Die späte Entscheidung: BFC-Akteur Dennis Srbeny (weiß) erzielt das 1:2 an Keeper Marvin Gladrow (2.v.l.) vorbei. © Jan Kuppert

Der Drops schien in Babelsberg schon gelutscht

Regionalliga Nordost: Nulldrei verliert gegen den BFC Dynamo durch späte Gegentore mit 1:2.

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*Potsdam. *Was sollte da noch passieren? Fußball-Regionalligist SV Babelsberg 03 hatte am Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion den Gegner BFC Dynamo im Griff. Der Drops schien bei der 1:0-Führung schon gelutscht. Doch in der Schlussphase hauten die bis dahin fast chancenlosen Berliner vor 2851 Zuschauern noch zwei Dinger raus, setzten ihre 600 Fans beim 2:1 (0:1)-Sieg ins Verzücken und ließen bedröppelte Babelsberger zurück.

Dreimal 0:0 hieß es zuletzt zwischen beiden Parteien. Die energisch auftrumpfenden Gastgeber durchbrachen nach 22 Minuten den Bann. Der immer wieder mitaufrückende Erdal Akdari traf die Latte, Matthias Steinborn staubte mit seinem vierten Saisontreffer ab. Bereits nach sechs Minuten hätte er nach schnellem Durchbruch einnetzen können, scheiterte aber frei vor BFC-Keeper Bernhard Hendl. Chancen besaß in der verbissen geführten, aber nicht unfairen Partie nur Babelsberg. Bis zur 44. Minute. BFC-Torjäger Dennis Srbeny deutete mit einem Kopfball an die Unterkante der Latte des Nulldrei-Tores seine Gefährlichkeit an.

Shala muss ausgewechselt werden

Im Gegenzug ein Aufschrei. Andis Shala wurde vom aus dem Tor gerannten Hendl gerammt, blieb liegen und wurde schlurfend wie ein vom K.-o.-Schlag getroffener Boxer vom Platz gebracht. Nach der Pause kam Babelsbergs Torgarantie wieder, musste aber nach 49 Minuten endgültig passen. „Ich weiß nicht, was ich habe“, sagte Shala nach Spielschluss unter Schmerzen. Vermutet wurde laut SVB-Trainer Cem Efe ein Rippenbruch. Torhüter Hendl war nach  dieser  Szene mit Gelb bestens bedient. Efe wollte eine Rote Karte sehen: „Er war auf Shala zugelaufen.“

Beide Mannschaften schienen sich in Hälfte eins ausgetobt zu haben, wenngleich BFC-Coach René  Rydlewicz bei seiner Truppe die Aggressivität vermisst hatte. Lange passierte nichts mehr. Bei Babelsberg machte der ein ansprechendes Debüt feiernde Mittelfeldakteur Nader El-Jindaoui Platz für Manuel Hoffmann. Die Platzherren schienen sich im Prestigedull den Nachmittag zu versüßen, erst recht, als Spiellenker Bilal  Cubukcu den sprintstarken Steinborn mit einem Pass auf die Reise schickte, doch dieser traf nur den Pfosten (81.).

Bilal Cubukcu: "Das war wie ein Schock"

Doch plötzlich gegenüber Entsetzen.  Laurin von Piechowski lenkte einen Schuss von Otis Breustedt  ins eigene Netz ab (83.), zwei Minuten später verwandelte Srbeny eine  Flanke von Kai Pröger. Die Babelsberger waren kalt getroffen und am Ende niedergeschlagen. „Das war wie ein Schock“, so Cubukcu. „Wir hatten läuferisch und kämpferisch alles gegeben und  bis dahin nichts zugelassen.“ Efe haderte ebenfalls. „Unser enormer Aufwand wurde nicht belohnt.“

Die Gäste freuten sich diebisch. Dreimal sprach Rydlewicz in der Pressekonferenz von Glück. „Wir haben erst spät Herz und Leidenschaft reingeworfen“, sagte er. Philip Saalbach, Babelsbergs verletzter Spieler, brachte es auf den Punkt:  „Wir haben zu tief gestanden und den Gegner eingeladen.“

SV Babelsberg 03: Gladrow – Eglseder, von Piechowski, Akdari, Cepni – Fiegen (83. Stang), Sindik – Steinborn, Cubukcu, El-Jindaoui (69. Hoffmann) – Shala (49. Knechtel).

BFC Dynamo: Hendl – Steinhauer, Malembana, Marques Pereira – Schmunck (77. Breitfeld), Muhovic, Schünemann (77. Lambach), Göwecke (70. Breustedt)  – Pröger, Srbeny, Rockenbach da Silva.

19-jähriger El-Jindaoui mit viel Talent

  • Babelsbergs Trainer Cem Efe „zauberte“ gegen den BFC Dynamo einen Debütanten wie Kai aus der Kiste herbei.
  • Nicht einmal zwei Minuten waren vergangen, da versuchte sich Nader El-Jindaoui mit einem frechen Weitschuss.
  • Der  Mittelfeldakteur spielte bisher für die U 19 des FC Energie Cottbus  und des Chemnitzer FC in der Bundesliga
  • Der talentierte Bursche, 19 Jahre alt, technisch stark, hielt bis zu einer Auswechslung gut mit.
  • El-Jindaoui war vor vier Wochen an den Babelsberger Park gekommen. Am Freitag unterschrieb er einen Zweijahresvertrag.
  • „Nader besitzt ein Riesenpotenzial“, sagte Babelsbergs Trainer.
  • Babelsberg unterliegt dem BFC Dynamo knapp

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