06. August 2018 / 18:06 Uhr

Der Blick aus dem Osten: Traumstart für FC Carl Zeiss Jena und Aufsteiger Energie Cottbus

Der Blick aus dem Osten: Traumstart für FC Carl Zeiss Jena und Aufsteiger Energie Cottbus

dpa
Zurück bei Energie: Trainer Claus-Dieter Wollitz.
Pele Wollitz hatte gut lachen: Energie Cottbus siegte in Wiesbaden mit 2:0 Toren. © Archiv
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So hatte sich Cottbus den Saisonstart vorgestellt, zwei Siege in zwei Spielen. Energie ist wie Jena weiter ohne Punktverlust. Derweil verpatzt Halle mit Neu-Coach Ziegner den Auftakt. Rostock gewinnt, Zwickau spielt remis.

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SV Wehen Wiesbaden – FC Energie Cottbus 0:2

Energie Cottbus steht da, wo es auch am Ende der Drittliga-Saison am liebsten stehen würde: Auf Tabellenplatz eins. Der Aufsteiger aus der Lausitz gewann am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:0 (1:0) und schob sich mit der makellosen Bilanz von sechs Punkten an die Spitze. Die Treffer erzielte vor 3500 Zuschauern in der Brita-Arena Streli Mamba (35. min, 90.+2 min), der zugleich auffälligster Akteur war. Den Sieg verdiente sich das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz vor allem mit einer gut organisierten und kompakten Defensive. Einen der gefährlichen Konter nutze Mamba nach Vorarbeit von Kevin Weidlich zum Führungstor. In der Nachspielzeit machte der 24-jährige Mamba alles klar, nachdem Felix Geisler den Stürmer freigespielt hatte.

Die 10 größten Ausraster von Claus-Dieter "Pele" Wollitz

Laut, lauter, Wollitz: In der ersten Runde des DFB-Pokals bezwang Bundesligist Energie Cottbus mit Ach und Krach den Oberligisten TuS Heeslingen. Von Freude war im anschließenden Trainer-Interview keine Spur. Wollitz verlor vor laufender Kamera komplett die Fassung und regte sich - nicht zu Unrecht  - über die harte Gangart des Amateurklubs auf: Ich bin angefressen, weil die Heeslinger auf alles getreten haben, was sich bewegte. Das Video avancierte zum Internet-Hit - auch weil Pele von Satz zu Satz immer lauter wurde. Einzigartig! Zur Galerie
Laut, lauter, Wollitz: In der ersten Runde des DFB-Pokals bezwang Bundesligist Energie Cottbus mit Ach und Krach den Oberligisten TuS Heeslingen. Von Freude war im anschließenden Trainer-Interview keine Spur. Wollitz verlor vor laufender Kamera komplett die Fassung und regte sich - nicht zu Unrecht  - über die harte Gangart des Amateurklubs auf: "Ich bin angefressen, weil die Heeslinger auf alles getreten haben, was sich bewegte." Das Video avancierte zum Internet-Hit - auch weil "Pele" von Satz zu Satz immer lauter wurde. Einzigartig! ©
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Preußen Münster – FC Carl Zeiss Jena 1:2

Carl Zeiss Jenas Coach Mark Zimmermann war nach dem perfekten Saisonstart in die 3. Liga, den Maximilian Wolfram (25. min) und Felix Brügmann (38. min) besiegelt hatten, einfach nur «sehr glücklich, dass wir ein so enges Spiel für uns entscheiden konnten». Auch nach dem Anschlusstreffer Preußen Münsters durch Rene Klingenburg (48. min) ließen sich Jena nicht beirren. Der FCC hatte Probleme in der Anfangsphase, die Zimmermann so umschrieb: «In den ersten fünf Minuten haben wir uns im Kreis gedreht, keiner wusste wer für wen zuständig ist.» Dann aber fand seine Elf besser ins Spiel. «Eine entscheidende Szene war unser Führungstreffer nach der Trinkpause. Dann hatten wir die Partie bis zur Pause im Griff. Dann haben wir den Sturmlauf mit Glück verteidigt», resümierte Zimmermann nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel. Kapitän René Eckardt meinte: «Es war eklig und spannend bis zum Schluss. Wir haben jetzt zum zweiten Mal sehr widrigen äußeren Umständen getrotzt und uns für die harte Arbeit belohnt.»

