14. September 2018 / 13:47 Uhr

Dennis Lampe - der bescheidene Torgarant des SC Weyhe

Dennis Lampe - der bescheidene Torgarant des SC Weyhe

Tobias Denne
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Unter anderem mit seinen Toren hat Dirk Dennis Lampe dafür gesorgt, dass sein SC Weyhe aktueller Tabellenführer der Bezirksliga Bremen ist. © Thorin Mentrup
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Trotz seiner Tore stellt sich der Angreifer des Bezirksligisten ganz in den Dienst der Mannschaft

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21 Treffer waren es in der vergangenen Saison, und in derlaufenden hat er auch bereits vier Tore auf seinem Konto. Wenn Dirk Dennis Lampe den Ball vor die Füße bekommt, dann netzt er fast wie am Fließband ein – entsprechend gut läuft es für den SC Weyhe. Momentan kann es sogar kaum besser laufen. Schließlich stehen die Fußballer des Bezirksligisten seit vergangenem Spieltag auf dem ersten Tabellenplatz. Mit vier Siegen aus vier Spielen hat die von Harald Meyer und Dennis Lingnau trainierte Mannschaft einen blitzsauberen Saisonstart hingelegt – auch dank der Tore von Lampe. „Wir sind gut gestartet, aber die stärkeren Gegner kommen erst noch“, äußert sich der Angreifer trotz allem noch zurückhaltend.

An diesem Sonntag empfangen die Weyher die Zweitvertretung des SC Borgfeld (Anpfiff um 13 Uhr). Eine eindeutige Partie, mag man angesichts der Tabellensituation meinen. Der SCW steht auf Platz eins, Borgfeld rangiert als Tabellenelfter im unteren Mittelfeld. Lampe wiegelt aber sofort ab: „Das Spiel gegen Borgfeld wird das bislang schwierigste sein. Ich sehe uns da nicht als Favoriten.“ Denn gegen Weyhes ersten Verfolger, den FC Roland Bremen, haben die Borgfelder nur knapp mit 3:4 verloren. Für Lampe steht deshalb fest: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Außerdem ei es noch viel zu früh für ein erstes Fazit.

Das dürfte bei den Weyhern angesichts der momentanen Form jedoch sehr positiv ausfallen. „Natürlich wollten wir so gut wie möglich in die Saison starten und oben mitspielen“, erzählt Lampe von der Zielsetzung für diese Spielzeit. Dass man in Weyhe nun wieder größere Brötchen backen will, war zu Beginn der vergangenen Saison nicht abzusehen. Schließlich waren mit Trainer Julian Kreienhoop zahlreiche Spieler, darunter einige Leistungsträger, zu anderen Vereinen abgewandert. DerSCW musste einen neuen Übungsleiter und sich selbst neu finden.

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Dabei half, dass einige Akteure dem Verein treu blieben – so wie Lampe: „Ich wollte nicht wechseln. Ich spiele hier, seit ich sechs Jahre alt bin“, fühlt sich der Torjäger, der seit seinem sechsten Lebensjahr in Weyhe lebt, auch unter den neuen Trainern pudelwohl. Auch weuil diese nicht alles auf den Kopf gestellt haben: „Eigentlich spielen wir jetzt nur ein anderes System, die Einstellung hat vorher auch schon gestimmt.“

Mit Meyer und Lingnau übernahm eine vereinsinterne Lösung die Verantwortung für die erste Herrenmannschaft, mit der diese am Ende derersten gemeinsamen Spielzeit auf dem neunten Tabellenrang landete. Schon frühzeitig setzten sich Meyer und Lingnau mit dem heute 24-Jährigen zusammen und sprachen über dessen Ziele und Vorstellungen. „Wir können hier etwas aufbauen, und ich will dabei mithelfen“, betonte Lampe bei dieser Gelgenheit. Demnach schließt er einen Wechsel auch weiterhin aus. Dass die Formkurve der Mannschaft derzeit nach oben zeigt, bestärkt Lampe in seiner Meinung.

Würde es nach ihm gehen, wäre der Höhenflug noch längst nicht vorbei. „Der Wille ist da, um aufzusteigen“, kündigt der Weyher selbstbewusst an, dennoch „sollte man die Ziele nicht zu hoch ansetzen“. In dieser Saison müsse es demnach noch nicht aufgsteigen, das wäre verfrüht. „Das Potenzial ist aber auf jeden Fall vorhanden. Und durch die Transfers im Sommer hat die Qualität noch einmal zugenommen“, freut sich derAngreifer. „Die Stimmung bei uns ist wirklich gut. Menschlich haben wir ein Top-Team.“

Daher macht es dem 24-Jährigen auch nichts aus, dass er in der internen Torjägerliste nur auf dem zweiten Platz hinter Gordy Mumpese (sieben Treffer, d. Red.) geführt wird. „Das Toreschießen ist eine schöne Nebensache. Wer letztlich den Treffer erzielt, ist aber egal, die Hauptsache ist, dass wir als Mannschaft gewinnen.“ Und wenn Lampe so weitermacht, dann werden die Weyher noch häufiger über einen Sieg jubeln.

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