Alexander Kiene verlässt TSV Havelse
Alexander Kiene verlässt den TSV Havelse zum Saisonende.
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Alexander Kiene und der TSV Havelse beenden ihre erfolgreiche Zusammenarbeit im Sommer. Der 39-Jährige Coach sucht eine neue Herausforderung. Havelses Manager Stefan Pralle will schon in den nächsten Tagen einen Nachfolger präsentieren.

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Überraschung beim TSV Havelse: Für Trainer Alexander Kiene ist das Duell mit dem BSV Rehden am Sonntag (14 Uhr) das fünftletzte Spiel als Trainer der Garbsener. Der A-Lizenz-Inhaber und Manager Stefan Pralle setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit nicht weiter fort. Die unterschiedlichen Erwartungshaltungen haben zu dem Auslaufen des Vertrages des Coaches geführt.

„Es ist legitim, dass Alexander Kiene in seiner Karriere den nächsten Schritt machen möchte. Wenn der TSV das nicht darstellen kann, dann geht es eben nicht mehr gemeinsam weiter“, so Pralle. „Er hat bei uns außergewöhnlich gute Arbeit geleistet“, fügt er hinzu. „Wir haben mit dem TSV das Maximum erreicht und die Jungs haben ständig am Limit gespielt. Mehr geht mit dem Verein nicht“, sagt Kiene. Die Spieler wurden zum Großteil von der Entscheidung überrascht, einige hatten es durch einen intensiven Austausch mit dem Trainer schon geahnt.

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Der Coach hat bereits in der Vergangenheit kein Geheimnis daraus gemacht, dass er gerne in Zukunft höherklassig - sprich: im Profibereich - tätig sein möchte. Wo es den 39-Jährigen hinzieht, lässt er noch offen. „Es gibt Möglichkeiten, aber ich habe keinen Druck und werde alles mit meiner Familie in Ruhe entscheiden.“

​„Als Trainer geht es mir immer um das Thema Herausforderung.“

Kiene und Pralle hatten sich bis Ostern mehrfach intensiv und „in großer Offenheit“ (Pralle) ausgetauscht, bis klar wurde, dass die Wege sich trennen werden. Ein enger Kader, suboptimale Trainingsbedingungen und eine Infrastruktur, die für die dritte Liga nicht einmal ansatzweise ausreicht, haben Kiene gezeigt, dass das Limit erreicht ist. „Als Trainer geht es mir immer um das Thema Herausforderung.“ Und mehr als aktuell Platz drei kann er mit den Garbsenern nicht erreichen.

Das ist auch dem Manager bewusst. „Unter den Voraussetzungen müssen wir gar nicht über die dritte Liga nachdenken. So lange sich die Strukturen bei uns nicht ändern, und das werden sie nicht, wird es immer so bleiben.“ Bedeutet: Der TSV hat sich aktuell mit der Rolle als Ausbildungsverein abgefunden, der den Leistungsträgern als Sprungbrett dient.

Pralle stellt sich darauf ein, zu jeder neuen Spielzeit junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs entwickeln zu müssen und diese - wie voraussichtlich im Sommer im Fall des Torjägers Deniz Undav - an einen Profiverein abzugeben.

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​Pralle kümmert sich bereits um einen Nachfolger

Seit der internen Entscheidung vor Ostern hat sich Pralle um einen Nachfolger zur neuen Saison gekümmert. „In den nächsten Tagen können wir ihn präsentieren“, so der Manager. Zum Anforderungsprofil sagt er: „Der Trainer muss zum TSV passen, er muss mit den besonderen Strukturen zurechtkommen, diese akzeptieren und dennoch ambitioniert sein.“ Außerdem muss es eine regionale Lösung geben. „Etwas anderes kann sich der Verein gar nicht leisten“,

Kiene hatte den TSV Havelse im Oktober 2015 übernommen und führte das Team auf Platz sechs. Aktuell belegt die Mannschaft Rang drei in der Regionalliga. Kiene spielte bereits von 2004 bis 2006 bei den Garbsenern.

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