08. Dezember 2018 / 09:30 Uhr

Der SPORTBUZZER-Matchday: Was ihr zum Spiel des VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim wissen müsst

Der SPORTBUZZER-Matchday: Was ihr zum Spiel des VfL Wolfsburg gegen 1899 Hoffenheim wissen müsst

Redaktion Sportbuzzer
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Wieder voll mit dabei: VfL-Kapitän Josuha Guilavogui.
Sie wollen den dritten Sieg in Folge feiern: Die VfL-Profis müssen am Samstagnachmittag gegen 1899 Hoffenheim ran. © imago/Hübner
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Erst Leipzig, dann Frankfurt und nun gegen 1899 Hoffenheim - am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) wartet mit dem Kraichgau-Klub der dritte Top-Verein in Folge auf den VfL. Klappt es mit dem dritten Dreier hintereinander?

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Dritter Dreier?

Drei VfL-Dreier in Folge – das gab’s innerhalb einer Spielzeit schon länger nicht mehr... In der Saison 2016/17 hatte es zwei Siege vor dem Jahreswechsel und einen danach gegeben, der VfL hatte damals Frankfurt (1:0, Tor: Jeffrey Bruma), Gladbach (2:1, VfL-Tore: Daniel Caligiuri, Mario Gomez) und den Hamburger SV (mittlerweile Zweitligist, 1:0, Tor: Mario Gomez) geschlagen. Trotz der Siege hatte viel Unruhe im und um den Klub geherrscht. Trainer Dieter Hecking (jetzt Gladbach, Pokalsieger mit dem VfL 2015) hatte nach dem siebten Spieltag gehen müssen, im Dezember kam’s dann zur Trennung von Manager Klaus Allofs, der zuvor Valérien Ismaël zum neuen Cheftrainer befördert hatte. Mit dabei damals: Yannick Gerhardt, die VfL-Laufziege. „Ich bin froh, dass wir gegen Leipzig und in Frankfurt, zwei sehr starke Mannschaften mit einem Lauf, gewinnen konnten. Das hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. Mit den sechs Punkten hat keiner gerechnet“, sagt der Mittelfeldspieler und fügt hinzu: „Mit Hoffenheim haben wir jetzt wieder eine geile Herausforderung, eine sehr gute Mannschaft – aber wir sind davon überzeugt, dass wir erneut gewinnen können.“ Zum dritten Mal in Folge...

Neuer VfL-Teamgeist

Nach zwei Jahren mit zwei Fast-Abstiegen läuft beim VfL in dieser Hinrunde bislang vieles ordentlich bis gut. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt sieben Punkte, Talente wie Elvis Rexhbecaj haben sich in die Startelf gespielt, und zuletzt haben die Wolfsburger Siege gegen die Spitzenteams Leipzig und Frankfurt gefeiert – doch das überrascht Jörg Schmadtke nicht unbedingt. „Die größte Überraschung für mich ist bislang, dass die Mannschaft kontinuierlich als Mannschaft auftritt und versucht, die Dinge gemeinsam umzusetzen“, sagt der Manager. Dass der VfL nun wieder als Einheit auftritt, habe auch mit den im Sommer verpflichteten Neuzugängen zu tun. „Wir haben ein paar andere Charaktere dazubekommen, die dem einen oder anderen aufzeigen: Pass auf, das kann auch anders gehen als Hacke, Spitze… Ich finde, dass Jerome Roussillon, Wout Weghorst, Daniel Ginczek und auch Pavao Pervan extremst wertvoll sind für den Auftritt der Mannschaft“, sagt Schmadtke. „Von daher glaube ich, dass unsere Verpflichtungen mitverantwortlich dafür sind, dass wir einen anderen Auftritt haben.“ Aber auch die Spieler, die schon da waren, „haben sich Gedanken gemacht über die zwei Jahre und sich gesagt: Das müssen wir irgendwie anders machen.“

