01. Juli 2018 / 15:24 Uhr

Der Brieselanger Sportplatz ist sein zweites Zuhause

Der Brieselanger Sportplatz ist sein zweites Zuhause

Axel Eifert
Bei jedem Heimspiel der Brieselanger Männer kassiert Norman Hausen, genannt „Hudson“, den Eintritt.
Bei jedem Heimspiel der Brieselanger Männer kassiert Norman Hausen, genannt „Hudson“, den Eintritt. © Axel Eifert
Anzeige

Treue Seele: Norman Hausen, genannt "Hudson", ist bei seinem Verein ein Original

Buzzer deine Meinung!
  • Fail
    -
    Fail
  • Läuft
    -
    Läuft
  • Krass
    -
    Krass
  • WTF
    -
    WTF
  • Kopf Hoch
    -
    Kopf Hoch
  • Peinlich
    -
    Peinlich
Anzeige

Wenn es jemanden beim SV Grün-Weiss Brieselang gibt, auf den die Beschreibung Original oder Urgestein zutrifft, dann ist es Norman Hausen, der in dem Sportverein und der Gemeinde besser unter seinem Spitznamen „Hudson“ bekannt ist.

„Ich kenne Hudson seit ich im Verein bin, und das ist schon eine ganze Weile. Er hat früher bei Chemie Brieselang und später nach der Umbenennung bei Grün-Weiss Brieselang im Verein schon so ziemlich alles gemacht, was man sich denken dann. Er ist eine echte treue Seele des Vereins, im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Patrick Schlüter, der Trainer der Fußball-Männermannschaft, die nach zwei Jahren in der NOFV-Oberliga gerade in die Brandenburgliga abgestiegen ist.

Seit über 48 Jahren im Verein

„Ich bin am 1. März 1970 bei Chemie Brieselang eingetreten, da war ich sechseinhalb Jahre alt. Ich bin also seit über 48 Jahren im Verein. Demnächst steht mein 50-jähriges Vereinsjubiläum an“, sagt Norman Hausen, der als kleines Kind Fußball spielen wollte, weil sein Vater auch Fußballer war. „Später als Schüler habe ich dann auch noch andere Sportarten gemacht wie Ringen, Volleyball, Tischtennis und Kegeln. Ein Trainer hat dann gesagt, ich muss mich entscheiden zwischen Ringen und Fußball. Ich bin dann beim Fußball geblieben“, erzählt Norman Hausen, der in Nauen geboren wurde, aber schon immer in Brieselang lebt.

Im Nachwuchs des Vereins durchlief er alle Altersklassen, nur ein Jahr spielte er in Nauen in der Bezirksliga, als sein Heimverein in seiner Altersklasse einmal keine Mannschaft hatte. Für seine guten Leistungen wurde er mehrfach in die Kreisauswahl und sogar in die Bezirksauswahl berufen. Bereits mit 17 Jahren gab „Hudson“ sein Debüt bei den Brieselanger Männern. „Damals habe ich dafür noch eine Sondererlaubnis von meinen Eltern gebraucht“, erzählt Norman Hausen.

In seinen Jugendjahren spielte „Hudson“ immer Mittelstürmer – und das recht erfolgreich. „In einer Saison habe ich einmal 79 Tore geschossen. Diesen Vereinsrekord hat dann erst mein Sohn Benjamin mit 83 Toren gebrochen, als ich sein Trainer war“, sagt Norman Hausen. Später in den Männern war er dann Libero und zum Schluss spielte er linken Verteidiger.

Spieler und Trainer in allen Altersklassen

„Mit 22, 23 Jahren habe ich dann als Trainer angefangen und das fast bis heute durchgezogen. Da habe ich auch alle Altersklassen gemacht. Zuletzt war ich in der Saison 2015/16 Betreuer bei den Brieselanger A-Junioren, die in der Brandenburgliga gespielt haben“, erzählt Norman Hausen. Vor allem seinen Sohn Benjamin, der heute beim FSV 1950 Wachow/Tremmen spielt, hat er als Trainer im Nachwuchs begleitet. Beide zusammen waren auch vier Jahre lang in Finkenkrug im Verein, als Brieselang in der Altersklasse des Sohnes keine Mannschaft hatte. Auch deshalb ist „Hudson“ bei den Fußballern im Kreis bekannt wie ein bunter Hund.

„Ich habe mein halbes Leben auf dem Sportplatz verbracht. Der ist mein zweites Zuhause“, sagt „Hudson“, der schon seit vielen Jahren Kassierer bei den Heimspielen der Brieselanger Männer ist. Er ist auch immer, wenn er kann – also fast immer – , bei den Auswärtsspielen der ersten Männermannschaft mit dabei.

Früher hat er beim Bau der alten Umkleidekabinen mitgeholfen, bei Vereinsfesten hat er schon oft gekellnert. Bei anderen Vereinsveranstaltungen sitzt „Hudson“ am Einlass und führt die Anwesenheitsliste. Kurzum: Er ist bei Grün-Weiss Brieselang immer da, wenn er gebraucht wird, und erledigt die ihm übertragenen Aufgaben sehr zuverlässig. Auch deshalb ist er bei seinem Verein so beliebt wie kein Zweiter.

Von der Regionalliga bis zur Landesklasse: Die wichtigsten Transfers Brandenburgs.

Zur Galerie
Anzeige
Die aktuellen TOP-THEMEN

Mega-Sale: SPORTBUZZER-SHOP

Mehr Fußball aus der Region

Mehr Fußball vom Sportbuzzer

Anzeige
Sport aus Brandenburg
Sport aus aller Welt