12. August 2018 / 21:55 Uhr

Das Erfolgsrezept von Wiebke Brandes: Nie ohne Banane

Das Erfolgsrezept von Wiebke Brandes: Nie ohne Banane

Sönke Rathje
Spielte stark im defensiven Mittelfeld: Wiebke Brandes vom SV Arminia Vechelde gewann trotz Bezirkspokal-Aus die Internet-Wahl zur „Heldin der Woche“.
Spielte stark im defensiven Mittelfeld: Wiebke Brandes vom SV Arminia Vechelde gewann trotz Bezirkspokal-Aus die Internet-Wahl zur „Heldin der Woche“. © verein
Anzeige

Ihre aufopferungsvolle Leistung im defensiven Mittelfeld half zwar nicht zum Sieg im Fußball-Bezirkspokal-Spiel – brachte Wiebke Brandes aber die Auszeichnung „Heldin der Woche“. Die Mittelfeldakteurin von Arminia Vechelde erhielt 37,1 Prozent der Stimmen bei der Internet-Wahl. Im Interview verriet sie, dass sie vor jedem Spiel eine Banane isst.

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Im Interview berichtet die 25-jährige Master-Studentin der Wirtschaftsingenieurswissenschaften über ihre Wechselgründe zur Arminia und verrät, dass sie ihr fußballerisches Können schon einmal in einer Fernsehshow unter Beweis gestellt hat.

Trotz guter Leistung und Sonderlob des Trainers gegen Wacker Braunschweig mit 1:2 verloren – Wiebke, wie groß war die Enttäuschung nach dem Bezirkspokal-Spiel?

Wir waren nach dem Spiel schon sehr enttäuscht, denn wir waren eigentlich das gesamte Spiel über überlegen, haben das Spiel gemacht und hatten mehr Ballbesitz. Wacker hatte zwei Torchancen und die hat die Mannschaft genutzt, während wir dreimal Alu getroffen haben. Es ist schade, dass wir nicht weitergekommen sind, wir hätten gerne noch gegen einen höherklassigen Gegner gespielt

War das Spiel gegen Wacker auch schon so etwas wie ein erster Härtetest für die kommende Saison?

Ich denke schon, die Mannschaft hat im vergangenen Jahr sehr offensiv gespielt, teilweise mit zweistelligen Ergebnissen gewonnen und war es daher gewohnt, nach vorne zu agieren. Das Spiel gegen Wacker war viel körperbetonter, und der Gegner war oft einen Schritt schneller. Das ist schon ein großer Unterschied zur Kreisliga, daran müssen wir uns erst gewöhnen.

Was ist in der Bezirksligasaison für Vechelde möglich?

Als Aufsteiger geht es erst einmal um den Klassenerhalt, wenn wir da halbwegs an die letzte Saison anknüpfen können und die eigene Offensivstärke ausspielen, glaube ich, dass wir die Klasse halten werden und uns in der Bezirksliga etablieren können. Die Chancen sind jedenfalls gut, wir haben viele junge Spielerinnen die Fußballspielen können, schnell sind und noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angelangt sind. Aber ich kann die Liga auch nur schwer einschätzen, da ich nie Bezirksliga gespielt habe.

Mehr aus der Region Peine

Sie sind nach nur einem Jahr beim Landesligisten VfB Peine zur Arminia gewechselt, was waren die Gründe?

Bevor ich zum VfB kam, war ich zwölf Jahre in Denstorf, dort habe ich in der 7er-Kreisliga gespielt. Ich wollte unbedingt auf dem 11er-Feld spielen und habe mir auch den Sprung zugetraut. Leider war ich dann oft verletzt und konnte nie richtig Fuß fassen. Ich habe dann nach einer Möglichkeit für einen Neuanfang gesucht und wollte weiterhin auf Großfeld spielen. Da ich aus der Nähe von Vechelde komme und dort das Umfeld kenne, lag der Entschluss nahe. Hier herrscht eine sehr familiäre, dörfliche Atmosphäre, das hat mir beim „Stadtverein“ VfB auch etwas gefehlt. Aber es gibt noch einen anderen wichtigen Punkt, der für die Arminia spricht – der Verein hat im Damenbereich alle Mannschaften bis runter zur F-Jugend besetzt, das ist eine fantastische Ausgangsituation, um hier für die Zukunft etwas Großes entstehen lassen zu können, zumal die Trainer sowohl in der Jugend, als auch im Damenbereich eine super Arbeit leisten und topmotiviert sind. Ich möchte Teil dieser Entwicklung sein und hoffentlich mit meinen Leistungen auch ein gutes Stück dazu beitragen.

An welchen Fußballmoment erinnern Sie sich gerne zurück?

Da gibt es drei besondere Momente. Der erste stammt aus der Zeit, als ich noch mit den Jungs zusammen in der E-Jugend von Bodenstedt gespielt habe, damals waren wir Einlaufkinder im Eintracht-Stadion, das war etwas sehr besonderes, an dass ich mich gerne zurückerinnere. 2005 haben wir dann mit unserer Denstorfer Mädchenmannschaft bei Toggo United, einer Fußballshow, auf Super RTL, teilgenommen. Wir sind nach Köln gefahren, inklusive Übernachtung und haben in einem großen Fernsehstudio gegen andere Teams verschiedene Fußballübungen gemacht. Das wurde auch im Fernsehen übertragen, die DVD davon habe ich heute noch.Ein weiterer besonderer Moment war der Gewinn der Kreismeisterschaft mit dem TSV Denstorf 2008 – das war eine tolle Zeit mit all den Feiern.

Haben Sie eigentlich eine Marotte vor dem Spiel?

Meine Mutter hat mir früher immer eine Banane mit zum Training und zu den Spielen gegeben – das habe ich beibehalten, auch heute esse ich noch vor jeder Einheit, oder jedem Spiel eine. Ich weiß nicht ob es hilft, aber es gibt mir ein gutes Gefühl.

Wie werden Sie ihre Wahl jetzt feiern?

Die Mädels lieben „Pfeffi“ einen Pfefferminzlikör, mit dem haben sie auch den Aufstieg gefeiert, den werde ich zusammen mit einer Kiste Bier spendieren.

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Peine
Sport aus aller Welt