Der VfL-Kader

Ausgerechnet William und John Anthony Brooks, die bisher in jeder Liga-Minute dieser Saison auf dem Platz gestanden hatten, holten sich in Frankfurt ihre fünften Gelben Karten ab, sind damit gesperrt. Entgegen seinen Gepflogenheiten machte VfL-Trainer Bruno Labbadia zumindest in Sachen Abwehr aus seinen personellen Überlegungen kein Geheimnis: Paul Verhaegh und Felix Uduokhai werden für die beiden Gelb-Sünder in das Team rücken, da legte sich der Coach fest. Dass beide bisher in dieser Saison keinen Startelf-Einsatz hatten, sei nicht immer eine leichte Entscheidung gewesen. Labbadia: „Im Tor und in der Verteidigung brauchst du Struktur, da versuchst du, nicht permanent etwas zu ändern. Das ist dann schwierig für die, die hintendran sind. Da muss man Geduld haben, der Tag kommt dann irgendwann.“ Labbadia hat sich zunächst einmal für einen 19er-Kader entschieden, der also noch um einen Spieler reduziert werden muss. Zu dem Aufgebot gehört Felix Klaus, der Offensivmann hatte sich zu Beginn der Vorbereitung verletzt und war wegen einer OP im Bauchmuskelbereich lange ausgefallen, nun könnte das erste Pflichtspiel folgen. Auch der abwanderungswillige Jeffrey Bruma gehört zu diesem noch zu großen Kader – genau wie Linksverteidiger Gian-Luca Itter, die allesamt im Spiel bei Eintracht Frankfurt nicht zum VfL-Kader gehört hatten.

Die Auswärts-Ballermänner

Vorsicht, VfL – es geht gegen die Auswärts-Ballermänner der Liga. 15 Tore hat 1899 in der Fremde bereits erzielt, so viele wie kein anderes Team. Und: In den vergangenen vier Partien in der Liga hat die Elf von 1899-Coach Julian Nagelsmann immer mindestens dreimal getroffen. Es gab ein 3:3 bei Hertha BSC, davor ein 4:1 bei Bayer Leverkusen, davor ein 3:1 in Nürnberg und schließlich noch das 3:1 in Hannover. Sechsmal hintereinander hat das Nagelsmann-Team nicht verloren. In Wolfsburg soll nun Schluss sein mit 1899-Jubel. „Wir haben immer Lust zu gewinnen. Aber Hoffenheim ist schon ein Schwergewicht, wenn man sieht, wie sie in den letzten Jahren in der Liga gespielt haben und jetzt auch die Doppel- oder Dreifachbelastung hinbekommen“, sagt Labbadia, dessen Team zuletzt so gut funktionierte wie zu Saisonbeginn. Kein Spieler fiel großartig ab, es wurde gegrätscht, gekämpft – und gewonnen.

Das sagt Nagelsmann

Hoffenheim ist gut in Fahrt, zumindest was die Bundesliga angeht. Auch in Wolfsburg soll die Ungeschlagen-Serie halten. Dafür muss 1899 aber einen Sahnetag erwischen, sagt 1899-Coach Julian Nagelsmann: „Wolfsburg hat sich entwickelt und deutlich an Variabilität dazugewonnen. Sie sind schwer zu analysieren, weil sie verschiedene Angriffshöhen haben und sowohl defensiv als auch offensiv unterschiedliche Grundordnungen spielen. Die können dich ordentlich beschäftigen.“ Und weiter: „Der VfL ist wieder deutlich besser in der Spur. Die Mannschaft gehört in der Tabelle in höhere Regionen, was den Kader angeht“, lobt Nagelsmann, hofft aber gleichzeitig darauf, dass sein Team den Drei-Punkte-Puffer behält, bestenfalls sogar ausbaut. „Mit einem Sieg könnten wir Abstand gewinnen, von daher wäre es ratsam, das zu tun."

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. Zur Galerie
Wolfsburgs Robin Knoche (rechts) und der Frankfurter Ante Rebic kämpfen um den Ball. ©
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