Dynamo-Routinier Andreas Lambertz sieht seine Mannschaft wieder im Aufwind. Er hofft, dass heute in Sandhausen der zweite Auswärtssieg der Saison gelingt. © Imago

Das schwarz-gelbe Selbstbewusstsein ist zurück

Dynamo Dresden kann am Freitag im Sandhausener Hardtwald mit breiter Brust und voller Kapelle aufspielen.

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Dresden. Mit Respekt vor dem Gegner, aber zugleich voller Zuversicht laufen die Dynamo-Profis am Freitagabend um 18.30 Uhr beim SV Sandhausen auf. Dass die Schwarz-Gelben im Hardtwaldstadion noch nie gewonnen haben, obwohl die Dresdner Fans dort in der Regel lauter sind als die der Gastgeber, das berührt die aktuelle Mannschaft wenig. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Zum einen hat nur Marco Hartmann noch vage Erinnerungen an das letzte Auswärtsspiel am 19. Oktober 2013, das vor 6500 Zuschauern mit einem 0:0-Unentschieden endete, denn außer ihm ist kein Spieler von damals mehr dabei. Zum anderen zeigten sich die Kicker von Trainer Uwe Neuhaus am vergangenen Sonntag beim 2:2 gegen Würzburg gut von den beiden 0:3-Klatschen gegen Aue und in Kaiserslautern erholt. Obwohl sie gegen den Mitaufsteiger eine zweimalige Führung nicht bis ins Ziel retten konnten, lobte Neuhaus seine Spieler: „Die Mannschaft hat kämpferisch und läuferisch alles investiert.“ Die Reaktion nach den beiden Pleiten zuvor sei richtig „stark“ gewesen. „Zweimal den Ausgleich wegzustecken, muss man nach so einer Woche erst mal schaffen“, zollte der Coach seinen Pappenheimern Anerkennung.

Dass die Partien gegen Aue und auf dem Betzenberg Ausrutscher waren, davon ist auch Mittelfeldspieler Andreas Lambertz überzeugt: „Nach zweimal 0:3 auf den Arsch war das in Ordnung. Wir haben trotzdem wieder selbstbewusst Fußball gespielt, phasenweise ruhig und gut nach vorne.“ Der 31-Jährige sieht sein Team wieder im Aufwind: „Wir waren wieder selbstbewusst, haben wieder versucht, unser Ding durchzuziehen.“ Nur in Notsituationen habe man lange Bälle geschlagen, sich sonst vom Gegner nicht beeindrucken lassen. Der ehemalige Düsseldorfer freute sich: „Uns haben die zwei Niederlagen nicht zurückgeworfen.“

Ein Grund mehr für Dynamo, mit Optimismus beim SVS anzutreten, ist der, dass Neuhaus bis auf den an Patellasehnenproblemen laborierenden Niklas Landgraf keine Verletzten zu beklagen hat. „Alle sind fit – außer Landgraf“, freut sich der Trainer. Sein Kollege Kenan Kocak hat da weit weniger Alternativen. Im Mittelfeld fallen seit Wochen mehrere Spieler aus: Manuel Stiefler (Reha nach Knochen-Ödem), Maximilian Jansen (Reha nach Kreuzbandriss), Steven Zellner (Trainingsrückstand) und Erik Zenga (Trainingsrückstand nach Fuß-OP) können wohl nicht auflaufen. Im Angriff plagt sich Linksaußen Julian Derstroff mit Achillesfersenproblemen herum. Immerhin bietet sich Mittelstürmer José-Pierre Vunguidica wieder an, der Angolaner hat einen Muskelfaserriss auskuriert und sich über Spiele in der 2. Mannschaft wieder herangekämpft.

Angesichts überschaubarer Alternativen wird Kocak wohl kaum große Änderungen an seinem System vornehmen und weiter auf Konterfußball setzen. Der Rhein-Neckar-Zeitung sagte der Türke: „Wir werden an unserer Philosophie festhalten.“ Seine Marschroute auf dem Weg zum zweiten Saisonsieg lautet: „Wir wollen aggressiv angreifen und schnell umschalten.“ Ob das ähnlich gut klappt wie am 4. Spieltag beim 2:0-Heimerfolg gegen Kaiserslautern, das müssen die Sandhäuser erst einmal beweisen. Auch sie warten wie Dynamo seit drei Spielen auf einen Sieg. Zuletzt hatten die Kurpfälzer großes Glück in Fürth, denn erst in der Nachspielzeit glichen sie durch Andrew Wooten zum 1:1 aus.

Schiedsrichter ist am Freitag Günter Perl (47) aus Pullach.

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