10. August 2018 / 11:19 Uhr

"Und das bei der Heim-EM": Auch Eike im Finale - Onnens erfüllen ihren Traum

"Und das bei der Heim-EM": Auch Eike im Finale - Onnens erfüllen ihren Traum

Manuel Becker
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Eike Onnen machte es seiner Schwester nach und schaffte den Einzug ins EM-Finale.
Eike Onnen machte es seiner Schwester nach und schaffte den Einzug ins EM-Finale. © imago/Jan Huebner
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Hochspringer Eike Onnen schaffte einen Tag nach seiner Schwester Imke den Einzug ins Finale der Leichtathletik-EM. Dieses Kunststück ist noch nie zuvor einem Geschwisterpaar aus Bruder und Schwester gelungen.

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Sie wechseln sich regelmäßig ab mit dem Daumendrücken. Am Donnerstag war Imke Onnen dran. Während ihr zwölf Jahre älterer Bruder Eike im Berliner Olympia-Stadion versuchte, ins Hochsprungfinale einzuziehen, fieberte die kleine Schwester mit. Damit ihr gemeinsamer Traum in Erfüllung geht: Beide Geschwister im EM-Finale.

„Das war schon immer ein Ziel, dass wir uns gesteckt hatten, ein Traum. Und dass es jetzt hier bei der Heim-EM passiert, ist einfach ein Träumchen“, hatte Imke Onnen nach ihrem Wettkampf am Mittwoch gesagt. Da hatte sie gerade zum zweiten Mal in ihrem Leben die 1,90-Meter übersprungen und stand damit zum ersten Mal in einem EM-Finale (Freitag, 19.20 Uhr). Ihre Auftrag an den großen Bruder: „Der muss jetzt nachlegen.“

"Gänsehaut"-Moment vom Imke Onnen
Eike  (links) und Imke Onnen
Eike (links) und Imke Onnen © Maike Lobback
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Erster Sprung misslingt

Und Eike Onnen legte am Donnerstag auch nach. Kurz musste er zittern. Grade, als der Stadionsprecher die knapp 40.000 Zuschauer auf den Hannoveraner hinwies, riss er zum ersten Mal die Latte – bei 2,21 Metern. Über die Anfangshöhe von 2,11 Metern und die 2,16 Meter war er entspannt drüber gesprungen.

Glückliches Geschwisterpaar: Eike und Imke Onnen
Glückliches Geschwisterpaar: Eike und Imke Onnen © Frank Wilde

​"Da hat man schon beim Anlauf Gänsehaut"

Aber beim zweiten Versuch klappte es dann. „Das Publikum hat einen getragen, das war ein super Gefühl“, sagte der 36-Jährige. Vor jedem Sprung hatte er die Zuschauer zum Mitklatschen aufgefordert, und die machten sofort mit. „Da hat man schon beim Anlauf Gänsehaut“, sagte Onnen. „Da wollte der Kopf aus, da wollte man einfach nur noch drüber.“

Mit Eike und Imke Onnen stehen erstmals bei einer Leichtathletik-EM Bruder und Schwester in derselben Disziplin in einem Finale. Zwar hatten dies auch die Diskusbrüder Robert und Christoph Harting sowie Schwestern wie die Hahner-Zwillinge Anna und Lisa im Marathonlauf geschafft, aber noch nie Bruder und Schwester.

Imke springt am Freitag im Finale

„Das ist eine riesige Traumerfüllung“, sagte Eike Onnen nach dem Wettkampf. Jetzt ist der große Bruder wieder als Tippgeber und Daumendrücker gefordert, wenn Imke am Freitag (19.20 Uhr) im Finale steht. „Wir sagen ihr, sie soll einfach noch mal versuchen, 1,90 zu springen. Am besten klappt es, wenn man sich wenig Gedanken macht, es einfach genießt, die Atmosphäre mitnimmt.“

​"Habe eine Medaille im Hinterkopf"

So wie er am Donnerstagabend. Und was hat er sich selbst für das Finale, in dem er mit Mateusz Przybylko am Sonnabend (20 Uhr) steht vorgenommen? Eine Medaille, wie Imke Onnen verraten hatte? „An einem guten Tag kann das klappen. Mal gucken was die Knochen in zwei Tagen sagen. Im Hinterkopf habe ich das“, sagte Eike Onnen.

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