13. Februar 2018 / 08:37 Uhr

Der VfB Leisnig ist überraschender Herbstmeister der Kreisliga-Süd

Der VfB Leisnig ist überraschender Herbstmeister der Kreisliga-Süd

Henry Lickfeldt
Im Testspiel gegen Döbeln ist Leisnigs Florian Rudolph vor David Gerold am Ball.
Im Testspiel gegen Döbeln ist Leisnigs Florian Rudolph vor David Gerold am Ball. © Sven Bartsch
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Fußball-Kreisliga A, Staffel Süd: VfB profitiert von starken Neuzugängen und seiner Konstanz – ein Rückblick

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Leisnig. Die Konkurrenz reibt sich zur Winterpause verwundert die Augen: Der inoffizielle Herbstmeister der Fußball-Kreisliga Süd heißt VfB Leisnig. Das Trainergespann Rico Meister und Patrick Geilert schaffte mit nur 17 eingesetzten Spielern eine faustdicke Überraschung. Im Vorjahr landete der VfB nur auf dem vorletzten Rang und muss heuer zudem ohne Felix Stockmann, Max Wolf, Tino Helm, Tobias Goth, Kevin Naumann und Philipp Eulitz auskommen.

Der hochkarätigste Neuzugang heißt Patrick Hußner und ist bei den Leisnigern unbestritten der neue Spielmacher und Torjäger. Hußner sammelte jahrelang Landesligaerfahrung, wurde unter anderem mit dem Döbelner SC Tabellenzwölfter 2013/2014 und erzielte auch drei Landesligatore. Nach seinem Hauskauf in Leisnig meldete er sich beim VfB an und ist natürlich eine enorme Verstärkung. Hußner kam in acht Spielen als bester Schütze auf fünf Saisontore. Die Zugänge Toni Schulz mit neun Einsätzen und Sven Seidel mit acht Einsätzen schlugen ebenfalls voll ein.

Mit einer Bilanz von 18:6 Toren und 22 Punkten aus neun Punktspielen liegen die Leisniger zur Winterpause auf Platz eins Die eigentlichen Staffelfavoriten Zschadraß und Hochweitzschen hatten bisher das Nachsehen. Das Leisniger Spieljahr begann mit einer 1:2-Niederlage bei der heimstarken SG Zschaitz/Ostrau II. Der erste Dreier wurde beim 2:0 beim FSV Dürrweitschen durch Treffer von Patrick Hußner und Robin Regn eingefahren. Der erste Heimsieg gelang beim klaren 3:0 gegen den Hohnstädter SV durch Tore von Toni Schulz, Patrick Hußner und Christian Poppe. Keeper Tobias Radke zeichnete sich durch gute Reflexe aus und musste insgesamt nur sechs Gegentore hinnehmen.

Gut eingespielte Stammformation

Wenn man sich die Formation der Mannschaft genauer betrachtet, fällt eine feste Stammaufstellung ins Auge. Der Kader ist mit 17 Akteuren klein, aber die Qualität der Akteure gut. Immerhin sieben Kicker absolvierten alle neun Punktspiele: Torwart Tobias Radke, Verteidiger Sebastian Friese und Stürmer Johann Böhm sogar mit den maximal möglichen 810 Minuten sowie Philipp Kluttig, Dominik Erl, Christian Poppe und Zugang Toni Schulz. Der sehr antrittsschnelle Joker Dominik Erl sorgte mit seinem goldenen Tor in der Schlussminute für den wertvollen Sieg bei Lok Döbeln. Beim deutlichen 3:0 gegen den Vorletzten Altenhain duch Treffer von Christian Poppe, Philipp Kluttig und Toni Schulz waren immerhin 70 Zuschauer im Stadion. Topspiel in dieser Hinsicht war der Heimauftritt gegen Titelverteidiger SV Medizin Hochweitzschen vor der Rekordkulisse von 123 Besuchern. Toni Schulz mit seinem dritten Saisontor sicherte beim 1:1 einen Punkt in einem Kampfspiel mit sechs Verwarnungen.

Nach den sieben Akteuren mit neun Einsätzen folgen Matthias Schulz, Sven Seydel, Patrick Hußner und Robin Regn mit je acht absolvierten Partien. Stephan Schoberth und Sebastian Kotte bestritten je sieben Spiele. Dann folgen Alexander Kerndt mit sechs, Nico Spisla mit vier, Jens Schröder mit drei Einsätzen sowie Tom Ehrlich mit einem Spiel.

Einige Begegnungen verliefen sehr hektisch, beispielsweise die knappen Auswärtssiege in Waldheim und Zschadraß. Beim hart erkämpften 1:0 beim arg gebeutelten Absteiger und Schlusslicht SV Aufbau Waldheim schlug erneut Joker Dominik Erl zu, wobei acht Verwarnungen und ein Waldheimer Platzverweis zu verzeichnen waren. Zwar vergab Erl viele Torchancen, auf der anderen Seite markierte der Stürmer trotz sechs Ein- oder Auswechslungen vier entscheidende Tore. Beim 3:1 gegen den SV 1929 Gleisberg nach Toren von Erl, Hußner und Seydel wurde der VfB seiner Favoritenrolle gerecht.

14 Gelbe Karten und zwei Platzverweisen

Das Spitzenspiel am 2. Dezember zwischen Medizin Zschadraß und dem VfB Leisnig (Endstand 2:3) geht in die Geschichte ein und zwar in negativer Hinsicht. Noch nie hatte es in einem Match vierzehn Verwarnungen und zwei Feldverweise (für Zschadraß) gegeben. Durch die Tore von Johann Böhm, Dominik Erl und Patrick Hußner gewann der VfB auch in Zschadraß. Nach acht Spielen ohne Niederlage sicherten sich die Leisniger die Herbstmeisterschaft.

Zudem steht der VfB im Achtelfinale des Kreispokals. Bei der unterklassigen SpG Burkartshain II/Kühren gewann das Team in der 2. Hauptrunde mühevoll erst in der Schlussphase nach Toren von Alexander Kerndt (88.) und Johnn Böhm (90.) mit 2:0. Nun freut man sich der VfB auf das Heimspiel im Achtelfinale gegen den Kreisoberligisten SV Chemie Böhlen. Bisher also eine Traumsaison für die Leisniger.

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