Verlässt RB Leipzig nun wohl doch frühzeitig: Trainer Ralph Hasenhüttl. Trotz erfolgreicher Zusammenarbeit gehen RB Leipzig und Ralph Hasenhüttl getrennte Wege. © 2018 Getty Images
Verlässt RB Leipzig nun wohl doch frühzeitig: Trainer Ralph Hasenhüttl.

Das Ende: Ralph Hasenhüttl verlässt RB Leipzig

RB Leipzig und Ralph Hasenhüttl gehen nach zwei Jahren gemeinsamer Zusammenarbeit getrennte Wege

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Leipzig. RB-Cheftrainer Ralph Hasenhüttl versiebte beim Abschiedsspiel von Dominik Kaiser zwei Großchancen, machte hinterher in der VIP-Loge einen geknickten Eindruck. Hatte natürlich nichts mit Fahrigkeit vorm Tor, sondern mit einer vertraglichen Gemengelage und Anerkennung zu tun. Hasenhüttls Vertrag läuft noch eine Saison – und laut einer sonntäglichen Andacht von Sportdirektor Ralf Rangnick werde der auch 2018/2019 mit Leben sprich mit Hasenhüttl an der Seitenlinie gefüllt.

Hätte RB Leipzig mit Ralph Hasenhüttl verlängern müssen? +++ Alle Infos zum Thema findet ihr auf LVZ Sportbuzzer http://www.sportbuzzer.de/verein/rb-leipzig-001/ +++

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Mittwoch, 16. Mai 2018

Der Coach wollte mehr, wollte zwei nicht nur aus seiner Sicht erfolgreiche Spielzeiten gewürdigt wissen. In Form einer Ausweitung des Kontraktes – laufzeittechnisch und finanziell. In der Rolle des Bittstellers sah sich der 50-Jährige nicht.

Am Dienstag fiel dann viel mehr als eine Vorentscheidung beim Gipfeltreffen der Großkopferten. Am Verhandlungstisch: Geschäftsführer Oliver Mintzlaff, Rangnick und Hasenhüttl. Themen: Die abgelaufene Saison, die kommende, die Jahre darüber hinaus. Quintessenz: Die RB-Bosse sehen davon ab, Hasenhüttls Vertrag über 2019 hinaus zu verlängern. Die zuerst von Bild und Kicker vermeldete Kernbotschaft deckt sich mit unserem Kenntnisstand: Das Misstrauensvotum der RB-Chefs wird in einer zeitnahen Trennung münden.

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Nach LVZ-Informationen hat sich Hasenhüttl diesbezüglich bereits positioniert. Es steht nur noch eine Frage im Raum: Wie sieht der Notausgang für Helden aus? Und Helden sind sie ja irgendwie alle. Rangnick, der Architekt des Erfolges. Mintzlaff, der gut abgehangene Verhandler und nervenstarke Beschaffer des Champions-League-Startplatzes. Hasenhüttl, der Vizemeister im ersten und Rangsechste im zweiten Bundesligajahr.

Wenn Hasenhüttl von sich aus hinwirft, geht im Normalfall die Abfindung flöten. Weil Profis am Werke sind und beide Parteien einen schnellen und finalen Schlussstrich wollen, wird man sich einigen. Die Trennung wird wohl schon am Mittwoch öffentlich gemacht, das finanzielle Gedöns wird wie einst im Fall Alexander Zorniger dezent im Hintergrund abgearbeitet.

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Damit enden zwei Jahre, die RB auf die Showbühne Bundesliga-Spitze und internationales Geschäft gehievt haben. Ralph Hasenhüttl und RB – das passte wie A... auf Eimer. Jedenfalls eineinhalb Jahre lang. Im Dezember 2017 kam die Traum-Ehe Ralf & Ralph in Schieflage. Ralf wollte Ralphs Vertrag verlängern. Ralph wollte nicht, ließ gewachsene Muskeln spielen. Als es sportlich weniger wurde und ein Tief mit 21 Punkten aus 19 Bundesligaspielen nicht mehr hoch kam, wollte Rangnick nicht mehr. Irgendwann kamen Rangnick und Mintzlaff offenbar auf den Trichter, dass Hasenhüttl nicht mehr Teil der Lösung, sondern Teil der Probleme ist.

Wie geht es weiter? Dass sich Rangnick wie 2015 selbst auf die Bank setzt, ist eigentlich keine Option. Aber das war 2015 auch so. Denkbar ist eine Art Doppelspitze mit Rangnicks hochtalentiertem Ziehsohn Robert Klauß (U19-Coach) und Hasenhüttls Assistenten Zsolt Löw. Wobei Letzterer ein Angebot von Paris St. Germain hat und im Duett mit Thomas Tuchel reich und berühmt werden könnte.

Mit der Entwicklung am Dienstagabend geriet eine für RB äußerst positive Nachricht vom Mittag plötzlich in den Hintergrund: Mit Timo Werner stellt RB erstmals einen WM-Spieler für die DFB-Elf. Auch Emil Forsberg (Schweden) und Yussuf Poulsen (Dänemark) sind gesetzt. Dayot Upamecano (Frankreich) befindet sich eher in der Rolle des Ersatzmannes, der Portugiese Bruma wird nicht berücksichtigt.

Timo Werner erhielt diesmal keinen Anruf von Jogi, er fand einen Brief des DFB in seinem Postkasten. In der neuen Bundesligasaison bekommt der hochbegabte 22-Jährige einen neuen Cheftrainer.

Laut Frankfurter Rundschau ist RB an Eintracht-Flügelspieler Marius Wolf, 22, interessiert. Wolf hat eine Fünf-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel.

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