15. Dezember 2017 / 18:08 Uhr

Der Platzwart: Lothar Matthäus und 96? Hannover "had a little bit lucky"

Der Platzwart: Lothar Matthäus und 96? Hannover "had a little bit lucky"

Der Platzwart
Lothar Matthäus zu Gast beim 100. NP-Anstoß.
Lothar Matthäus zu Gast beim 100. NP-Anstoß. © Droese
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Die arktische Woche bei Hannover 96 neigt sich dem Ende zu. Zum Abschluss gibt es gegen Bayer Leverkusen nochmal drei sichere Punkte. Währenddessen verriet Lothar Matthäus, dass er um ein Haar Trainer bei den Roten geworden wäre.

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Schlussspurt in der Bundesliga. Drei Spiele in einer Woche im Dezember, Hannover 96 kämpft sich durch eine arktische Woche. Insgesamt drei Punkte im Schneetreiben gegen Hoffenheim und die Hertha. Schnee im Dezember. In Deutschland. Die Welt wird auch immer verrückter.

Hoffenheim gibt sich selbst auf

Schnee, das wissen wir seit dem Hoffenheim-Spiel, das sind für Trainerlegende Julian Nagelsmann „irreguläre Verhältnisse“. Nagelsmann: „Ein Fußball rollt nicht auf Schnee. Es gab Situationen, in denen der Ball einfach liegenblieb.“ Stimmt, Nagelsmann. Wenn man nicht ab und zu gegen den Ball tritt, bleibt er irgendwann einfach liegen. Ob mit oder ohne Schnee. Aber was will man von einer Mannschaft erwarten, die ab der 65. Minute auf die Hilfe von Adam Szalai setzt, sich also mehr oder weniger selbst aufgegeben hat. 

Außerdem, so klagte Nagelsmann nach der 0:2-Pleite, sei man durch die weißen Trikots gehandicapt gewesen: „Wir haben nur zweidimensional gesehen.“ Bloß nicht übertreiben, Nagelsmann. Im Stadion war von den Hoffenheimer Stürmern Serge Gnabry und Mark Uht gar nichts zu sehen, nicht mal zweidimensional. Außerdem: Warum kleidet sich die Investorentruppe aus Sinsheim im Schneetreiben so tarnmäßig, als wolle sie zum winterlichen Zobeljagen ausrücken? Zur Auswahl standen neben dem weißen Trikotsatz doch noch die Trikots in Blau und Gelb, eine Farbkombination, die in Hannover immer auf großes Interesse stößt. Nur Mut.

Lothar Matthäus landete fast bei 96

Eine andere Trainerlegende hat diese Woche bei einem Fußball-Talk in Stadionnähe verraten, wo er um ein Haar fast Übungsleiter geworden wäre: Lothar Matthäus war mit Hannover 96 angeblich fast handelseinig. Als ob man in Hannover nicht schon genug Probleme hat. Klappte dann aber aus unterschiedlichen Gründen doch nicht, oder um mit Matthäus zu sprechen: Hannover had a little bit lucky. In Köln wäre noch was frei gerade, dort sucht man neben dem Elfmeterpunkt und dem besten Weg nach Sandhausen auch einen neuen Trainer.

Köln kann Punktekonto verdoppeln

Die gut intrigierte Truppe des Effzeh soll dem Vernehmen nach demnächst von Peter Bosz geführt werden, weil der über einen clubseitig bestens eingeführten Vornamen verfügt. Weitere Kandidaten: Peter Neururer, Peter Korkut und der Ziegen-Peter, mit dem man in Köln traditionell immer rechnen muss. Alles scheint möglich in einer Fußballwelt, die ausschließlich aus Herzensangelegenheiten zu bestehen scheint, und wo Trainer innerhalb von Stunden erst aus der Europa League fliegen, um dann durch die schwarz-gelbe Hintertür wieder einzusteigen. Schmadtke mit Aubame-yang nach China, und im Gegenzug Modeste als neuer Topstürmer in Dortmund? Warum nicht. Solange Salif Sané bis zum Saisonende bei 96 gesund auf dem Platz steht, kann uns das in Hannover egal sein.

Das ist das Restprogramm von Hannover 96:

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Zumindest ist der 1. FC Köln seit Bundesliga-Gründung die erste Mannschaft, die mit einem Sieg am letzten Hinrundenspieltag ihr Punktekonto verdoppeln könnte. Das hat nicht mal Tasmania Berlin geschafft. Seit dem Heimspiel gegen Freiburg ahnt die Fußballwelt, warum die Kölner ausgerechnet drei Punkte haben und das Ausweich-Trikot des Effzeh gelb ist.

Drei sichere Punkte gegen Leverkusen

Hannover 96 ist eine von diesen drei Mannschaften, die ein Herz für die Kölner gehabt haben. Mit der Hertha auch. Hammerfußball bei Scheißwetter, das nach übereinstimmender Meinung in allen hannoverschen Fußballkneipen vor allem den Unparteiischen die Sicht in den Strafräumen verstellte. Abseits und Handelfmeter zählten an einem heimeligen Abend vor 20 000 Frostbeulen nicht zum erweiterten Repertoire des Schiedsrichters. Und wäre Noah Sarenren-Bazee schon wieder so schnell wie vor seiner Verletzung, hätte er keine Gespräche mit dem Pfosten führen müssen, sondern hätte die halb leeren grauen Tribünen anjubeln können.

Sonntag geht’s gegen Leverkusen, ein echt starker Gegner, den man in einem Atemzug mit Schalke, Dortmund und Hoffenheim nennen muss. Mit anderen Worten: drei sichere Punkte für uns!

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