Das große Hauen und Stechen geht in die nächste Runde © MAZ-Grafik Detlev Scheerbarth

Das große Hauen und Stechen geht in die nächste Runde

Regionalliga Nordost: Am Freitag startet die Liga in die Spielzeit 2016/17 und ist attraktiv wie nie.

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Der Kreis der Favoriten auf den Staffelsieg in der Fußball-Regionalliga-Saison 2016/17 ist erwartungsgemäß wieder umfangreich. „Für mich zählen dazu der Berliner AK, Wacker Nordhausen, Carl Zeiss Jena, Viktoria Berlin und natürlich der FC Energie Cottbus“, berichtet Cem Efe, Trainer des SV Babelsberg 03.

Wollitz sieht eigenes Team noch nicht "auifstiegsreif"

Natürlich Energie Cottbus. Für die Lausitzer um Trainer Claus-Dieter Wollitz kann das Ziel nach dem Drittliga-Abstieg dem Vernehmen vieler Fans nach nur der sofortige Wiederaufstieg sein. Wollitz ist sich der Schwere dieser Aufgabe aber durchaus bewusst und sieht sein Team aktuell noch nicht „aufstiegsreif“. Der Umbruch im Team der Cottbuser war groß. Die Personalplanungen sind vor dem Auftaktspiel beim Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig (Sonntag, 14.05 Uhr) noch in vollem Gange. „Logisch ist, dass wir noch Verstärkungen benötigen und diese natürlich für die Qualität des Kaders und nicht für die Breite“, stellt Wollitz fest.

Gleich 22 Spieler aus der Vorsaison haben das Team verlassen. Mit Joshua Putze (kam vom BFC Dynamo), Fabio Viteritti (TSG Neustrelitz), Kevin Weidlich (BFC Dynamo) und Benjamin Förster (FSV Wacker Nordhausen) konnte der FCE bei seinen Neuzugängen vor allem Akteure für sich gewinnen, die über Regionalliga-Erfahrung verfügen. Zum aktuell 16-köpfigen Kader zählen aber auch sechs Nachwuchsspieler, die in der vergangenen Spielzeit für die eigene A-Jugend aufliefen.

Cem Efe: "Ich bin kein Zauberer"

„Es gibt immer mehr Mannschaften, die ganz vorne mitspielen wollen“, weiß Efe. Seinen SVB zählt er nicht dazu. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unten reinrutschen und uns so schnell wie möglich ein Polster erarbeiten.“ Im Vorjahr belegten die Babelsberger mit 53 Punkten den sechsten Tabellenplatz. „Wir haben im Sommer aber fünf Stammspieler verloren und müssen abwarten, wie sich die Neuzugänge unter Druck verhalten“, dämpft Efe die Erwartungshaltung bei den Kiezkickern, die bei den Neuverpflichtungen vor allem auf junge Spieler setzten. „Da muss man auch die nötige Geduld beweisen – ich bin kein Zauberer“, so SVB-Coach Cem Efe.

Für Ingo Nachtigall, seinen Trainerkollegen vom FSV 63 Luckenwalde, ist die Nordoststaffel in der kommenden Saison die attraktivste der fünf Regionalligen in Deutschland. „Mit Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig und Absteiger Energie Cottbus kommen zwei ambitionierte Teams hinzu“, weiß der 54-Jährige, der das Traineramt beim FSV im vergangenen März von Jörg Heinrich übernahm. Die großen Transferaktivitäten vieler Vereine sind für ihn „schon Wahnsinn“.

Der FSV Wacker Nordhausen (belegte im Vorjahr Platz drei) hat bislang zwölf neue Spieler geholt, darunter den letztjährigen Bundesligaprofi Marco Sailer vom SV Darmstadt 98.  Beim letztjährigen Zweitplatzierten Berliner AK zählt man gleich 14 Neuzugänge und bei den von vielen Trainern hoch gehandelten Kickern von Viktoria Berlin stehen neun neue Akteure im Kader – das große Hauen und Stechen um die Spitzenposition hat wieder begonnen. Selbst dem Aufsteiger von Lok Leipzig, der in der Oberliga auf die Unterstützung von durchschnittlich fast 3000 Zuschauern setzen konnte und kein Punktspiel verloren hat, trauen einige den direkten Durchmarsch in die dritte Liga zu. Der spielstarken Reserve von Loks Stadtrivalen RB Leipzig II werden ebenfalls Außenseiterchancen eingeräumt.

Luckenwalde will sich nicht verstecken

In Luckenwalde setzt man hingegen eher auf Kontinuität. Mit Torhüter Georgios Kitsos  und dem ungarischen Offensivakteur Richard Juhasz stehen bislang erst zwei Neuzugänge zu Buche. Man vertraut zum Großteil auf den Kader, der im Vorjahr dank einer starken Rückrunde den zwischenzeitlich kaum noch für möglich gehaltenen Klassenerhalt geschafft hat. Dieser steht auch in der kommenden Spielzeit auf der Agenda. „Wir haben mit Abstand die bescheidensten Mittel in der Liga. Wir wollen nicht über unseren Verhältnissen leben und die Sache nüchtern und sachlich angehen – verstecken werden wir uns aber nicht“, erklärt Nachtigall.

Die Voraussetzungen sind vor dem ersten Spiel beim FC Oberlausitz Neugersdorf (Sonntag, 13 Uhr) nicht die besten. Tobias Francisco (Schambeinentzündung) und Sascha Guthke (Innenbanddehnung im Knie) fallen für die Auftaktpartie auf jeden Fall aus. Aaron Bogdan und Tiago Sprenger sollen nach Adduktoren-Beschwerden morgen wieder mit der Mannschaft trainieren. „Für uns geht es darum, die ersten zwei, drei Spiele vernünftig zu überstehen und zu hoffen, dass uns dann wieder ein breiterer Kader zur Verfügung steht. Wir wollen uns der hammerharten Herausforderung auf jeden Fall stellen und in dieser lukrativen Liga mit den vielen Traditionsvereinen bestehen“, gibt Nachtigall die Marschrichtung vor  und freut sich , dass sich der „kleine FSV“ mindestens eine weitere Spielzeit in dieser starken Liga beweisen darf.

Regionalliga Nordost Region Nordostdeutschland (Herren) Region/Leipzig FC Energie Cottbus (Herren) FSV Union Fürstenwalde (Herren) FSV 63 Luckenwalde (Herren) SV Babelsberg 03 (Herren) TSG Neustrelitz (Herren) FC Schönberg 95 (Herren) VfB Auerbach (Herren) FSV Budissa Bautzen (Herren) FC Oberlausitz Neugersdorf (Herren) 1. FC Lokomotive Leipzig (Herren) RasenBallsport Leipzig ll (Herren) ZFC Meuselwitz (Herren) FC Carl Zeiss Jena (Herren) FSV Wacker Nordhausen (Herren) FC Viktoria 1889 Berlin (Herren) Berliner Athletik Klub 07 (Herren) Hertha BSC II (Herren) BFC Dynamo (Herren)

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