04. Februar 2017 / 15:54 Uhr

Derek Cornelius unterschreibt Profivertrag in Serbien

Derek Cornelius unterschreibt Profivertrag in Serbien

Volker A. Giering
Derek Cornelius
Derek Cornelius bei der Unterzeichnung seines ersten Profivertrags
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Mit nur 19 Jahren unterschreibt der Kanadier seinen ersten Profivertrag

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Seinen ersten Profivertrag hat Derek Cornelius unterschrieben. Der ehemalige Kicker des VfB Lübeck unterschrieb beim serbischen Klub FK Javor-Matis Ivanjica einen Dreieinhalb-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2020. Das bestätigte sein Lübecker Berater Alexander Frank dem LN-Sportbuzzer. „Das ist eine gute Adresse für junge Talente“, sagte er. Der Klub belegt zurzeit den sechsten Tabellenplatz in der SuperLiga. Seinen Einstand könnte Cornelius am 22. Februar geben, wenn sein neuer Klub beim Tabellenzwölften FK Cukaricki spielt.

Cornelius, der in Ajax (Provinz Ontario) in Kanada geboren ist und beim Union Ville Soccer Club spielte (schoss in der Saison 2012/13 in 34 Spielen 23 Tore), tauchte irgendwann im Oktober 2013 als damals 16-jähriger Junioren-Nationalspieler mit seinem Vater Derek Senior auf der Lohmühle auf und absolvierte ein Probetraining bei den A-Junioren des VfB Lübeck. Trainer Michael Hopp war begeistert: „Er ist fußballerisch unglaublich weit für sein Alter.“ Auf die Frage, warum er nach Deutschland gekommen ist, antwortete Derek Junior: „Das Fußballspielen ist hier ausgeprägter als in Kanada. Ich kann mich mit besseren Spielern messen.“ Zwischendurch war Cornelius dann auch mal wieder weg, absolvierte ein Training bei West Ham United und tauchte in Irland bei einem Turnier mit ZSKA Moskau auf.

 Aber er kam in die Hansestadt zurück. „Er ist uns praktisch in die Arme gelaufen“, sagte Lübecks Sportvorstand Wolf Müller. „Der Vereinswechsel war kein Problem. Alle Dokumente für einen internationalen Wechsel lagen vor.“ Der VfB stellte beim Weltfußball-Verband Fifa einen Antrag auf Spielgenehmigung und schaltete auch den Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband (SHFV) ein. Doch die Fifa stellte sich stur, lehnte alles ab. Kaum war seine Spielberechtigung beim VfB Lübeck eingetrudelt, flog Cornelius ins Trainingslager des russischen Erstligisten Terek Gosny nach Malta. Bis zum Ende des Monats stellte der 18-Jährige sich beim Klub aus Tschetschenien im Probetraining vor.

Doch ein Wechsel platzte erneut. Nach insgesamt drei Probetrainings mit höherklassigen Vereinen aus dem Ausland spielte der Kanadier nun wieder für den VfB Lübeck. Allerdings sollte der Mittelfeldspieler der Herrenmannschaft nach der Transfer-Posse fernbleiben, stattdessen mithelfen, die A-Junioren zurück in die Bundesliga zu schießen. Im März 2016 verlängerte der VfB den ursprünglich bis Saisonende datierten Vertrag mit ihm sogar um eine weitere Saison. Doch schon Ende Juli verließ Cornelius die Grün-Weißen Richtung SH-Ligist VfR Neumünster, da er nicht den Sprung in den Kader von Trainer Rolf Landerl schaffte.

Aber auch bei den Neumünsteranern blieb er nicht lange. Nach lediglich 17 Einsätzen und zwei Toren für die Elf von Trainer Thomas Möller löste er im Winter seinen Vertrag bei den „Veilchen“ wieder auf. Nun sucht Cornelius sein sportliches Glück also in Serbien. „Wir danken dem VfB Lübeck und dem VfR Neumünster für die einwandfreie Abwicklung des Transfers“, sagte sein Berater Alexander Frank.

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