09. Januar 2019 / 11:57 Uhr

Das neue Leben des Farai Mbidzo: Weniger Fußball, viel Musik

Das neue Leben des Farai Mbidzo: Weniger Fußball, viel Musik

Redaktion Sportbuzzer
 Beim legendären 6:0 gegen FC St. Pauli am 23. August 2002 auf der Lohmühle dabei: Farai Mbidzo mit Doppel-Torschütze Daniel Der Knipser Fußballgott Bärwolf gegen Paulis Marcao.
Beim legendären 6:0 gegen FC St. Pauli am 23. August 2002 auf der Lohmühle dabei: Farai Mbidzo mit Doppel-Torschütze Daniel "Der Knipser" "Fußballgott" Bärwolf gegen Paulis Marcao. © LN-ARCHIV
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Der Ex-Profi des VfB Lübeck spielt mit seiner Band Oneness am Samstag beim Benefiz-Fußball-Turnier um den Gottschi-Cup in der Bad Schwartauer Jahnhalle

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Er ist immer noch schnell, zu schnell für seine Mitspieler. “Du kannst in fünf Jahren mal wieder vorbeischauen”, sagt einer. Farai Mbidzo nickt: “Die Unterschiede sind wirklich zu groß.” Dabei will er doch nur ein bisschen spielen, bei der Alt-Herren-Mannschaft in Rahlstedt. Doch mit seinen mittlerweile 46 Jahren ist er viel zu gut . Also belässt es der ehemalige Mittelfeldspieler, der für den VfB Lübeck 41 Zweitligaspiele und 76 Regionalliga-Partien bestritt, bei seiner Freizeitbeschäftigung: Er kickt jeden Sonntag mit Freunden zum Spaß auf dem Sportplatz am Hagen in Ahrensburg.

Farai Mbidzo - Fußballer und Musiker

Zweitliga-Aufstieg nach einem 2:1 gegen den Chemnitzer FC am vorletzten Spieltag: 
Mustafa Turgut (l.) und Farai Mbidzo feiern auf der Tribüne. Zur Galerie
Zweitliga-Aufstieg nach einem 2:1 gegen den Chemnitzer FC am vorletzten Spieltag:  Mustafa Turgut (l.) und Farai Mbidzo feiern auf der Tribüne. ©
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Nur auf der Couch liegen und Sport im Fernsehen gucken, das ist nichts für Mbidzo. “Dann wächst der Bauch, das ist nicht gut”, sagt er. Also läuft er noch ein bisschen in Ahrensburg, wo er seit Jahren mit seiner Frau Chipo und den beiden Kindern lebt. Als ehemaliger Fußball-Profi weiß er, wie man sich belasten kann – und muss.

Die Vergangenheit holt ihn manchmal ein, wenn er an die Zeit beim VfB denkt. Da ist besonders das eine Spiel im Gedächtnis geblieben, das 6:0 gegen den FC St. Pauli am dritten Spieltag 2002/2003. Mbidzo trifft zum 4:0 in der 63. Minute, es bleibt sein einziges Tor in der 2. Liga. Tabellenführer. Erinnerungen. Schon lange hat er nicht mehr auf der Lohmühle vorbeigeschaut. “Die Zeit fehlt”, sagt Mbidzo. Die Arbeit ruft. Der Familienvater, in Simbabwe geboren, ist Schlosser in Hamburg. Kontakt hält er ab und zu zu seinen ehemaligen Mitspielern Ibi Türkmen und Reiner Plaßhenrich.

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Ein Hobby steht bei ihm längst im Vordergrund – die Musik. Reggae-Musik. Vorbild: Bob Marley. 2005 beginnt er sein musikalisches Talent als Songwriter und Frontman seiner Band Oneness zu verwirklichen. “Open your heart”, so heißt seine musikalische Botschaft. “Mit Musik kann man viele Menschen erreichen, das Leben genießen, eine Einheit bilden”, sagt Mbidzo, der seine Band deshalb auch Oneness (Einheit) genannt hat. “Du kannst deinen eigenen Glauben haben, und gemeinsam können wir was bewegen. Hauptsache es ist Frieden”, sagt Mbidzo, der katholisch aufgewachsen und erzogen wurde.

Musik und Fußball, das lässt sich gut vereinen. Deshalb tritt Mbidzo mit seiner Band am 12. Januar beim Benefiz-Fußball-Turnier in der Jahnhalle in Bad Schwartau auf (14 bis 20 Uhr). “Ich freue mich auf das Wiedersehen mit ehemaligen Mitspielern”, sagt Mbidzo, der noch einen Termin verrät: Am 1. Juni spielt er bei der 100-jährigen Jubiläumsfeier des VfB Lübeck im Schuppen 6. Peter-Wulf Dietrich

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