13. März 2018 / 14:17 Uhr

Der RB-Weg: Top-Talente ausbilden und behalten

Der RB-Weg: Top-Talente ausbilden und behalten

dpa
International
RB Leipzigs Spieler Yvon Mvogo, Ibrahima Konate, Dayot Upamecano und Bruma (v.l.n.r.) scherzen im Training. © Hendrik Schmidt
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Rangnick setzt finanzielle Grenze: "40-Millionen-Transfers machen keinen Sinn."

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Ralph Hasenhüttl nannte beispielhaft Ibrahima Konaté. Erst nach dieser Saison, seiner ersten bei RB Leipzig, wird der Innenverteidiger 19 Jahre alt. Zehn Einsätze absolvierte der 1,92 Meter große Franzose bisher in der Fußball-Bundesliga. Konaté war im Sommer vergangenen Jahres vom FC Sochaux zum deutschen Vizemeister gewechselt. Er unterschrieb einen Vertrag bis Ende Juni 2022.

RB Leipzig holt junge Talente und will diese noch besser machen. Der Verein setzt sich finanzielle Grenzen. Ein 40-Millionen-Transfer mache keinen Sinn, „denn dahinter steht auch noch mal ein Spielergehalt, das in der Regel mit solch einer Ablöse korreliert“, hat Sportdirektor Ralf Rangnick einmal erklärt. Dann kommt das RB-Gefüge ins Spiel, das man nicht in die Luft jagen wolle.

„Es ist ein Weg, dem wir uns verschrieben haben, der dazu führt, dass es für uns im Moment hinter Mannschaften wie Bayern, Dortmund, Schalke und Leverkusen nur zu Platz sechs reicht“, sagt Trainer Hasenhüttl. „Das ist ja eine Frage, die sich der Verein grundsätzlich auch in Zukunft stellen muss.“ Eine Feststellung des 50 Jahre alten österreichischen Trainers, unaufgeregt formuliert und gesagt, nicht mehr und nicht weniger.

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Leipzig ist Tabellensechster. Neben den von Hasenhüttl genannten Mannschaften liegt auch noch Eintracht Frankfurt vor dem 27. Spieltag mit zwei Punkten Vorsprung vor den Leipzigern. Bei einer Niederlage am Sonntag daheim gegen den FC Bayern bei dessen möglichem Krönungsspiel zur deutschen Meisterschaft droht RB aus den internationalen Rängen zu rutschen.

Leipzig möchte aber gern wieder auf der europäischen Bühne nächste Saison spielen, am liebsten und am besten natürlich in der Champions League. Der Rückstand auf Rang vier, dem ersten der vier Plätze für die Königsklasse, beträgt derzeit vier Punkte. Ein alternativer Weg wäre der Gewinn der Europa League. An diesem Donnerstag will RB im Achtelfinal-Rückspiel beim FC Zenit St. Petersburg nach dem 2:1 daheim den nächsten Schritt dazu machen.

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Hasenhüttl ordnet diese erst zweite Saison in der Bundesliga zusammen mit den internationalen Auftritten auch unter dem Thema Erfahrung ein. Vor dieser Saison hatte kaum einer der Spieler von RB Leipzig jemals im Europapokal gespielt. An der russischen Ostseeküste steht nun das insgesamt zehnte internationale Match für RB Leipzig an.

Konaté dürfte nach seinem Einsatz von Beginn an beim VfB Stuttgart vermutlich wieder auf die Bank rücken. Für ihn wird voraussichtlich Dayot Upamecano in die Startelf kommen, auch gerade mal 19 Jahre alt. Er kam in der Winterpause der vergangenen Saison von Red Bull Salzburg nach Leipzig und soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro im Vertrag haben.

Fotogalerie: Dayot Upamecano bei RB Leipzig

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Doch eines wollen die Leipziger nicht sein: Ein Verkaufsverein. Die eigenen ambitionierten Ziele erreiche man nur, „wenn wir Leistungsträger langfristig binden. Deshalb ist es unser Anspruch, Spieler, die wir entdeckt und die sich mit uns entwickelt haben, auch zu halten“, bekräftigte vor Wochen Vorstandschef Oliver Mintzlaff noch einmal in einem Interview der „Mitteldeutschen Zeitung“. Immerhin versicherte Topstürmer Timo Werner jüngst, dass er nächste Saison auf jeden Fall bleiben werde.

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