31. März 2018 / 21:12 Uhr

"Das ist aberwitzig": Hannover 96 ärgert sich über Videobeweis-Entscheidung gegen RB Leipzig

"Das ist aberwitzig": Hannover 96 ärgert sich über Videobeweis-Entscheidung gegen RB Leipzig

Redaktion Sportbuzzer
Twitter-Profil
Hannovers Matthias Ostrzolek (links) und Niclas Füllkrug stehen nach dem Spiel enttäuscht auf dem Platz. 
Hannovers Matthias Ostrzolek (links) und Niclas Füllkrug stehen nach dem Spiel enttäuscht auf dem Platz.  © dpa
Anzeige

Kurz vor Schluss hatte Niclas Füllkrug für Hannover 96 gegen RB Leipzig zum 3:3 getroffen. Doch Schiedsrichter Guido Winkmann gab den Treffer wegen einer knappen Abseitsstellung nach einem Hinweis aus Köln nicht. Der Videobeweis hatte entschieden - sehr zum Ärger von Hannover 96. 

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Dass RB Leipzig das Spiel bei Hannover 96 gewinnen konnte, lag aus Sicht der Gastgeber auch am Schiedsrichter und einer strittigen Video-Entscheidung in der Schlussphase. Der eingewechselte Niclas Füllkrug hatte zehn Minuten vor dem Spielende und nur drei Minuten nach seinem 2:3 (78. Minute) gar noch den vermeintlichen Ausgleich erzielt.

​Dem Jubel folgt Frust

Riesenjubel im Stadion - doch der wurde langsam leiser, als immer mehr der 42.300 Zuschauer merkten, dass Schiedsrichter Guido Winkmann zur Mittellinie geschritten war und dort in den kleinen Bildschirm an der Seitenlinie schaute. Der Unparteiische hatte einen Hinweis aus Köln bekommen. Füllkrug habe im Abseits gestanden, Winkmann schaute sich die Szene an. Und tatsächlich: hauchdünn stand der Stürmer mit seinem Hacken in der verbotenen Zone. Dem Jubel weichte Frust - Winkmann gab den Treffer nicht.

Die Stimmen zur Videobeweis-Entscheidung bei Hannover 96 gegen RB Leipzig.

Zur Galerie
Anzeige

"Das Tor ist richtigerweise nicht anerkannt worden", sagte Winkmann nach dem Spiel. Bei Hannover 96 war man da anderer Meinung - allen voran Manager Horst Heldt. Der holte direkt nach dem Abpfiff vor dem Mikrofon des Bezahlsenders Sky aus und redete sich in Rage: „Jetzt sagen Sie mir, wo der da im Abseits steht. Gleiche Höhe - im Zweifel für den Stürmer", schimpfte er.

​Für Breitenreiter ein reguläres Tor

Auch später hatte sich Heldt noch nicht beruhigt und sprach von einer "aberwitzigen" und "knappen" Entscheidung gegen 96. Der Manager klagte, dass Winkmann in der ersten Hälfte kurz vor dem 0:1 eine Abseitsstellung von RB Leipzig nicht abgepfiffen habe, obwohl der Linienrichter die Fahne gehoben habe - die Spielsituation vor dem Forsberg-Tor wäre so nicht entstanden.

Mehr zu #H96RBL

Für 96-Trainer André Breitenreiter war der Füllkrug-Treffer ein reguläres Tor. "Es war kein Abseits, der Ellbogen von Poulsen war auf gleicher Höhe mit dem Fuß von Füllkrug", ärgerte sich der Coach (Anmerkung der Redaktion: Laut Regelwerk sind die Arme für die Abseitsentscheidung nicht maßgeblich). Er habe immer für den Videobeweis plädiert, aber heute sei er sauer. "Warum greift der Videoassistent ein, obwohl es keine klare Situation ist? Das ist uns anders vermittelt worden", kritisierte Breitenreiter weiter.

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl war das egal. Der Österreicher spielte auf die Ungerechtigkeit an, die Leipzig aus seiner Sicht in der Vergangenheit ereilt habe. „Es ist das erste Mal in dieser Saison, dass eine Entscheidung gegen uns nach Videobeweis zurückgenommen wurde. Das war der Anschluss zum 1:10 für uns“, sagte Hasenhüttl süffisant.

dt/aw/sp (mit dpa)

So waren die Profis von Hannover 96 gegen RB Leipzig in Form

Zur Galerie
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt