23. Juni 2018 / 23:09 Uhr

Deutschland besiegt Schweden: So haben die Leipziger mitgefiebert

Deutschland besiegt Schweden: So haben die Leipziger mitgefiebert

Thomas Fritz
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Leipziger Fans hoffen auf einen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden. © Sylvio Hoffmann
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Es ging um alles für die DFB-Elf, das war auch den Fußballfans beim Public Viewing am Waldplatz klar. Gemeinsam drückten sie dem Team von Joachim Löw die Daumen.

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Das Public Viewing beim Funkenburgfest im Waldstraßenviertel begann stimmgewaltig und endete mit einem Ur-Schrei. Vor Spielbeginn sang die schwedische Opernsopranistin Elisabet Strid die Nationalhymnen beider Länder, am Schluss sorgte Toni Kroos mit seinem Freistoß für ekstatischen Jubel. 150 deutsche Fans rissen die Arme nach oben, schlugen ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen oder verteilten High Fives an Fremde. 95 Minuten Zittern, Verzweifeln, Hoffen und Bangen entluden sich nach dem Geniestreich des Greifswalders in einem kollektiven Urschrei: „Jaaaaaa!“.

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Am Anfang sorgten ausschließlich die vor dem Bildschirm sitzenden Kinder für Stimmung auf dem Liviaplatz: „Gegen Deutschland könnt ihr nur verlier`n“, sangen sie ausgelassen. Sportlich fair gaben die Kleinen auch RB-Star Emil Forsberg beim Einlaufen Applaus. Die Erwachsenen waren zunächst nur zu hören, wenn laut geschimpft oder leise analysiert wurde. „Allen kann so etwas passieren, aber doch nicht Toni Kroos“, rang Anwohner Per Ankersen nach dem 0:1, dem ein Fehlpass des Mittelfeldspielers voraus ging, um Fassung. Sein Tischnachbar Arnd Müller-Denkinger meinte zur Pause: „Das Glück fehlt noch, aber das kommt noch“. Für die Nerven und gegen die trockene Kehle musste erst mal ein Bierchen her. Bang blickte der eine oder andere gen Himmel, als es kurzzeitig leicht nieselte.

Sopranistin Elisabet Strid singt die schwedische Nationalhymne

Die zweite Halbzeit hätte mit dem schnellen Reus-Treffer nicht besser beginnen können. Endlich kam mal etwas Stimmung unter den andächtig mitfiebernden Fans auf, unter denen das einzige Timo-Werner-Trikot auffiel. Elisabet Strid, ein gefragter Gast an den berühmten Opernhäusern auf der ganzen Welt, sorgte mit ihrem gelben Leibchen für eine hundertprozentige Trikot-Quote unter den Schweden-Anhängern – sie war die einzige. Mit ihrem Leipziger Lebensgefährten, er trug Deutschland-Schal, fieberte die 42-Jährige in der ersten Reihe bis zum Schluss mit.
Die deutschen Chancen häuften sich, die Verzweiflungsschreie wurden lauter. Als Kroos zum Freistoß ansetzte, schickten selbst Atheisten Gebete nach oben. Dann fiel das erlösende Tor. Strid hatte sich in der Halbzeit, als ihren Schweden noch führten, als Prophetin erwiesen: „Ich habe vor dem Spiel 5:1 getippt“, sagte sie am Bratwurststand. „So hoch wird es nicht mehr, aber sie gewinnen trotzdem noch.“ Große Stimme, großes Wahrsager-Talent.

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