96-Abwehrturm Salif Sané 96-Abwehrturm Salif Sané © imago
96-Abwehrturm Salif Sané

Der Turm von Hannover 96: Ohne Salif Sané geht in der Abwehr nichts

Er war der stille Held des Derbysiegs: Salif Sané machte gegen Eintracht Braunschweig ein starkes Spiel. Es ist auch der Verdienst des 96-Abwehrturms, dass die Roten seit sechs Spielen ohne Gegentor sind. 

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Wie war das noch im vergangenen Sommer? Köln wollte Salif Sané für fünf Millionen Euro holen, Wolfsburg stieg mit acht Millionen Euro ein, aus England sollen sogar 13 Millionen geboten worden sein. Da hätte 96 weich werden können. Aber Clubchef Martin Kind blieb hart. Jetzt, nach den Eindrücken des Derbysieges, fühlt sich Kind „bestätigt, dass ich ihn nicht verkauft habe“. Niclas Füllkrug war gegen Braunschweig als Torschütze der Held des Spiels, aber Sané mit seinen 1,96 Metern das größte 96-Plus als Abwehrchef.

„Toll, wie er die Abwehr zusammenhält“, findet Kind. Unter dem neuen Trainer André Breitenreiter spielt Sané auch wieder wie ein Riese. Breitenreiters Vorgänger Daniel Stendel machte den Star auch mal klein, wenn er es für nötig hielt. Ersatzbank im Pokal in Offenbach, rote Karte gegen Dresden, zweimal Ersatzbank in der Liga – so glücklich wirkte Sané bei 96 nicht, wenn er spielte. Schließlich wollte er im Sommer noch selbst weg aus Hannover.

„Ich bin jetzt noch mehr überzeugt von ihm, man spürt es förmlich körperlich an ihm, dass der Trainer ihm das Vertrauen gibt und dass ihm das hilft“, erklärt Kind.

Ähnlich wie bei Füllkrug stärkte Breitenreiter seinen langen Abwehrboss. „Das ist mein Job als Trainer, damit die Spieler ihre Leistung abrufen können“, erklärte Breitenreiter gestern. „Da hat jeder einzelne einen Schritt nach vorne gemacht.“

Der 96-Chef beobachtete, dass „Breitenreiter offensichtlich besser auf verschiedene Charaktere eingehen kann“. Sané gilt nicht als schwieriger Typ. Aber er ist besonders, extrovertiert einerseits, andererseits spricht er nicht gern öffentlich wie in dieser Woche bei 96TV. Seinen Job als Abwehrchef der Zu-null-Viererkette beschrieb er dort so: „Ich spreche viel mit Hübi, mit Miiko und Olli – ganz einfach.“

Über die nächsten millionenschweren Angebote im Sommer muss 96 gar nicht reden, wenn die Mannschaft aufsteigt. Bleibt 96 allerdings in der zweiten Liga, darf Sané nach dem neuen Vertrag vom Oktober (bis 2020) für fünf Millionen Euro gehen. Steigt 96 auf, greift die Ausstiegsklausel erst 2018 – für acht Millionen könnte Sané wechseln. Der 26-Jährige bleibt demnach eine große Stütze. Er kann aber noch stärker spielen, glaubt Kind: „Wenn er jetzt noch seinen Leichtsinn unter Kontrolle bekommt.“

Hannover 96 (Herren) Fussball 2. Bundesliga Salif Sane (Hannover 96)

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