23. Mai 2018 / 21:36 Uhr

Waspo 98 startet mit Sieg über Spandau 04 in die Finalserie um die deutsche Meisterschaft

Waspo 98 startet mit Sieg über Spandau 04 in die Finalserie um die deutsche Meisterschaft

Jonas Freier
Spielszene aus der ersten Final-Partie zwischen Spandau 04 und Waspo 98.
Spielszene aus der ersten Final-Partie zwischen Spandau 04 und Waspo 98. © imago/Camera 4
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Mit einem vor allem im letzten Viertel überzeugenden 10:7-Auswärtssieg über Rekordmeister Spandau 04 starten die Wasserballer von Waspo 98 Hannover in die Best-of-Five-Serie um die 97. deutsche Wasserball-Meisterschaft. Am Samstag und Sonntag (26. und 27. Mai) steigen dann die Spiele zwei und drei, nach denen der Meister aus Hannover theoretisch bereits feststehen könnte.

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Das war Waspos erster Streich: Hannovers Top-Wasserballer gewannen gestern Abend das erste Spiel der Meisterschaftsfinalserie beim Titelverteidiger Spandau 04 hochverdient mit 10:7 (2:1, 1:3, 3:2, 4:1). Schon am Wochenende könnte sich Waspo seinen Titel-Traum mit zwei weiteren Siegen erfüllen. Aber so weit denkt Trainer Karsten Seehafer noch nicht: „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir sind in den wichtigen Situationen cool geblieben. Aber du musst dreimal gewinnen.“

In den vergangenen 38 Jahren ist Spandau nur dreimal nicht Wasserball-Meister geworden, die Dominanz begann 1979. 1993 holte Waspo den Titel. „Spandau ist sozusagen der Super-FC-Bayern unseres Sports. Wenn man sie schlägt, kommt das einer Majestätsbeleidigung gleich“, hatte Waspo-Chef Bernd Seidensticker vorher gesagt. „Wir sind trotz unseres Pokalsiegs nicht favorisiert, die Chancen stehen etwa 40:60.“

Bilder des ersten Spiels der Meisterschafts-Serie zwischen WF Spandau 04 und Waspo 98 Hannover

Spielszene aus der ersten Final-Partie zwischen Spandau 04 und Waspo 98. Zur Galerie
Spielszene aus der ersten Final-Partie zwischen Spandau 04 und Waspo 98. ©
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Nationaltorwart halfen Elektroschocks

Doch die Majestätsbeleidigung nahm im letzten Viertel ihren Lauf – denn Waspo zog von 6:6 auf 9:6 davon. „Die Mannschaft hat das stark durchgespielt“, freute sich Seidensticker, „das war eine Energieleistung. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und sind auf den Punkt topfit.“

Ein besonderes Lob bekam Nationaltorhüter Moritz Schenkel. Er hatte im Pokalendspiel gegen Spandau, das Waspo 12:8 gewann, einen Gewaltwurf unglücklich an den Brustkorb bekommen und war mit starken Herzrhythmusstörungen behandelt worden. Dem 28-Jährigen half eine Elektroschocktherapie. „Er ist mit Abstand der beste deutsche Torhüter“, sagte Seidensticker gestern.

Vier von fünf Duellen in dieser Spielzeit hat Waspo nun gegen Spandau gewonnen. Seidensticker: „Die Experten haben mitten in der Saison prophezeit, wir hätten keine Chance, Spandau würde uns zu Fischfutter verarbeiten.“ Was aber am Mittwochabend passierte, schmeckte Spandau überhaupt nicht. Doch auch Seidensticker warnt: „Noch ist nichts erreicht. Theoretisch können wir am Wochenende Meister werden. Vielleicht machen wir es ja auch. Wir sind auf jeden Fall willensstark.“

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