06. Dezember 2018 / 12:12 Uhr

Das sind die größten Derbys in Brandenburg (mit Galerie)

Das sind die größten Derbys in Brandenburg (mit Galerie)

Lars Sittig
Eines der spannendsten Derbys: Der Ludwigsfelder FC gegen den FSV 63 Luckenwalde.
Eines der spannendsten Derbys: Der Ludwigsfelder FC gegen den FSV 63 Luckenwalde. © Frank Nessler
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Das Derby in der Bundesliga zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund elektrisiert wieder die Fans – doch auch in Brandenburg gibt es viele ganz besondere Lokalduelle.

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Das Duell zwischen den großen Ruhrpottrivalen Schalke 04 und Borussia Dortmund (Sonnabend, 15.30 Uhr) ist ein Fest für die Fans der beiden Teams, die Partie ist das wohl bedeutendste Derby in Deutschland. Doch auch in Brandenburg gibt es ganz besondere Nachbarschaftduelle – eine Übersicht:

Oberhavel/Barnim

Das Lokalduell Nummer eins im Fußballkreis – mit seiner Häufung von Traditionsvereinen auf engstem Raum im Altkreis Oranienburg in Sachen Fußball eine Art märkischer Ruhrpott – ist ohne Zweifel die Partie zwischen dem TuS Sachsenhausen und dem Oranienburger FC Eintracht. Zum Stadtderby pilgerten zuletzt 1324 Fans. „Auch wenn ich als Spieler größere Kulissen erlebt habe, waren die Partien immer ganz besonders für mich und meine Jungs“, sagte der frühere OFC-Coach und Ex-DDR-Nationalspieler Frank Rohde einmal über Oberhavels „Clásico“.

Doch es gibt auch im Kleinen Nachbarschaftsduelle, die nicht weniger Brisanz bergen. Etwa wenn der FC Kremmen auf Rot-Weiß Flatow trifft. Im Norden des Kreises waren die Landesliga-Derbys zwischen Zehdenick und Falkenthal stets Zuschauermagnete.

In Bildern: Die bekanntesten Derbys in Brandenburg

Der Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Alexander Busch (2.v.r.) beim Spiel zwischen dem RSV Eintracht und dem Teltower FV am 16. Oktober 2010. Zur Galerie
Der Torjubel nach dem 2:2-Ausgleich durch Alexander Busch (2.v.r.) beim Spiel zwischen dem RSV Eintracht und dem Teltower FV am 16. Oktober 2010. ©
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Dahme/Fläming

Das große Duell der Dahme-Fläming-Region ist die Partie zwischen den Vertretungen aus Luckenwalde und Ludwigsfelde, am Sonnabend (14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Stadion Luckenwalde) steht das Kräftemessen beim Rückrundenstart wieder auf dem Spielplan. Bereits zum dritten mal innerhalb weniger Monate treffen beide Mannschaften in einem Pflichtspiel aufeinander, zweimal siegte der FSV (5:0 in der Oberliga, 6:3 n.V. im Landespokal), zweimal kam eine stattliche Zahl Fans in das Waldstadion in der Autobauerstadt (798, 752). Beim Halbfinalspiel im Landescup waren im März 2016 sogar mehr als 1900 Fans im Stadion des LFC.

Zu den Zuschauermagneten zwischen Königs Wusterhausen und Niedergörsdorf gehörte auch die Partie zwischen dem RSV Waltersdorf und dem LFC: Das Rückrundenspiel in der Brandenburgliga in der vergangenen Spielzeit im Mai in Waltersdorf (0:3) verfolgten 347 Besucher. Dazu kommen viele reizvolle Duelle auf Kreisebene wie beispielsweise die Partie zwischen dem FC Viktoria Jüterbog und dem Zellendorfer SV (2:0).

Das Duell in der Kreisoberliga Ende November auf dem Sportplatz des FC besuchten 214 Zuschauer. „Es gibt eine lange Rivalität und Tradition“, sagt ZSV-Trainer Marcell Geyer, „außerdem hatte es die Partie seit der Fußball-Kreisreform 2014 nicht gegeben, weil beide Mannschaften in verschiedenen Liga spielten.“

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Prignitz-Ruppin

Das sportlich hochklassigste Derby im Westen des Fußballkreises ist in dieser Saison das Aufeinandertreffen der Landesligisten Einheit Perleberg und Pritzwalker FHV. Mitte November kamen 263 Fans auf die Pritzwalker Dinnebier-Arena, in der die Perleberger Vertretung einen 2:1-Auswärtserfolg feierte. Emotionale Höhepunkte sind zudem die Duelle FK Hansa Wittstock gegen den Pritzwalker FHV (Landesliga Nord). Ein Schlager wäre auch das Aufeinandertreffen von Einheit Perleberg und Veritas Wittenberge/Breese, das es aber schon Jahre nicht mehr gegeben hat.

Zu den regionalen Klassikern gehört auch das Spiel Eintracht Alt Ruppin gegen Union Neuruppin: Nur gut drei Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Gildenhaller Sportplatz und dem Waldstadion in Alt Ruppin. „In diesem Duell stecken gefühlt 1000 Geschichten“, schmunzelt Union-Trainer Stephan Ellfeldt.

Eine stammt aus dem Jahr 2013, ein Elfmeterschießen für die Ewigkeit: Im Kreispokal-Halbfinale am 17. Mai 2013 gewannen die Alt Ruppiner als Vertreter der 1. Kreisklasse gegen den damaligen Landesklassen-Aufsteiger mit 5:4 nach Elfmeterschießen. Unvergessen: Weil der Hauptplatz im Waldstadion kein Flutlicht besitzt, wurde die Entscheidung vom Punkt auf das Nebengeläuf verlegt. „Ich habe den letzten Elfmeter verschossen“, erinnert sich der heutige Eintracht-Kicker Dennis Kasiske.

Havelland

Im Fußballkreis Havelland gehört das Derby zwischen dem BSC Rathenow und Chemie Premnitz – beide Vereine sind sich in den letzten 25 Jahren in regelmäßigen Abständen auf Landesebene begegnet – zu den Höhepunkten. Aufgrund des Rückzugs des BSC Rathenow 2016 auf Kreisebene wird es diese Spiele auf absehbare Zeit aber wohl nicht geben. Früher kamen zwischen 250 und 400 Zuschauer.

Bis zu 500 waren es bei Derbys zwischen dem RSV Eintracht 1949 und dem Teltower FV (2:2), wie am 16. Oktober 2010. „Den größten Clou hatten wir schon vor dem Spiel: Eigentlich liefen wir immer in Rot oder Weiß auf. Wir haben extra schwarze Trikots, so wie auch der RSV aufläuft, bestellt und diese erst kurz vor dem Anpfiff gezeigt. Der RSV musste dann seine Trikots wechseln – ich glaube, darüber haben sie die ganze erste Halbzeit nachgedacht. Wenn man spielerisch unterlegen ist, muss man sich eben andere Sachen einfallen lassen“, erinnert sich Ingo Hecht, damals Spieler und Trainer beim TFV und heute bei Brandenburgligist Werderaner FC. Zu Oberligazeiten der SG Bornim schoss Hecht auch einst das Siegtor gegen den SV Babelsberg 03 – vor 1400 Zuschauern im Stadion.

In Bildern: Brandenburgs "Helden der Woche" in der Saison 2018/19.

Reinhard Gohlke (3.v.r.) mit seinen Mitspielern nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Hennigsdorf. Zur Galerie
Reinhard Gohlke (3.v.r.) mit seinen Mitspielern nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Hennigsdorf. ©
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