FC Hansa Rostock – Eintracht Braunschweig 2:0

Für Cebio Soukou hätte der Einstand im Trikot von Hansa Rostock im ersten Saison-Heimspiel der 3. Liga kaum besser ausfallen können. «Zwei Tore in sechs Minuten. Daran kann ich mich nicht erinnern. Ich bin mehr als glücklich, dass das heute alles so geklappt hat», sagte er nach dem 2:0 (2:0) vor 17 400 Zuschauern im Ostseestadion gegen Eintracht Braunschweig. Knapp eine Woche zuvor hatten die Hanseaten bei der 0:3-Auftaktpleite bei Energie Cottbus noch einen mächtigen Dämpfer ihrer Aufstiegsambitionen hinnehmen müssen. Den Schwung aus dem erfolgreichen Heimauftakt wollen die Hanseaten durch die Englische Woche mitnehmen. «Wir wollen nachlegen», sagte Soukou. Nächsten Mittwoch geht es gegen den SV Wehen Wiesbaden, danach geht es zur SpVgg Unterhaching.

Hansa Rostock: Die Einzelkritik vom 2. Spieltag

Ioannis Gelios: Verhinderte mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. Note: 2,5 Zur Galerie
Ioannis Gelios: Verhinderte mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. Note: 2,5 ©

Hallescher FC – Fortuna Köln 1:2

Seinen Trainer-Einstand beim Halleschen FC hatte sich Torsten Ziegner sicher ganz anders vorgestellt. Zwei Spiele, zwei Niederlagen in der 3. Liga. Nach dem 1:2 (0:1) gegen Fortuna Köln und der vergeigten Heimpremiere haderte er vor allem mit der mangelnden Chancenverwertung seiner Kicker. «Es gibt solche Tage, da geht einfach keiner rein», sagte er. In der zweiten Spielhälfte hätte sein Team dann die Leichtigkeit verloren, mit dem es in den ersten 45 Minuten agierte. Aber nach dem Rückstand sei die Partie ohnehin auf den Kopf gestellt gewesen. «Unverdient und trotzdem schön», so charakterisierte Kölns Trainer Uwe Koschinat den Erfolg an der Saale. Vor allem in Hälfte eins war Halle klar besser. Für Köln trafen Kwame Yeboah (36. min) und Robin Scheu (70. min). Für den zu späten HFC-Anschluss sorgte Pascal Sohm (90. min).

Ausführliche Berichte aus der 3. Liga

Karlsruher SC – FSV Zwickau 1:1

Auch wenn der FSV Zwickau in der Nachspielzeit den Sieg beim Karlsruher SC noch aus den Händen gab, war Neu-Coach Joe Enochs «unheimlich stolz» über den Auftritt seines Teams. Den nach dem 1:1 (1:0), bei dem Davy Frick den FSV in der 57. Minute in Führung brachte, ist der FSV weiter ungeschlagen. Daran änderte auch der Ausgleich durch den ehemaligen Chemnitzer Anton Fink (90.+1 min) nichts. Enochs vertraute der gleichen Startelf wie vor einer Woche beim 2:0 gegen Halle. Die Zwickauer Taktik, den KSC durch aggressives Anlaufen nicht ins Spiel kommen zu lassen, ging in der ersten Hälfte auf. Auch die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte den Westsachsen. «Wir wollten stabil stehen und früh angreifen. Das hat gut funktioniert. Wir wollten nach dem 1:0 die Führung halten. Der KSC hat aber dank seiner Qualität noch spät getroffen», sagte Enochs.

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