13. Mai 2018 / 20:32 Uhr

Der FC Hude stolpert in Richtung Bezirksliga

Der FC Hude stolpert in Richtung Bezirksliga

Ralf Kilian
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Erzielte gegen Berne den Ausgleich: Hude-Angreifer Nils Sandau. © Ingo Möllers
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SVG Berne sichert sich im Abstiegskampf drei wichtige Punkte gegen den Tabellenführer

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„In den letzten drei Spielen haben wir gegen zwei Abstiegskandidaten verloren, das ist eine Katastrophe“, schimpfte Lars Möhlenbrock, Trainer des FC Hude, nach dem Abpfiff des Fußball-Kreisligaderbys bei der SVG Berne. „Gegen den Ahlhorner SV war es ein Betriebsunfall, das kann passieren. Das Problem ist: Überall steht, dass wir schon Meister sind. Dementsprechend geben unsere Spieler nur noch 70 Prozent, und das funktioniert in keiner Liga der Welt“, war der Coach restlos bedient. In Berne gab es nach dem 1:2 gegen Ahlhorn vor acht Tagen erneut eine 1:2 (0:0)-Pleite. Hude hatte zwar ein Plus an Chancen, aber Berne verteidigte bei fast tropischen Temperaturen auf dem aufgeheizten Kunstrasen bis zum Umfallen und konterte geschickt.

„Wir hatten heute das Glück, das uns in den letzten Wochen gefehlt hat“, ordnete Berne-Coach Michael Müller den wichtigen Dreier ein. Da auch die Tabellennachbarn SV Achternmeer (5:1 gegen den Delmenhorster TB) und TV Jahn Delmenhorst (4:1 gegen VfR Wardenburg) überraschende Erfolge feierten, war der Dreier fast schon überlebenswichtig für die Spielvereinigung. Aber wenn man selbst vollen Einsatz zeigt und der Favorit eben nicht, springt ein Sieg heraus. „Der war schlussendlich nicht unverdient. Heute waren wir cleverer als Hude“, kommentierte Müller.

Unter den 120 Zuschauern kam die klare Mehrheit aus Hude, die meisten hatten die acht Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. Viel geboten bekamen sie allerdings nicht. Wenn beim FCH jedoch etwas ging, dann über links. Nils Sandau agierte als einzige Offensivkraft in Normalform und hatte zwei dicke Möglichkeiten: Einmal nach Steilpass von Ole Schöneboom (30.), doch den Abschluss lenkte der reaktionsstarke Torwart Daniel Anders noch zur Ecke. Möglichkeit Nummer zwei ergab sich nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Cüneyt Yildiz (37.). Berne kam über leichte Nadelstiche nicht hinaus, obwohl Hude ab Minute 24 ohne gelernten Torwart auskommen musste. Christopher Schnake hatte sich bei einem Zusammenprall mit Nick Fischer verletzt, musste aber noch mehr als zehn Minuten humpelnd durchhalten. Sein Ersatz war Feldspieler Alexander Schmidt, der erst kurz zuvor aus dem Urlaub wieder zurückgekehrt war und sich im Eiltempo umziehen musste.

Hude hätte es sich einfach machen können, wenn Torben Liebsch im Alleingang nicht am erneut blitzschnell reagierenden Anders gescheitert wäre (54.). Zwei Minuten später kam der Ball auf der Gegenseite nach einem Einwurf zu Nico Kruck, dessen Flanke Dennis Conze-Wichmann aus fünf Metern zu seinem elften Saisontor verwertete. Die FCH-Abwehr war im Tiefschlaf, für Conze-Wichmann war es die finale Aktion – er stand kurz vor einem Sonnenstich und musste ausgewechselt werden.

Als kurz darauf Nils Sandau mitsehenswertem Direktschuss aus 15 Metern via Innenpfosten nach Hereingabe von Liebsch das 1:1 gelang (64.), schien es so, als ob die Waage sich in Richtung Hude neigen würde. „Das Spiel über außen war unser Plan. Eigentlich ist das total simpel, doch nur beim 1:1 haben wir das mal umgesetzt“, schilderte Möhlenbrock. Er musste rasch die nächste Enttäuschung einstecken. Ausgerechnet Kapitän Yildiz lief fünf Minuten später Nico Kruck in die Hacken und produzierte einen völlig unnötigen Foulelfmeter, den Fabian Neumann im Nachschuss verwandelte (70.). Den ersten Versuch hatte Schmidt noch gehalten, doch nur Neumann setzte nach und staubte zum 2:1 ab.

Danach strahlte der Favorit keine Gefahr mehr aus. Berne hätte durch Kruck (74.) und Daniel Rüscher (82.) sogar noch zum 3:1 kontern können. Auch in der sechsminütigen Nachspielzeit erarbeiteten sich die ansonsten so fitten Huder keine einzige Tormöglichkeit. Möhlenbrock rief nach dem Abpfiff seine Mannschaft zu sich und ließ erst mal ordentlich Dampf ab, währenddessen sammelte sein Kollege Müller schmunzelnd Bälle und Eckfahnen ein.

Der FC Hude führte die Kreisliga weiterhin souverän an und liegt neun Punkte vor dem VfR Wardenburg und elf vor dem Harpstedter TB. Durch die Niederlage verschiebt sich die Meisterfeier für die Möhlenbrock-Elf um mindestens eine Woche.

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