08. November 2018 / 19:06 Uhr

Der letzte Strohhalm für die Germania

Der letzte Strohhalm für die Germania

Sönke Rathje
Für Schlusslicht SV Germania Blumenhagen (rechts) zählen am Sonntag gegen den Vorletzten aus Sierße/Wahle nur drei Punkte.
Für Schlusslicht SV Germania Blumenhagen (rechts) zählen am Sonntag gegen den Vorletzten aus Sierße/Wahle nur drei Punkte. © Isabell Massel
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Abstiegskampf pur steht am Sonntag in Blumenhagen auf dem Programm: Denn das Schlusslicht der 1. Fußball-Kreisklasse erwartet den Vorletzten aus Sierße/Wahle. Zudem treffen mit dem BSC Bülten und dem TSV Edemissen II zwei personell arg gebeutelte Mannschaften aufeinander. 

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*Germania Blumenhagen – TSV Sierße/Wahle (Sonntag, 14 Uhr). *Die Situation für den gastgebenden Tabellenletzten ist nach der Hinrunde bedrohlich, erst vier Punkte stehen auf dem Konto. Mut und Sorge zugleich machen Blumenhagens Spielertrainer Patrick Tschapke jedoch die zuletzt gezeigten Auftritte. „Egal ob Vechelde oder Bülten, die Leistung stimmte über einen großen Teil des Spiels – aber aufgrund der schlechten Trainingsbeteiligung reicht es eben immer nur für eine Stunde, da wir auch oft kein Personal zum Wechseln haben“, erläutert Tschapke.

Er hofft nun auf die Winterpause. „Wir werden sehen, was sich in Richtung Neuzugänge tut – aber ich werde auch ganz deutlich die aktuellen Missstände ansprechen und hoffe auf eine ordentliche Vorbereitung.“ Um aber überhaupt noch realistische Chancen auf einen Klassenerhalt zu haben, muss ein Sieg gegen Sierße her. „Dieses Spiel ist so etwas wie der letzte Strohhalm – aber auch danach hat praktisch jedes Spiel fast Endspielcharakter“, sagt Tschapke, der jedoch kein typisches Abstiegsduell erwartet. „Denn beide Teams haben ihre Stärken in der Offensive und werden deshalb auch entsprechend mit offenem Visier antreten.“

Tschapkes Gegenüber sieht das anders: „Beide Mannschaften werden eher auf ihre Defensive bedacht sein, ich erwarte ein kampfbetontes faires Spiel. Wichtig wird sein, wer das erste Tor schießt, um die nötige Ruhe in sein Spiel zu bekommen“, erklärt Olaf Baake.

Wer die Partie indes gewinnt, ist für den TSV-Coach klar. „Wir haben gut trainiert und zuletzt auch gut gespielt. Es hängt zwar ein wenig vom Kader ab, aber wenn wir alle Mann an Bord haben, sind wir individuell besser besetzt und werden – nein, müssen – , dieses Spiel gewinnen. Schließlich ist es fast ein Neun-Punkte-Spiel“, betont Baake.

BSC Bülten – TSV Edemissen II (Sonntag, 14 Uhr). Aus den vergangenen fünf Partien holten die Bültener nur einen Sieg. „Umso überraschter bin, dass wir noch immer Fünfter sind “, gesteht Bültens Coach Markus Puschmann. Grund für die zuletzt magere Ausbeute ist, „dass wir arge Personalsorgen haben. Und die beiden Platzverweise zuletzt wegen Meckerns haben diese Situation nicht verbessert. Da wird man als Trainer draußen schon verrückt, wenn man das erlebt. Zumal wir in dieser Saison eigentlich schon auf einem guten Weg waren, die Kartenflut einzudämmen“, sagt Puschmann.

Angesichts der vielen Ausfälle betracht er den aktuellen Tabellenplatz jedoch als Erfolg. „Denn wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, wer wie lange ausfällt, wären wir mit Platz neun schon sehr gut bedient gewesen.“

Gegen Edemissen hat Puschmann im Moment erst elf Feldspieler beisammen. „Und da bin ich schon mit eingerechnet. Ich mache drei Kreuze, wenn wir endlich in der Winterpause sind. Trotzdem wollen wir unser letztes Heimspiel in diesem Jahr gewinnen und die 1:4-Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen.“

Auch Edemissens Trainer Imre Trappe kann derzeit nicht aus dem Vollen schöpfen. „Wir schaffen es nicht mehr, die Verletztensituation der ersten und zweiten Mannschaft zu kompensieren“, bedauert er. Dennoch mache seine Elf gute Spiele, „aber von der Kraft reicht es eben nicht, weil immer wieder auch angeschlagene Spieler auf dem Feld stehen. Es wird dringend Zeit für die Winterpause“, sagt Trappe.

Die beiden Platzverweise für den BSC sieht er als Vorteil für seine Mannschaft. „Das spielt uns schon in die Karten, sodass wir auch das Rückspiel gewinnen können – ein Sieg wäre auch für das Selbstvertrauen gut. Außerdem dürfen wir den Abstand nach unten nicht zu klein werden lassen, um nicht in den Abstiegskampf hineinzugeraten.“

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