13. Juni 2018 / 10:24 Uhr

Der 1. FC Lok Leipzig will sich im Nachwuchs besser aufstellen

Der 1. FC Lok Leipzig will sich im Nachwuchs besser aufstellen

Fabian Held
A-Junioren des 1. FC Lok zeigen eingeforderte Reaktion
Die A-Junioren des 1. FC Lok Leipzig © M. Ulbricht
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Die Loksche setzt sich ein klares Ziel: Leistungszentrum in fünf Jahren

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Leipzig. Die erste Mannschaft des 1. FC Lokomotive Leipzig hat sich in den vergangenen Jahren sukzessive nach vorne entwickelt. Jetzt soll der erste Angriff auf Liga drei kommen. Im Nachwuchsbereich besteht aber durchaus noch Nachholbedarf. Und auch hier will sich der Club künftig professioneller aufstellen.

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„Es ist viel zu tun“, sagt Björn Joppe, der neue Nachwuchschef im Club. Er wird künftig die U19 trainieren. Gleichzeitig hat er sich ehrgeizige Ziele gesetzt: „Wir wollen uns in fünf Jahren zu einem Nachwuchsleistungszentrum entwickeln.“ Dazu muss ein ganzes Paket an Voraussetzungen geschaffen werden, um den begehrten Status vom DFB zu erhalten. Lok braucht zum Beispiel den Kunstrasenplatz, der mit Hilfe eines Crowdfundings finanziert wurde. Auch die Schulbetreuung für den kickenden Nachwuchs muss gesichert werden, dazu wird auch die Durchlässigkeit zu den Profis bewertet.

Da hilft es, dass mit Maximilian Sommer schon ein Talent mit einem Profi-Vertrag ausgestattet wurde. Als „Zeichen nach innen und außen“, wertet das der neue Nachwuchschef. Die Botschaft ist klar: Seht her, wer sich bei Lok anstrengt, kann es zum Profi-Vertrag schaffen. Der Weg zum Profi-Kicker ist damit in Leipzig nicht mehr nur bei RB möglich.

​​Lok Leipzigs Jugend zielt auf Regionalliga

Joppe bleibt realistisch: „Wir sind im Nachwuchsbereich noch ein kleines Licht.“ Damit sich das ändert, ist die sportliche Zielsetzung eindeutig. „Wir wollen mit der A-, B- und C-Jugend so schnell es geht in die Regionalliga. Das ist die Grundvoraussetzung, damit wir Talente halten können.“ Derzeit kicken die jungen Lokschen noch in der Landesklasse. Ein Aufstieg pro Jahrgang ist also nötig. Am besten gleich in der kommenden Spielzeit.

Die B-Jugend hätte den Aufstieg auch schon in dieser Saison schaffen können, doch disqualifizierten sie sich mit einem Foto, auf dem sie den Hitlergruß zeigten, selbst. „Ich hätte sowas in unserem Verein nicht für möglich gehalten. Wir waren alle entsetzt“, findet Präsident Thomas Löwe heute noch deutlich Worte. „Der Co-Trainer ist aus dem Verein geworfen worden und hat lebenslanges Hausverbot. Er wird das Bruno-Plache-Stadion nie wieder betreten.“

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Die Spieler sollen allerdings nicht fallen gelassen werden. Zusammen mit dem Landessportbund folgen pädagogische Maßnahmen, um das Geschehene aufzuarbeiten. Für die über 100 ehrenamtlichen Helfer, ohne die der Verein nicht existieren könnte, war es auch ein Schlag ins Gesicht, als Lok wieder für negative Schlagzeilen sorgte.

Im Nachwuchsbereich wird es durch die neue sportliche Ausrichtung zu weiteren Veränderungen kommen. Nach außen kommuniziert wurde nicht viel, aber es wird ein Stühlerücken geben. Einige Trainer kommen in andere Altersklassen, ein paar werden gehen müssen, was nicht nur für Begeisterung sorgt. Lok strebt eine tiefgreifende und strukturelle Änderung an, um auch im Nachwuchsbereich konkurrenzfähig zu werden. Das langfristige Ziel ist, pro Jahr mindestens einen selbst ausgebildeten Spieler in den Profi-Kader berufen zu können.

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