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Das neue Leben in der Zweiten Liga

Nach Holsteins Aufstieg: Zwei bis vier Neuzugänge – Vertrag mit Janzer verlängert – Vorfreude auf große Gegner

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Die KSV Holstein spielt nach 36 Jahren wieder in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Neben der Begeisterung über den Erfolg wirft dieses für den Kieler Profisport epochale Ereignis auch Fragen auf. Wie muss der Kader aussehen, damit sich die Störche in der zweithöchsten Klasse etablieren können? Auf welche Gegner können sich die Fans freuen? Wie geht’s weiter mit dem Umbau des Holstein-Stadions? Wie viel Geld erhält die KSV aus der Vermarktung der TV-Rechte? Ein Überblick.

DIE KADERPLANUNG

Der gemeinsame Triumph eines Aufstiegs schweißt eine Mannschaft zusammen. Diesen Effekt wollen die Holstein-Verantwortlichen nutzen. Der ohnehin schon verschworene Haufen „ohne Stinkstiefel“, wie Kapitän Rafael Czichos betont, soll im Kern zusammenbleiben. Dazu wird auch der offensive Flügelspieler Manuel Janzer gehören, dessen Vertrag um ein Jahr bis zum 30. Juni 2018 verlängert worden ist. „Diese Mannschaft hat es absolut verdient, in der Zweiten Liga zu spielen“, stellt KSV-Sportchef Ralf Becker klar. „Natürlich wird es Veränderungen geben“, ergänzt der 46-jährige. „Aber wir werden keinen großen Umbruch machen.“ Als realistische Variante zur gezielten Verstärkung gelten zwei bis vier Neuzugänge, Namen sind (noch) geheime Kommandosache.

Offen ist noch die Zukunft der drei bis zum Saisonende ausgeliehenen Profis. Sowohl Aufstiegs-Torschütze Marvin Ducksch vom FC St. Pauli als auch Linksverteidiger Christopher Lenz (Union Berlin) fühlen sich in Kiel wohl. Während in der Causa Ducksch noch kein Trend erkennbar ist, spielt Lenz laut „Berliner Kurier“ in den Planungen von Union-Trainer Jens Keller keine Rolle mehr. Anders liegt der Sachverhalt bei Robin Zentner (FSV Mainz 05). Der 22-Jährige füllt zwar die Rolle des Reserve-Torhüters vorbildlich aus, strebt aber dauerhafte Spielpraxis an. An der Nummer 1 an der Förde, Kenneth Kronholm, wird Zentner jedoch auf absehbare Zeit nicht vorbei kommen.

DER STADIONUMBAU

Wie diese Zeitung bereits ausführlich berichtet hat, machen die Auflagen der Deutschen Fußball Liga (DFL) einen kurzfristigen Umbau des Holstein-Stadions notwendig, der rund zehn Millionen Euro kosten wird. Wer diese Mittel zu welchen Anteilen aufbringt, ist noch ungeklärt. „Wir führen ab Montag Gespräche mit der Stadt und dem Land, aber bauliche Maßnahmen wird es vor dem Landespokalfinale am 25. Mai gegen den SV Eichede nicht geben“, sagt Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke.

Die weitere Vorgehensweise hat Gerhard Lütje nach der Aufstiegs-Entscheidung konkretisiert. „Das Wichtigste ist, dass wir in der Zweiten Liga bleiben. Sonst war alles umsonst“, sagt der stellvertretende Aufsichtsratschef und Hauptsponsor der KSV und macht damit deutlich, dass die Qualität des Kaders Priorität hat. Sollte allerdings eine schnelle Einigung über die Stadionumbau-Finanzierung nicht möglich sein, „würden wir für die nötigen Investitionen in Vorlage treten, wenn die Stadt und das Land mir garantieren, dass ich diese Mittel zurückbekomme“, ergänzt der Geschäftsführende Gesellschafter der Citti-Unternehmensgruppe. „Es geht nicht um Liquidität, sondern um Zuverlässigkeit. Wir müssen vernünftig verhandeln.“ Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat erklärt: „Wenn der Verein und seine Sponsoren aktiv werden, werden wir als Stadt nicht untätig bleiben. Das Stadion gehört schließlich der Stadt, da sind wir mit in der Verantwortung.“ Ein Zwangs-Umzug ans Hamburger Millerntor oder zur Lübecker Lohmühle soll laut Lütje vermieden werden.

DIE ZWEITE LIGA

...startet vom 28. bis 31. Juli in die Saison 2017/18 und hält für die KSV diverse „Kracher“ gegen große Namen mit langjähriger Erstliga-Historie bereit. Zu diesen Klubs zählen Stand jetzt 1. FC Nürnberg, VfL Bochum, 1. FC Kaiserslautern (mit Holsteins Ex-Sportchef Uwe Stöver), Fortuna Düsseldorf und Arminia Bielefeld. 1860 München, der Sieger über die Störche im Relegationsdrama von 2015, steht nach dem vorletzten Spieltag erneut auf dem Relegationsplatz. Besonders reizvoll sind natürlich Nordderbys. Sicher stattfinden wird die Begegnung mit dem FC St. Pauli, möglich sind Partien gegen die noch um den Aufstieg kämpfenden Spitzenteams Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Sollte gar der Bundesliga-Dino HSV absteigen, gibt’s das erste Punktspiel Holsteins gegen die Hanseaten seit dem Oberliga-Duell vom 27. Januar 1963 vor 17000 Zuschauern im Holstein-Stadion (1:1). Die Tore schossen damals Fritz Boyens für die Störche und Jürgen Werner für den HSV.

DIE TV-RECHTE

Im Rahmen des neuen Fernseh-Vertrages erhalten die 36 Klubs der Ersten und Zweiten Bundesliga ab der kommenden Saison bis 2020/21 pro Jahr 1,16 Milliarden Euro, bisher waren es 680 Millionen. Verteilt werden die Rechte-Erlöse nach vier Kriterien: Fünfjahreswertung (70 Prozent), sportliche Nachhaltigkeit/20-Jahres-Tabelle, Nachwuchsarbeit und Wettbewerb/Medienerlöse. Nach diesem Schlüssel steht Newcomer Holstein Kiel naturgemäß am Ende der Liste und darf mit einer Zuwendung in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro für die Zweitliga-Saison 2017/18 rechnen.

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