13. Februar 2018 / 10:06 Uhr

Der Renner: Felix Klaus verteilt fleißig Abschiedsgeschenke an Hannover 96 

Der Renner: Felix Klaus verteilt fleißig Abschiedsgeschenke an Hannover 96 

Dirk Tietenberg
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Eiskalt ins untere Eck: Felix Klaus jubelt über seinen Treffer zum 2:0.
Eiskalt ins untere Eck: Felix Klaus jubelt über seinen Treffer zum 2:0 gegen Freiburg. © dpa
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Im Sommer verlässt Felix Klaus Hannover 96 in Richtung des VfL Wolfsburg. Bis dahin gibt Klaus bei den Roten weiter Vollgas. Das zeigt der 25-Jährige auch durch seine extreme Laufleistung. "Er gehört da zu den Top 5", sagt sein Trainer André Breitenreiter. Die vielen Kilometer und Tore sind Abschiedsgeschenke an 96.

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Felix Klaus be­schwert sich nicht. Worüber auch? Der 25-Jährige ist Stammspieler bei 96 und hat einen Millionenvertrag bis 2022 in der Tasche, den allerdings ab Sommer in Wolfsburg.

Was die Sache perfekt macht für Klaus: Bei Hannover 96 wird er wegen des Wechsels weder ausgepfiffen noch geschnitten wie das prominente Beispiel Leon Goretzka, der von Schalke zu den Bayern wechselt. „Ich habe jeden Einzelnen in der Mannschaft gern. Ich laufe bis zum Umfallen“, verspricht Klaus.

Die Roten in Noten: Die Einzelkritik von Hannover 96 gegen den SC Freiburg:

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Bereits zwölf direkte Torbeteilungen

Er hält das Versprechen. „Er wird bis zum Schluss alles raushauen, da habe ich gar keine Bedenken“, bestätigt sein Trainer André Breitenreiter, „das zeigt er auch durch extreme Laufleistung, er gehört da zu den Top 5.“ Die vielen Kilometer und die Tore sind seine Abschiedsgeschenke an 96.

Den Trainer würde Klaus wohl gern mitnehmen. Erst unter Breitenreiter wurde er attraktiv für finanzstarke Clubs. Mit seinem 2:0 gegen Freiburg (Endstand 2:1) schraubte Klaus seine direkten Torbeteiligungen in Pflichtspielen auf zwölf.

Nachdem er für 3,5 Millionen Euro aus Freiburg gekommen war, schoss er in der Abstiegssaison nur ein Tor und hielt kein einziges Spiel über 90 Minuten durch. In der zweiten Liga wurde es besser (elf Torbeteiligungen), aber erst bei Breitenreiter lief’s richtig.

Die Zeit von Felix Klaus bei Hannover 96:

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Breitenreiter macht Klaus besser

Klaus ist – ähnlich wie Niclas Füllkrug – ein Beispiel dafür, wie Trainer ihre Spieler besser machen können. Al­lein die Laufwege der drei An­greifer vor dem 2:0 gegen Freiburg sahen nach streng studierter Methode aus: Kopfballeroberung von Iver Fossum, Füllkrug auf Ihlas Bebou, quer auf Klaus – und Tor. Klaus war ohnehin „mal wieder dran“, fand Breitenreiter: „Er war jetzt zweimal knapp davor, Pfostenschuss gegen Wolfsburg, Latte in Hamburg.“

Die 96-Systematik mit drei zentral orientierten Of­fensiven und zwei fixen Au­ßenspielern macht ihn au­ßerdem gefährlicher. Im Som­mer wird er aber das menschlich und sportlich funktionierende 96-System verlassen – wegen einer Klausel geht er für den Be­trag, für den er gekommen war. 3,5 Millionen Euro sind im Preisvergleich nicht viel Geld für einen wie ihn. Dafür macht er 96 noch sportliche Abschiedsgeschenke.

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