96-Stürmer Niclas Füllkrug verschießt den wiederholten Elfmeter. Bayern Boateng läuft erneut zu früh in den Strafraum.  96-Stürmer Niclas Füllkrug verschießt den wiederholten Elfmeter. Bayern Boateng läuft erneut zu früh in den Strafraum.  © dpa
96-Stürmer Niclas Füllkrug verschießt den wiederholten Elfmeter. Bayern Boateng läuft erneut zu früh in den Strafraum. 

Der Platzwart: Ecke wiederholen? Der ganze Strafraum stand voller Bayern!

Der Strafstoß von Niclas Füllkrug in München bleibt weiterhin eine fragwürdige Entscheidung vom Schiedsrichter. Der Platzwart erklärt warum! Außerdem sollte Hannover 96 die heiße Luft aus dem angetäuschten Heldt-Wechsel in frischen Wind umwandeln.

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Elfmeter ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. In München ist auch Elfmeter, wenn Rafinha läuft. Irgendwo im Strafraum herum, während ein Gegenspieler, zum Beispiel der Hannoveraner Niclas Füllkrug, gerade versucht, einen Elfmeter zu schießen.

Und wenn der Füllkrug den verwandelt, dann kommt der Rafinha einfach als Erster zum Gratulieren und der Füllkrug darf einfach noch einmal, weil er das so gut gemacht hat. Das ist grundsätzlich eine noble Geste, gerade in München, wo man selbst kurz vor dem Nikolaustag normalerweise nichts zu verschenken hat, Triple und so.

Problem 1: Es fließt nur einer der beiden Elfmeter in das Endergebnis des Spiels ein. Problem 2: Nicht der rafinhierte Füllkrug sucht den Elfmeter aus, sondern der Schiedsrichter. Der Videobeweis zeigte, wie bei der Ausführung einige Spieler beider Teams in den Strafraum sprinten, vorneweg die Bayern Xavi Martinez, Usain Boateng und dieser Rafinha.

Füllkrug schießt zu schnell - noch nicht alle Bayern im Strafraum

Frage 1: Warum also wurde ein verwandelter Elfmeter wiederholt? Weil Füllkrug so schnell geschossen hat, dass nur drei und nicht alle Bayern beim Schuss im Strafraum waren und ihre gefürchtete Weißbierpolonäse um den Schützen herumtanzen konnten?

Frage 2: Hätte der Schiedsrichter noch einmal wiederholen lassen, wenn der zweite auch drin gewesen wäre? Und der dritte? Weil sich entweder Torwart Sven Ulreich zu früh bewegt hat, Arjen Robben und Thomas Müller an der Eckfahne Handstand machen, weil Jupp Heynckes während Füllkrugs Anlauf mit einem Fuß auf der Linie seiner Coachingzone steht oder einfach, weil Uli Hoeneß das so will?

Sicherheitshalber fragte der Uli in der Pause mal nach, ob man die Ecke vor dem 1:1 auch hätte wiederholen lassen können. Grund: Der ganze Strafraum stand voller Bayern! Doch diesmal blieb der Schiri hart – bei seinem letzten Einsatz in München.

Immerhin ließ er so lange spielen, bis auch Robert Lewandowski traf. Der Pole war beim Friseur und ist optisch nun eine Mischung aus Jupp Heynckes, Tokio Hotel und Weihnachtsbaum. Seine aktuelle Gemütsverfassung: unzufrieden, unberechenbar und bedingt karnevalstauglich.

Kölner Kernkompetenzen: Chaos und Karneval

Apropos Fasching: In Köln haben sie sich so sehr über ihren dritten Punkt gefreut, dass sie den Trainer rausgeworfen haben. Zum Dank für fünf schöne Jahre haben sie Peter Stöger einen Job als Vertrauenslehrer in Deutz angeboten – Stöger überlegt. Der Effzeh konzentriert sich ab sofort wieder auf seine traditionellen Kernkompetenzen: Chaos und Karneval.

Dazu gehört zum Beispiel, Stögers Nachfolger noch vor der ersten Trainingseinheit öffentlich zu bescheinigen, dass er ein Volltrottel ist. Weil angeblich sein Timing beim Verabschieden miserabel sein soll. Merke: Der Neue verabschiedet sich erst, wenn der Alte sich verabschiedet hat.

Richtig Verabschieden ist in Köln sehr wichtig, gehört dort quasi zum Tagesgeschäft, siehe Stöger und 1. Bundesliga. Ebenfalls wichtig: die richtige Anreise. Horst Heldt soll bei Bedarf eine Anreise per Fahrrad in Aussicht gestellt haben, woraufhin man ihm aus der Domstadt den gut gemeinten Rat erteilte, er möge für diesen Fall doch bitte die Reifen aufpumpen. Andernfalls sei nur ein Plattenvertrag drin.

So lange haben die 96-Profis noch Vertrag:

So wird 96 für Horst Heldt zur Lebensaufgabe

Es heißt, Peter Neururer sei seinerzeit gar mit seinem alten Bonanza-Rad nach Köln gereist und habe dort großen Erfolg gehabt. Viel Luft, gerne auch heiß – rückblickend ein zentrales Motiv beim angetäuschten Heldt-Wechsel. Der FC Köln hängt weiter in der Luft, Heldt hat sich Luft verschafft, Martin Kind Luft gemacht und ein Hätt-Hunter sich komplett in Luft aufgelöst.

Aus der verbliebenen Luft soll bei Hannover 96 ein frischer Wind werden. Horst Heldt bleibt und entwickelt angeblich sogar Visionen für 96. Eine erste: Das Verhältnis des Clubs zu seinen Fans soll wieder gut werden. Wenn nicht alles täuscht, hat der Mann seine Lebensaufgabe gefunden – zumindest bei Hannover 96.

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Das sagen die 96-Profis über die Platzverhältnisse auf der Mehrkampfanlage:

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